Erfahrungsberichte
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Time flies by ...
Auf mein erstes Jahr in den USA trifft dieses Sprichwort auf jeden Fall zu. Heute fand das alljährliche „field hockey banquet“ für meine Mannschaft statt. Gemeinsam mit den Eltern, Trainern und Helfern im Hintergrund haben wir auf das letzte Jahr zurückgeblickt, dass jetzt schon fast vorbei ist. Es wurden Auszeichnungen vergeben, Dank ausgesprochen und die Seniors verabschiedet. Ein Jahr James Madison University Field Hockey – das bedeutet unzählige, wertvolle Erinnerungen, Erfahrungen und Erlebnisse mit einem Team, das ich gegen keine Mannschaft der Welt eintauschen würde.
Die Entscheidung mich für ein Sportstipendium in den USA zu bewerben, habe ich relativ spontan und schnell getroffen. Eine Mannschaftskameradin spielte in den USA und war begeistert. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch keine genaue Vorstellung für meine Zeit nach dem Abi. Vielleicht „was soziales“ im Ausland oder doch lieber gleich studieren? Und wenn ja, was? Amerika hörte sich für mich gut an und Hockey spielen und gleichzeitig studieren fand ich auch nicht schlecht. Im Februar letzten Jahres wurde ich dann von den Trainern der James Madison University in Virginia eingeladen, den Campus zu besuchen. Ein paar Tage auf dem wunderschönen Campus von JMU, ein paar Stunden mit der Mannschaft und viele Gespräche mit den Trainern haben es leicht gemacht, mich zwischen den verschiedenen Angeboten von Universitäten für JMU zu entscheiden – eine Entscheidung, die ich bis jetzt nicht bereut habe.
Anfang August war es dann soweit: Beginn der „pre-season“. Die ersten paar Tage habe ich bei Mannschaftskameraden gewohnt, bevor wir alle zusammen für die Dauer der pre-season auf den Campus in die Dorms gezogen sind. Am ersten Tag sind wir über den Campus von A nach B gelaufen und haben allerlei meetings gehabt, in denen uns u.a. die Dopingregularien erklärt wurden. Am zweiten Tag ging es dann wirklich los. Um sieben Uhr morgens stand der erste Lauftest an. Danach gab es Frühstück, danach wurde trainiert, trainiert und trainiert. Am dritten Tag stand um sieben Uhr morgens der nächste Lauftest an. Pre-season, das sind die ersten drei Wochen, in denen die Athleten trainieren, bevor das reguläre Semester beginnt. Pre-season besteht hauptsächlich aus Training. Meine Erinnerungen sind leider etwas undeutlich, aber außer trainieren, essen und schlafen, haben wir nicht viel gemacht. Das Training war hart, aber ich habe mich relativ schnell daran gewöhnt und (abgesehen von den Lauftests) habe ich die drei Wochen genossen. Was kann man sich besseres vorstellen, als den Sport den man liebt, jeden Tag für viele Stunden zu betreiben, bis man abends erschöpft ins Bett fällt? Wenn man drei Wochen 24/7 von den gleichen 26 Athletinnen umgeben ist, lernt man sich ziemlich schnell kennen und ich habe mich sofort in diese Mannschaft verliebt. Vom ersten Tag haben mir die „upperclassmen“ das Gefühl gegeben, Teil der Mannschaft zu sein und das erste große Heimweh hätte ich ohne meine Zimmerpartnerin aus der pre-season nicht halb so gut überstanden.
Dann begann das Semester, viele Kurse, neue Professoren, alles anders als Schule. Am Anfang war ich geschockt von den Mengen an Büchern, die ich lesen sollte und habe mich gefragt, wie ich auch nur die Hälfte von den Hausaufgaben schaffen sollte. Training war fast jeden Tag von ungefähr zwei bis um sechs und am Wochenende waren Spiele. Allerdings habe ich relativ schnell herausgefunden, für welche Kurse die Hausaufgaben tatsächlich gemacht werden müssen… Sehr schnell habe ich auch gelernt, gut organisiert zu sein und vorzuarbeiten, denn besonders im September habe ich viele Vorlesungen verpasst, weil wir für Spiele verreist sind.
Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich an das „Amerikanische“ Hockey und all die Gepflogenheiten gewöhnt hatte. Sich bei den Schiedsrichtern über falsche Entscheidungen zu beschweren ist zum Beispiel eine ganz schlechte Idee. Vor jedem Spiel wird (wie beim Fußball in Deutschland) die Mannschaftsaufstellung angesagt und dann wird die Nationalhymne gespielt und alle blicken auf zur Flagge (Amerikanische Flaggen gibt es übrigens an jeder Ecke, vom Footballstadion über Walmart bis zu den Zimmern der Studenten). Ein Spiel – sei es Fußball, Basketball, Lacrosse, oder eben Field Hockey – kann im Amerikanischen Collegesport nicht unentschieden enden. Man spielt „overtime“. Für Hockey bedeutet das, dass man für 15min 7 gegen 7 auf dem ganzen Platz spielt (Für alle Unwissenden: Hockey spielt man normalerweise 11 gegen 11). Wer das erste Tor schießt, gewinnt. Wenn nach 15min kein Tor gefallen ist, spielt man nochmal 15min. Ist dann immer noch kein Tor gefallen, spielt man 1-gegen-den-Torwart und schließlich 7m-Schießen. Soweit kam es allerdings nie. Am Anfang fand ich overtime dumm und albern, aber nachdem wir unser erstes großes Spiel in overtime gewonnen haben, habe ich irgendwie Gefallen daran gefunden. Die Spannung von „sudden death“ ist unvergleichlich und ebenso die Freude, wenn man gewinnt.
Die Saison mit 21 Spielen war unglaublich schnell vorbei. Es folgte eine trainingsfreie Woche bevor wir wieder mit Lifting angefangen haben. Sobald die Saison vorbei war, haben meine (deutsche) Mitbewohnerin und ich die Tage gezählt, bis wir endlich nach Hause fliegen durften! Meiner Mutter nach 5 Monaten am Flughafen in die Arme zu fallen, ist einer der glücklichsten Momente in meinem Leben. Facebook, Email und vor allem Skype machen es zwar relativ leicht mit den Lieben zuhause in Kontakt zu bleiben, aber vor Heimweh hat mich das nicht verschont. Ich muss dazu sagen, dass die Eltern meiner Mannschaft unglaublich sind. Egal ob wir in Philadelphia, Kent, Maryland, Delaware, oder sonst wo spielen, „ParentPower“ ist immer in großer Zahl vertreten. Die Eltern feuern uns während der Spiele lautstark an und bauen nach den Spielen riesige Buffets auf und bringen jeder Spielerin eine Kleinigkeit mit. Einige der Eltern haben mich als ihre „foreign daughter“ in die Familie aufgenommen und mich über Thanksgiving und Spring Break zu sich nach Hause eingeladen. An meinem 18. Geburtstag gab es einen großen Schokoladenkuchen und Geschenke. Die beeindruckende Präsenz der Eltern erinnert mich allerdings auch nach jedem Spiel daran, dass meine Eltern nicht da sind. „There is nothing like your mother’s hug, right?“ meinte meine Torwarttrainerin einmal und sie hat Recht. Mit fünf internationalen Spielerinnen in der Mannschaft, bin ich damit allerdings nicht alleine und meine Mannschaftskameradinnen sind wie Schwestern für mich. Egal welche Probleme auftauchten, irgendwer wusste immer eine Lösung oder kannte jemand der jemanden kannte, der eine Lösung parat hatte. Sowohl Mannschaftskameradinnen, Eltern und Trainer, sind stets unschlagbar hilfsbereit, egal worum es geht.
Auch wenn ich meine Familie und meine besten Freunde vermisse, habe ich nie ernsthaft darüber nachgedacht, abzubrechen. Ich habe hier unbezahlbare Erfahrungen gesammelt und sehr viel über mich selbst gelernt. Ich kann jedem nur empfehlen die Gelegenheit beim Schopf zu packen, wenn sie sich bietet!
Mir geht es gut und es gefällt mir auch immer noch sehr gut hier.
Nachdem ich am Zielflughafen angekommen bin, haben mich meine Trainerin, ihr Ehemann und einer unserer Co-Trainer vom Flughafen abgeholt. Während der Autofahrt konnte ich mich kaum vom Fenster losreißen, weil alles so "Amerikanisch" aussah. Die ersten Nächte habe ich im Haus einiger meiner Mitspielerin gewohnt und die haben mich wirklich super aufgenommen. Natürlich ist es am Anfang etwas viel mit der Sprache, aber ich habe mich eigentlich ziemlich schnell dran gewöhnt.Nach den ersten Tagen, die recht schnell vorbei gingen, hat Preseason angefangen und da war ich dann erst mal überrascht, wie intensiv Sport hier in den USA trainiert wird. Es hat etwas Eingewöhnung gebraucht, aber nach den ersten Spielen habe ich in jedem Spiel erste 11 gespielt und durchgespielt. Letzte Saison habe ich jede Minute in jedem Spiel gespielt und ich bin so fit wie nie zuvor.
Unser Campus gefällt mir sehr gut. Momentan wohne ich noch in einem Dorm, also direkt auf dem Campus, und ich kann zu allen meinen Vorlesungen laufen. Wer nicht laufen möchte kann auch den Bus nehmen.
Auch meine Kurse gefallen mit gut. Zu Anfang muss man einige Kurse belegen, die nicht unbedingt mit dem jeweiligen Major zu tun haben, aber man kann immerhin aus einer Liste wählen und so immer noch Kurse wählen, die einen interessieren. Ich hatte eigentlich nie Probleme mit der Sprache und ich weiß, dass man mit den Professoren reden kann falls man Probleme hat, und wenn nötig ein Wörterbuch in die Klausuren mitnehmen kann. Das Gute daran, dass Uni hier relativ teuer ist, ist, dass die Professoren sich wirklich um ihre Studenten bemühen soweit das möglich ist und, dass das Equipment moderner ist als in Deutschland. Ich belege normalerweise um die 5 Kurse pro Semester und da man als Student-Athlete besondere Privilegien hat, können wir uns für unsere Kurse eintragen, bevor alle anderen Studenten es können. Das hat den Vorteil, dass man sich die Uhrzeiten, Professoren und teilweise sogar die Gebäude aussuchen kann. Ich versuche normalerweise alle meine Kurse im selben Teil des Campus zu belegen, damit ich nicht kreuz und quer über den Campus laufen muss.
Mit meinen Mitspielern verstehe ich mich super und wir haben wirklich eine tolle Truppe. Wir machen sehr viel zusammen, selbst außerhalb von Hockey und ich esse zum Beispiel eigentlich nie allein, da immer irgendwer schon da ist oder anbietet mitzukommen. Momentan haben wir 15 Mädels in unserer Mannschaft, aber im August kommen dann noch 8 Freshmen dazu. Außer mir ist noch eine andere Deutsche hier und eine weitere kommt im August dazu. Auch unsere Trainer sind gut, aber am Anfang musste ich mich schon sehr umgewöhnen. Hier ist Training sehr viel intensiver, als ich es aus Deutschland gewöhnt war, und die Erwartungen sind großer, da die Trainer ja eine Menge Geld in uns investieren. Im Grunde kann man sich das vorstellen wie bei einem richtigen Job: Es wird erwartet, dass man bei jedem Training anwesend ist und seine Leistung bringt. Aber unsere Trainer waren sehr verständnisvoll als ich hier angekommen bin. Sie wussten dass ich es nicht gewöhnt war und haben mir alles erklärt. Sie wissen was für ein riesen Schritt es ist von Deutschland in die USA zu kommen, mit einer "Fremdsprache" zurecht zu kommen und sich zusätzlich noch umzugewöhnen. Deswegen sind sie mit uns "Ausländern" verständnisvoller und ich verstehe mich inzwischen wirklich gut mit meinen Trainern.
Das besondere daran ein Student-Athlete zu sein ist, dass Sport hier einen ganz anderen Stellenwert hat. Als Sportler einer Uni ist man das Aushängeschild der Uni, was natürlich bestimmte Erwartungen mit sich bringt, aber auch Privilegien. Wie ich schon sagte können wir uns für unsere Kurse vor allen anderen Studenten einschreiben. Außerdem haben wir auf dem Campus ein Gebäude dass nur für Sportler ist und wo wir in Ruhe lernen können, so also einfach zwischen den Vorlesungen dort hingehen können. Außerdem können wir dort umsonst drucken und dort sind Naturwissenschaften, Mathe und Englisch Tutoren, die wir umsonst nutzen können. Ich bin mir fast sicher, dass ein solcher Ort an jeder Uni existiert. Zusätzlich zu unseren Uni-Advisorn haben wir noch Athletic-Academic-Advisor an die wir uns wenden können, falls wir Fragen haben. Auch wenn wir Probleme mit Professoren haben können wir uns an unsere Athletic-Academic-Advisor wenden und sie versuchen uns weiterzuhelfen. Außerdem ist es natürlich toll, dass wir so viel reisen während der Saison. Meistens kriegt man zwar nur die Hotels, Restaurants und Unis zu sehen aber hin und wieder hat man Glück und kriegt auch ein bisschen was von den Städten zu sehen. So habe ich bisher Chicago, Philadelphia und Washington D.C. besichtigen können, was wirklich sehr cool war!
Ich war sehr zufrieden mit eurem Service. Ihr wart fast immer zu erreichen und falls nicht konnte man auf den Anrufbeantworter sprechen und ihr habt euch meistens kurz darauf gemeldet. Der einzige Fehler lag eigentlich bei mir, dass ich eure Hilfe nicht genug in Anspruch genommen habe und erst mal versucht habe Dinge selbst zu klären. Das war dann doch etwas zeitaufwändig. Also ich kann allen nur empfehlen euch gehörig auf die Nerven zu gehen und eure Hilfe so oft wie möglich/nötig zu nutzen ;-)
1) Wie gefällt Dir die Uni und der Campus?
Der Campus der University of Connecticut gefällt mir sehr gut; er wird ständig renoviert und saniert. Die University of Connecticut hat Milliarden Subventionen vom Staat Connecticut und Spenden bekommen. Dass die University of Connecticut sozusagen seine eigene Stadt ist, hat aber nicht zu bedeuten, dass man nichts unternehmen oder besorgen kann. Es werden jegliche Aktivitäten angeboten, von Bowling bis reiten etc. Außerdem haben wir ein CVS 5 min entfernt und kleine Shops mit alltäglichen Sachen die man benötigt auf dem Campus. Im Moment wird an einem Downtown bereich gearbeitet. Dort werden weitere Geschäfte errichtet, wie z.B. Restaurants, Bars, Läden etc. Die University of Connecticut ist „total am kommen“ und innerhalb der Uni Rankings schießt sie jedes Jahr nach oben. Im Moment gehören wir zu den Top 20 der public universities. Alles ist sehr neu und modern. Was mir sehr gut gefällt, ist dass unsere Basketball Arena mitten auf dem Campus gelegen ist. Basketball ist generell eine Attraktion auf dem Campus, besonders weil wir ein sehr erfolgreiches Team hier haben.
2) Wie kommst du in den Kursen klar?
Mit den Kursen an der Uni komme ich recht gut klar. Am Anfang war es natürlich recht schwer, weil mein Englisch recht durchschnittlich war als ich gekommen bin, aber damit habe ich keine Probleme mehr. Manche Kurse sind recht einfach, weil man ja 4 Jahre in Amerika studiert und man auch einige allgemeinbildende Kurse belegen muss. Meine Freunde lachen mich manchmal aus, wenn ich ihnen erzähle, welche Kurse ich im Moment belege, z.B. belege ich dieses Semester introduction to film oder women studies. Es gibt aber noch absurdere Kurse, wie fishing, reiten Judo, public speeching etc. Generell gefällt es mir sehr gut, dass die Endnote nicht nur von einer Klausur abhängt, sondern von mideterms, finals, participation, homework, quizzes. So kann man immer noch eine gute Note bekommen, auch wenn man eine Klausur in den Sand gesetzt hat.
3) Wie verstehst du dich mit den Trainern und der Mannschaft
Ich komme unglaublich gut mit meinem Hockey-Trainerstab und meinen Mitspielerinnen zurecht. Sie haben mich integriert und akzeptieren mich wie ich bin. Europäer sind nun mal anders als Amerikaner. Ich habe tolle Freunde in der Mannschaft gefunden. Unser Team ist sehr geschlossen und wir haben einen guten Teamgeist. Dadurch dass der Campus so geschlossen ist und alle auf dem Campus wohnen, trifft man sich ständig, zum essen, zum Film anschauen etc. Mir gefallt es sehr gut, dass alles so nah ist und es keinen Aufwand macht, seine Freunde zu treffen. Sonst unternehmen wir recht viel als Team, gehen in ein haunted house, gehen zusammen essen, ins Kino, gehen zusammen aus etc.
4) Was ist das Besondere am Leben als Student bzw. student athlete an einer US-Universität?
Man bekommt eine ganz besondere Aufmerksamkeit und man wird mehr respektiert für den enormen Aufwand den man neben der Uni noch hat.
I want to be a part o fit NEW YORK, NEW YORK
Seit der Oberstufe überlege ich mir, wie es für mich nach der Schule weitergeht. Da mich die Ferne schon immer gereizt hat, habe ich mich entschieden nach meinem Abitur ins Ausland zu gehen. Erst dachte ich daran nur zu reisen oder bei einem sozialen Projekt zu helfen und im Anschluss daran in Deutschland mein Studium zu beginnen. Von meiner Cousine hörte ich dann, dass sie sich durch ihren Sport Hockey für ein Sport-Stipendium über die Agentur Sport-Scholarship in Amerika beworben hat und inzwischen seit zwei Jahren in Syracuse im Staate New York studiert . Da ich ebenfalls eine erfolgreiche Hockeyspielerin bin und gute schulische Leistungen erbracht habe, entschied ich, mich ebenfalls für ein Stipendium zu bewerben. Dafür musste ich viel tun, zum Beispiel für Tests lernen, viele Dokumente ausfüllen, ein Video drehen und mit den amerikanischen Coaches in Kontakt treten. Seit Sommer studiere ich nun an der Hofstra University auf Long Island, 30 min von Manhattan entfernt. Zwei Tage nach meiner Ankunft ging direkt die sogenannte Preseason los. In diesem Zeitraum von einem Monat sind nur Athleten auf dem Campus und bereiten sich für die Spiele in der Season vor. Wir mussten sehr viel trainieren, meistens zweimal täglich und haben viel mit dem Team unternommen, um uns kennen zu lernen. An unseren freien Tagen sind wir zum Strand, der nur 10 min entfernt liegt, oder nach New York gefahren. Ich habe in dieser Zeit nicht nur meine Manschaftskameradinnen , sondern auch viele andere Sportler aus aller Welt kennen gelernt. Als dann im September die Uni und die Hockey-Saison losging, war es sehr anstrengend. Jetzt hatte ich nicht nur täglich Training, sondern auch Vorlesungen, Projekte und Hausaufgaben zu bewältigen. Und das alles auf Englisch, gar nicht so leicht. Zum Glück wird man als Sportler in Amerika aber sehr gut von der Uni unterstützt und alles ist zeitlich gut geregelt, so dass es keine Überschneidungen gibt. Wenn wir Auswärtsfahrten haben, bekommen wir frei und die Professoren tolerieren das meistens sehr gut.
Ich habe neben dem Hockey und der Uni auch sehr interessante Erlebnisse, wie z.B. die 2. Debatte der Präsidentschaftswahl von Mike Romney und Barack Obama, die an der Hofstra-University stattfand und in alle Welt übertragen wurde. Ich Glückspilz habe tatsächlich ein Ticket für die Debatte ersteigert und durfte live dabei sein.
Natürlich ist das Leben in Amerika ganz anders als in Deutschland. Alles wird mit dem Auto gemacht, es gibt keine Bürgersteige, Fahrräder sieht man so gut wie keine und den Campus verlassen wir meistens in Gruppen und nicht alleine. Unser Leben spielt sich zum Großteil auf dem Campus ab.....
Ich freue mich sehr, dass ich ein Stipendium über Sport-Scholarship bekommen habe, es ist eine tolle Chance für die Zukunft und für die persönliche Erfahrung.
Was es heisst, ein Student-Athlete an einer Amerikanischen Universitaet zu sein
Ich habe im Fruehjahr 2008 auf einer Abi-Messe von sport-scholarships.com und daraufin von Sport-Stipendien in den USA erfahren und eine Einschaetzung meiner Chancen im Internet vorgenommen. Nachdem mir gute Chancen zugesagt worden waren, ein Profil erstellt wurde und ich schliesslich erste Angebote von diversen Universitaeten erhielt, habe ich mich recht schnell fuer die Longwood University in Farmville, Virginia entschieden. Der Trainer, ein Englaender, war mir auf Anhieb sympatisch und bot in vielerlei Hinsicht seine Hilfe an. Erst nachdem alle Formalitaeten abgeschlossen waren und ich die Einladung der Uni und mein Visum fuer die naechsten 4 Jahre in der Hand hielt, musste die sehr reibungslose Zusammenarbeit mit sport-scholarships.com beglichen werden.
Meine ersten Tage in den USA im August 2008 waren natuerlich voller neuer Eindruecke. Sehr bemerkenswert jedoch fande ich, wie unglaublich herzlich und offen ich von allen Seiten willkommen geheissen wurde. Nicht nur Teamkameraden und Trainer, auch Eltern und Lehrer begruessten mich mit offenen Armen.
Die ersten paar Tage bzw. Wochen (je nach Universitaet) im “Fall” (Herbstsemester), bestehen stets ausschliesslich aus Hockey. Hockey morgens, Hockey mittags, Hockey abends. Zwischendurch steht man im Kraftraum oder geht laufen. Zu jeder anderen Gelegenheit geht man schlafen oder essen. Amerikanische Manschaften legen meiner Ansicht nach einen sehr viel groesseren Wert auf Fitness und Kondition, als ich es von deutschen Mannschaften gewohnt war.
Gegen Ende August beginnt dann normalerweise das Herbstsemester, sprich das normale Uni-Leben, was bedeutet, dass das Training auf einmal taeglich, 6 Tage die Woche reduziert wird; zusaetzlich gibt es zweimal die Woche Krafttraining. Die Saison spielt sich zwischen Ende August und Anfang November ab, in der man bis zu drei Spiele die Woche hat und ausserdem viel am umherreisen ist. Bei einem Vollstipendium wird dabei fuer jegliche Kosten aufgekommen; von kompletter Hockey-Ausstattung, ueber einen (in meinem Fall) neuen Adidas Kleidungsbestand, bis zu voller Verpflegung und Unterkuenften. Im weiteren wird natuerlich auch an der Uni fuer Essen, Buecher, Kurse usw. gezahlt.
Die Spielweise ist in Amerika auch etwas anders, man legt andere Schwerpunkte, aber daran gewoehnt man sich recht schnell, genauso wie an die Sprache. Viele Lehrer nehmen grosse Ruecksicht, wenn Missverstaendnisse bezueglich der Sprache bestehen und davon abgesehen, werden in den ersten Semestern meist die leichteren Kurse belegt.
Da ich mich fuer eine recht kleine Universitaet entschieden hatte (etwa viereinhalb tausend Studenten), verlief der Unterricht zum groessten Teil sehr persoenlich und vertraut. Von insgesamt etwa 40 belegten Kursen, wussten die Professoren in wahrscheinlich 38 davon meinen Namen, meine Herkunft, dass ich Hockey spiele usw. Dies ist an einer weitaus groesseren Uni natuerlich nicht zwangslaeufig der Fall. Es fuehrte jedoch dazu, dass ich quasi jederzeit Kontakt zu meinen Professoren aufnehmen konnte, wenn ich Hilfe benoetigte oder Fragen hatte. Ein durchschnittlicher Kurs bestand aus etwa 20 bis 25 Studenten.
Kulturell unterscheidet sich die USA natuerlich auch sehr von Deutschland, was seine Vorzuege, aber natuerlich auch Nachteile haben kann. Bei Walmart kriegt man alles, von Donuts ueber Aspirin und Autoreifen, in jedem Restaurant gibt es “free refills” fuer alle Getraenke. Auf der anderen Seite habe ich Dinge wie kulturelle Unterschiede innerhalb des Landes und die hier allzu oft als selbstverstaendlich angesehen Freiheiten eines “normalen Teenagers” vermisst. Ausserdem werde ich nie verstehen, warum man bei einem Dinner zu sechst von Papptellern essen muss...
Das Fruehlingssemester ist meist etwas anders gestaltet: Man trainiert nur 4 bis 5 mal die Woche, hat dafuer 3 mal Krafttraining. Es wird mehr Wert auf Fitness und individuelle Verbesserung gelegt, waehrend man sich im Herbst ganz auf das “Team” konzentriert.
In meinem letzten Jahr war ich Vize-Kapitaen und eine der aeltesten in der Mannschaft. Freshmen (im ersten Semester) sahen mich als eine Art “rolemodel”an, insofern als dass internationale Spieler ohnehin meist zu den technisch gesehen besseren Spielern gehoeren, allein wegen der Tatsache, dass der durschnittliche Amerikaner in seiner Kindheit bis zu vier Sportarten gleichzeitig betreibt und sich meist erst mit etwa 14 bis 16 Jahren endgueltig fuer einen Sport entscheidet. Ich verliess die Universitaet und Mannschaft mit dem bisher besten “end of season”-Ergebnis, und erhielt mehrere individuelle und manschaftliche Auszeichnungen, auf welche in den USA sehr grossen Wert gelegt wird.
Natuerlich hatte ich zu einigen Zeitpunkten Zweifel und war nicht immer ueberglucklich, aber im Grossen und Ganzen bin ich zu 100% gluecklich und zufrieden, die Entscheidung, nach Amerika zu gehen und nach einem Jahr auf 3 1/2 Jahre zu verlaengern, getroffen zu haben und wuerde es jederzeit wieder tun. Ich habe einen Bachelor in Psychologie, habe mich als Hockeyspielerin weiterentwickelt und eine ganze Welt neuer Freunde kennengelernt. Jedem, dem Englisch nicht allzu schwer faellt und dem Hockey wirklich am Herzen liegt und dafuer bereit ist, eine Menge Aufwand zu betreiben und es aushaelt, nur 2 mal im Jahr nach Hause zu fliegen, kann ich diese Gelegenheit nur empfehlen!
Womens Golf
Ich bin jetzt schon ein Semester hier und mir gefaellt es sehr gut! Die Uni ist wunderschoen, wir verwenden die neusten Technologien und Professoren sind auch sehr aufmerksam und ich lerne wirklich viel! Obwohl nur um die 1,500 Studenten an der USCB studieren, ist es trotzdem eine super Uni. Vielleicht auch gerade deswegen, kleine Kurse, nette Leute und alles etwas familiaerer.
Das Golfteam ist auch super, ich wohne mit den meisten Maedels zusammen in einem Apartment und wir haben alle viel Spass und kommen auch alle miteinder sehr gut zurecht. Also, ich bin sehr froh momentan und habe schon sehr viel gelernt! Es ist was ganz anderes als golfen nebenbei in Deutschland. Wir haben hier jeden Tag Training und da wir Athleten sind, haben wir oberste Prioritaet was die Stundenplaene angeht, sodass wir Nachmittags Kurse vermeiden koennen um ins Training zu gehen. Das klappt alles wunderbar! Ich bin im oberen Bereich in unserem Team und das Leistungsniveau koennte sogar noch etwas besser sein. Also, insgesamt gefaellt es mir hier super! Ich hatte noch keinen moment in dem ich meine Entscheidung bereut habe! Es ist sehr einfach sich hier einzuleben, da alle so nett sind und die Umgebung auch total toll ist!
Vielen Dank fuer Ihre Hilfe
Womens Soccer
Ein Sportstipendium in den USA bietet die wahrscheinlich beste Möglichkeit um Leistungssport, Studium und Auslandaufenthalt miteinander zu vereinbaren. Das Collegesport-System ermöglicht eine Kombination von Sport und Ausbildung, wie ich es in der Schweiz nie erleben konnte. Und dank dem Stipendium ist das ganze Abenteuer auch finanzierbar. Ich finde es ist eine einzigartige Möglichkeit und empfehle daher jedem wärmstens, die Chance zu nutzen.
Ich bin im August 2011 das erste mal auf mein neues Team gestossen. Es war der Start der sogenannten Preseason. Das ist ein zwei wöchiges Camp zur Saisonvorbereitung welches wir auf einem alten Unigelände verbracht haben. Meine Trainerin und eine Mitspielerin holten mich einen Tag vor dem Start der Preseason auf dem Flughafen ab und gingen mit mir einkaufen, um mich für das College-Leben perfekt auszurüsten. Die Preseason war eine gute Gelegenheit um alle meine neuen Mitspielerinnen etwas näher kennen zu lernen. 6 Tage die Woche haben wir zusammen trainiert und gelebt. Es war eine sehr lustige, aber auch ungewohnt anstrengende Zeit. Obwohl ich schon im Juli zu Hause mit meinem Club Team die Vorbereitung auf die neue Saison mitgemacht habe, wurde ich in Amerika konditionell und mental nochmals richtig gefordert.
Unsere Saison dauerte von Anfang September bis Ende Oktober. Das ist zwar eine kurze Zeit, jedoch war es körperlich sehr anspruchsvoll. Wir hatten jede Woche drei Spiele! Meistens Montags, Mittwochs und Samstags. Nach Saisonende wurde unser tägliches Training auf dreimal wöchentlich reduziert. Somit konnten wir uns für den Rest des Semesters auf die Schule konzentrieren. Im Frühling wird auch nicht mehr so oft Trainiert wie während der Saison. 3-4 mal wöchentlich standen wir auf dem Fussballplatz. Unser Team hat insgesamt an drei Turnieren teilgenommen. Jedes der Turniere bestand aus 3 Mannschaften, wobei gegen jede Mannschaft 60 Minuten (2x30) gespielt wurde. Die Gestaltung des Frühjahres sieht aber bei jedem College anders aus.
Obwohl ich nicht nur positive Erfahrungen gemacht habe und ich anfangs auch nur für ein Jahr in Amerika bleiben wollte, habe ich mit im Frühling dazu entschieden, das Studium in Amerika fortzuführen. Ich bin als „Junior“ nach Amerika transferiert, da ich zu Hause schon ein Studium begonnen habe. Somit habe ich noch ein gutes Jahr vor mir. Collegesport in Amerika zu betreiben, ist nicht nur eine sportliche Herausforderung. Da man im Training und vor allem in der Saisonvorbereitung auch oft über seine (bisher bekannten) Grenzen hinausgehen muss, ist es auch eine mentale Herausforderung. Ich habe hier gelernt, was es wirklich heisst, die Zähne zusammen zu beissen.
Man verbessert nicht nur seine Englischkenntnisse, sondern es fördert auch die Selbständigkeit und erweitert den Horizont. Man lernt sich mit verschiedensten Kulturen auseinander zu setzen, psychische und soziale Herausforderungen wie z.B. Heimweh, Kontakte knüpfen und Durchsetzungskraft, zu meistern und man wird offener gegenüber Neuem. Dies waren für mich Gründe, nebst den sportlichen Herausforderungen, um nochmals ein Jahr in Amerika zu bleiben.
Die Zusammenarbeit mit sport-scholarships.com hat sich für mich sehr gelohnt und ich empfinde es deshalb als gut investiertes Geld. Es zahlt sich nicht nur für das Abenteuer aus, sondern auch für die persönliche Entwicklung und Lebenserfahrung. Sport-scholarships.com war immer offen für all meine Fragen und stand/steht mir auch während des Aufenthalts mit Ratschlägen bei. Als nicht-Amerikaner ist es schwer, das College System zu verstehen und deshalb rate ich, bei Unklarheiten immer nachzufragen. Bei der Uniauswahl war mir wichtig, wie sehr sich der Coach um mich bemüht hat. Ob Er/Sie mir ausreichend Informationen geben konnte und auch sonst ehrliches Interesse gezeigt hat.
Sina Windmüller, Women Soccer, New York Institute of Technology
Die Möglichkeit mithilfe eines Sportstipendiums ein Studium in den USA zu finanzieren und zu realisieren, sollte nach meinen Erfahrungen auf jeden Fall genutzt werden. Die Chance Studium, Sport und Auslandserfahrungen zu kombinieren, ist in meinen Augen einzigartig und bietet ein unvergessenes Abenteuer. SeiSportstipendium - USA
Die Möglichkeit mithilfe eines Sportstipendiums ein Studium in den USA zu finanzieren und zu realisieren, sollte nach meinen Erfahrungen auf jeden Fall genutzt werden. Die Chance Studium, Sport und Auslandserfahrungen zu kombinieren, ist in meinen Augen einzigartig und bietet ein unvergessenes Abenteuer. Sei es die Selbstständigkeit, die gefördert, das Englisch, das verbessert oder der eigene Horizont, der erweitert wird – ein Studium in den USA kann einem dies alles und natürlich noch viel mehr bieten. Neben den sportlichen Fähigkeiten, die aufgrund der guten Ausstattung der Unis und dem intensiven Training verbessert werden, ist es meinen Erfahrungen zufolge besonders die eigene Persönlichkeit, die sich entwickelt.
Viele, neue Charaktere, Menschen aus allen Teilen der Welt, eine neue Mannschaft, vielleicht auch eine Sprache, die noch nicht optimal beherrscht wird – all das fordert! Doch werden diese Herausforderungen angenommen, sind die daraus resultierenden Erfolge und Erfahrungen riesengroß. Neue Freundschaften, Siege mit dem Team oder gute Noten in der Uni – das alles macht ein Studium in den USA unvergessen.
Nach meinen Erfahrungen kann ich jedem empfehlen, der die Chance hat, mithilfe eines Sportstipendiums ein Studium in den USA aufzunehmen, dieses großartige Angebot zu nutzen, um sich eine unvergessene Zeit mit vielen einzigartigen Momenten zu ermöglichen!
Oklahoma Christian University
Mir gefällt es an der Oklahoma Christian University sehr gut! Das Gelände der Uni ist gepflegt, modern und ein in sich geschlossenes Areal. Auf Grund der Tatsache, dass es sich um eine, im amerikanischen Vergleich, eher kleine Uni handelt, ist auch das Gelände überschaubar, was mir persönlich gut gefällt. Durch die begrenzte Größe der Uni und der dementsprechend geringeren Zahl an Studenten ist das Leben auf dem Campus sehr persönlich, fast schon familiär – auch das ist nach meinem eigenen Empfinden sehr angenehm.
Die Mitarbeiter und Lehrer der Uni sind nach meinen Erfahrungen sehr engagiert und hilfsbereit. Besonders die Trainer und Verantwortlichen des Athletik-Centers sind sehr stolz auf die Uni und strahlen eine hohe Identifikation mit dem Athletik-Bereich aus. Hierbei beachten die einzelnen Coaches aber nicht nur für das eigene Team, sondern sind an allen sportlichen Entwicklungen an der Universität interessiert, was den familiären Charakter unterstreicht.
Die Ausstattung der Uni würde ich als gut und modern beschreiben, wobei mir hier natürlich der unmittelbare Vergleich fehlt. Gleiches gilt für das Essen in der Mensa, was in meinen Augen gut ist – einen wirklichen Vergleich habe ich aber auch hier nicht! (Allerdings muss man im Verhältnis zur deutschen Küche schon auf einiges verzichten – insbesondere mit dem nicht vorhandenen Mineralwasser kann ich mich noch nicht so ganz anfreunden.)
Wie der Name Oklahoma Christian University bereits verrät, handelt es sich um eine christliche Universität. Daher belegt jeder Student eine „Bible class“ und wird von Montag bis Freitag um 11:00 zum Chapel gebeten. Hierbei treffen sich alle Studenten in einem großen Auditorium, um zu singen, kurz zu beten und täglich wechselnden Sprechen zu zuhören, die sich zu verschiedensten Themen äußern. Das hört sich zunächst sehr langweilig an, ist im Grunde aber ganz okay. Erstens dauert es nur 20 Minuten und zweitens ist es mehr ein erster fester Treffpunkt am Tag, an dem man mit Freunden und Teammitgliedern zusammen kommt.
Andererseits gibt es meines Erachtens dadurch auch Vorteile, so wird hier auf dem Campus sehr respektvoll miteinander umgegangen und es wird sehr auf die Mitmenschen geachtet. Jedenfalls teilweise würde ich dieses Verhalten der verstärkten Verbundenheit mit dem Thema Religion zu schreiben.
Den Umgang unter den Studenten erlebe ich also sehr freundlich, wobei es meiner Meinung nach auch einfacher ist jemanden bei einem Erdbeben erfolgreich die Augen zu lasern, als an einer amerikanischen Uni keinen Kontakt und Anschluss zu finden. Sei es innerhalb der Mannschaft, im Unterricht oder schlicht in der Mensa – irgendwie kommt man immer ins Gespräch!
Ich kann Oklahoma Christian University also auf jeden Fall weiterempfehlen! Die Region Oklahoma ist in meinen Augen nicht schlecht, doch hat die USA hier sicher noch ein paar interessantere Orte zu bieten! Dennoch ist die Universität gut gelegen, sodass man alles, was man braucht, schnell erreicht. Auch das Wetter ist hier meistens sonnig und warm, was auch sehr gut ist, denn wenn man eines vermeiden sollte, dann ist es hier bei Regen mit dem Auto unterwegs zu sein – Straßenbauen haben die Amerikaner definitiv nicht erfunden!
Abgesehen von diesem kleinen Manko bin ich hier aber sehr zufrieden!
Meine Erfahrungen mit Sport-Scholarships.com
Meine Erfahrungen mit sport-schlarships.com sind durchweg positiv, sodass ich diese Vermittlungsagentur für Sport-Stipendien auf jeden Fall weiterempfehlen kann.
Das Team von sport-scholarships.com und dessen Arbeitseinstellung lässt sich meines Erachtens nach mit drei Worten kurz und prägnant beschreiben: engagiert, freundlich, erfahren!
Besonders der letzte Punkt gibt meiner Meinung nach für die erfolgreiche Vermittlung eines Sportstipendiums den Ausschlag. Durch den großen Erfahrungswert, über den die Mitarbeiter verfügen, können auch zunächst schwierig erscheinende Probleme erfolgreich und effektiv gelöst werden. Der nicht zu unterschätzende bürokratische Anteil einer Stipendium-Bewerbung kann mithilfe der vielen Tipps der Vermittlungsagentur gut und einfach gemeistert werden. Treten doch einmal Probleme mit den Zeugnissen oder der Spielberechtigung auf, wie es bei mir der Fall war, so kann man sich meinen Erfahrungen nach sicher sein, dass sport-scholarships.com alles versucht, um einen den Traum vom Studium in den USA doch zu ermöglichen.
Weiterhin wird in meinen Augen bei sport-scholarships.com sehr zuverlässig und professionell gearbeitet. Mails werden fast ausnahmslos noch am gleichen Tag beantwortet und wenn man etwas ganz dringendes auf dem Herzen hat, wird einem per Telefon sofort geholfen.
Auch wenn eine Vermittlungsagentur gegenüber einer Initiativbewerbung ein wenig mehr kostet, so sind die Erfolgschancen auf ein Stipendium und das Vorhaben „Studium im Ausland“, nicht zu vergleichen!
Ich denke, dass das Geld in sport-scholarships.com sehr gut investiert ist und kann die Agentur wie eingangs erwähnt guten Gewissens weiterempfehlen.es die Selbstständigkeit, die gefördert, das Englisch, das verbessert oder der eigene Horizont, der erweitert wird – ein Studium in den USA kann einem dies alles und natürlich noch viel mehr bieten. Neben den sportlichen Fähigkeiten, die aufgrund der guten Ausstattung der Unis und dem intensiven Training verbessert werden, ist es meinen Erfahrungen zufolge besonders die eigene Persönlichkeit, die sich entwickelt.
Viele, neue Charaktere, Menschen aus allen Teilen der Welt, eine neue Mannschaft, vielleicht auch eine Sprache, die noch nicht optimal beherrscht wird – all das fordert! Doch werden diese Herausforderungen angenommen, sind die daraus resultierenden Erfolge und Erfahrungen riesengroß. Neue Freundschaften, Siege mit dem Team oder gute Noten in der Uni – das alles macht ein Studium in den USA unvergessen.
Nach meinen Erfahrungen kann ich jedem empfehlen, der die Chance hat, mithilfe eines Sportstipendiums ein Studium in den USA aufzunehmen, dieses großartige Angebot zu nutzen, um sich eine unvergessene Zeit mit vielen einzigartigen Momenten zu ermöglichen!
Hi,
Inzwischen sind ja schon 8 Wochen vergangen seit ich in den USA angekommen bin und es wird echt hoechste Zeit, euch mal n bisschen was von dem zu erzaehlen, was ich hier erlebe. Ich fang am besten ganz vorne an…
Also, der Flug in die USA war richtig, richtig gut. Das wichtigste ist natuerlich, dass ich sicher angekommen bin. Aber auch allgemein war der Flug ein spannendes Abenteuer fuer mich, da es ja der erste Flug ganz alleine war. Als ich nach ca 10 stuendigem Flug in Orlando angekommen bin wurde ich von einer Mitspielerin abgeholt, bei der ich die naechsten fuenf Tage wohnen konnte. Das Wetter war so wie ich es mir gewuenscht hatte: Es warm und die Sonne schien J Perfekter Start also.
Gleich am ersten Abend bin ich mit Kait (der Mitspielerin) und zwei anderen vom Team zu meiner Uni gefahren, wo wir n bisschen rumgelaufen sind und mir hat es vom ersten Moment an richtig gut gefallen. Die Atmosphaere auf dem Unigelaende mit den Palmen, wenn es schon dunkel ist, aber immer noch so warm, dass man im Bikini rumlaufen koennte, ist einfach herrlich. In den naechsten Tagen war ich dann zweimal mit den drei einkaufen, um mich fuer s Leben an der Uni n bisschen auszustatten, denn ne Bettdecke, Kissen und Kleiderbuegel konnte ich beim besten Willen nicht im Flugzeug mitbringen. Dabei hab ich meinen neuen besten Freund kennengelernt, den ich in der Zwischenzeit bestimmt schon fuenfzehnmal besucht hab: Walmart – ein Supermarkt, in dem man wirklich alles findet, von Handys ueber Lebensmittel bis hin zu Fahrraedern.
Ansonsten hab ich die ersten Tage genutzt um mich ein bisschen vom Flug zu erholen und hab lang ausgeschlafen, am hauseigenen Pool gechillt oder einfach den Sonnenschein genossen. An einem der ersten Tage war ich dann auch am Strand – mein einziges Mal bis jetzt. Die ersten Tage waren also wirklich wie Urlaub fuer mich.
Am 2. August war es endlich so weit: Ich durfte mein Zimmer in der Uni beziehen und ausserdem hatten wir unser erstes Treffen mit der ganzen Fussballmannschaft. Dank Facebook war es gar nicht so schwer, mir alle Namen von denen zu merken. Die ersten beiden Tage der Vorbereitung bestanden aus lauter Medizintests und Formulare ausfuellen. Am 4.August ging dann die eigentliche Fussballvorbereitung los. Ich hab davor immer schon von meinen Mitspielerinnen gehoert, dass die Vorbereitung brutal sei und im Nachhinein kann ich nur zustimmen. Wir hatten in den ersten drei Tagen drei Fitnesstests und zweimal am Tag Training – und das alles in der Hitze Floridas bie 35 Grad und schwuelem Wetter. Das Wetter ist ganz cool, wenn man am Pool chillen will, aber ziemlich anstrengend, wenn man Ausdauertraining macht. Fuer mich war das zum Glueck aber nicht uebertrieben schlimm, weil ich warmes Wetter mag, ich hab in der ganzen Zeit hier noch keinen Sonnenstich und nur einen ganz leichten Sonnenbrand bekommen.
Eine ziemlich coole Sache in der Vorbereitung war, dass wir in den ersten zwei Wochen vor und nach jedem Training gewogen wurden um zu sehen wie viel Wasser wir verlieren. Ausserdem haben wir nach jedem Training Eisbaeder gehabt, das heisst man musste mit zwei anderen in so einen Kessel mit 14 Grad Celsius kaltem Wasser sitzen. Das was soo kalt... aber auch ziemlich lustig, ich hab die Zeiten immer mit Singen verbracht und war am Ende traurig, dass man in den 10 Minuten nur drei Songs singen kann…
Ashley, Laura und ich in einem von den Eisbaedern Leider hab ich nach den ersten drei Tagen auch gleich mal ne Oberschenkelzerrung bekommen. Dadurch war ich erstmal ganze 16 Tage ausser Gefecht. Ich hatte dadurch jeden Tag mind. 2 Stunden Rehatraining und anschliessend musste ich zum Zuschauen noch beim normalen Training zuschauen.. Ehrlich gesagt war die Zeit ziemlich schwer fuer mich, weil ich eigentlich denen allen gerne zeigen wollte wie gut ich kicken kann und des nicht konnte.
Bis zum 25. August hatte die Schule noch nicht begonnen und somit konnten wir theoretisch den ganzen Tag nutzen um entweder zu kicken oder die Freizeit anders zu verbringen. Aber ich konnte ja nicht kicken und des zu erleben war ziemlich frustrierend. In der Zeit bin ich aber stattdessen einmal nach Orlando gegangen, bin sonst mit ein paar von meiner Mannschaft rumgehangen und hab ein paar von den Fastfood Restaurants hier in Amerika kennen gelernt.
Meine Verletzung war Anfang September auskuriert – gerade rechtzeitig, dass ich eine von den zwanzig Spielerinnen war, die auf ein Vorbereitungsturnier ueber vier Tage nach New York (der Staat New York, nicht New York City) fliegen durften. Das war an sich ein sehr sehr cooles Erlebnis und eine sehr coole Zeit mit meiner Mannschaft, wenn auch nicht besonders erfolgreich. Leider konnte ich wegen anderen Problemen noch immer nicht schmerzfrei Fussball spielen, weshalb ich fast nicht gespielt habe und der Ausflug von demher auch fuer mich ein wenig getruebt war. Aber ich bin in New York gewesen und einfach mal ne andere Landschaft und ein anderes Klima mitzubekommen war die Reise auf jeden Fall wert.
Unsere Torhueterin und ich in New York auf einer Bruecke ueber dem Hudson River Meine Mannschaft in New York. Auf dem Bild machen alle den Carmen-Move, weil ich hab irgendwie immer, wenn ich irgendwas erklaere oder auch sonst voll oft zwei Finger an meiner Hand ausgestreckt und die anderen angewinkelt. Die finden das ziemlich amuesant und sagen immer, die Carmen, die hat mal wieder ihre „guns“ aussen. Ach ja, ich bin links oben hinten. Auch am naechsten Wochenende war ein Turnier ueber vier Tage, diesmal in North Carolina. Und auch diesmal bin ich gerade rechtzeitig wieder so fit geworden, dass ich mit konnte. Aber auch diesmal sind ploetzlich wieder Schmerzen aufgetreten, so dass ich nur sehr wenig und nicht mit besonders viel Freude spielen konnte. Von der Manschaft her gesehen war der Ausflug aber so ziemlich das lustigste was ich hier bis jetzt erlebt hab. Was auch cool war an dem Turnier ist, dass wir dort acht Stunden mit dem Bus hingefahren sind. Und der Bus ist ziemlich cool, mit Tischen und Liegen, also ziemlich gemuetlich.
Der Bus mit den Liegen, Fernesehern und Tischen Allerdings sind wir auch erst am Montagmorgen um 2 Uhr an der Uni wieder angekommen und ich musste am naechsten Tag am 7 Uhr wieder aufstehen, das war ziemlich anstrengend.
Direkt nach dem Turnier, am 13. September war es endlich soweit. An dem Tag war das erste Training seit meiner Verletzung an dem ich wieder schmerzfrei spielen konnte und prompt war ich richtig, richtig gut und was noch wichtiger war alles hat wieder viel mehr Spass gemacht. Davor war es immer so, dass die Dinge, die ich mit der Mannschaft erlebt und gemacht habe an sich sehr cool waren, aber immer getruebt davon, dass ich noch nicht einmal zeigen konnte wie gut ich eigentlich kicken kann und ich jeden Tag erleben musste wie die anderen froehlich spielen und ich am Rand sitze oder sagen muss, ich koennte besser spielen, wenn ich fit waere… Die naechsten drei Trainings waren also wahnsinnig cool und ich hatte endlich mein erstes schmerzfreies Spiel hier in Stetson. Leider bin ich in dem Spiel nach fuenf Minuten ganz ungluecklich umgeknickt, so dass ich seit da schon wieder nichts mehr machen kann. Das war und ist extrem frustrierend, aber ich bin auf dem Weg der Besserung und hab Hoffnung, dass ich in ein oder zwei Wochen wieder schmerzfrei spielen kann.
Das bin ich waehrend meinen fuenf Minuten, die ich gespielt habe J
Das ist der Moment meiner Verletzung. Ich find des ziemlich cool, dass der Fotograf, der bei den Spielen dabei ist, den Moment eingefangen hat. Leider kann ich die Bilder nicht groesser machen, ich muesste die sonst fuer teures Geld kaufen. Uni und Freizeit
Am 25.8. hat dann also endlich die Uni angefangen. Ich haette nicht gedacht, dass es so viel ist, aber seit da hab ich keine Zeit fuer gar nix mehr. Das liegt zum einen daran, dass wir jeden Tag zig Seiten lesen muessen und Aufsaetze schreiben und zum anderen daran, dass ich nebenher noch Fussballtraining und –spiele und Rehatraining habe. Dadurch, dass ich ausserhalb vom Fussball so wenig Zeit habe, konnte ich noch nichts Groesseres hier unternehmen. In meiner spaerlichen Freizeit treffe ich mich entweder mit Leuten vom Fussball, insbesondere Ashley, mit der ich am meisten unternehme und mit der ich mich von Anfang an richtig richtig gut verstanden habe. Obwohl ich so wenig mache, gibt es fast jeden Tag irgendwelche Dinge, die ich zum ersten Mal mache oder insbesondere esse oder so, das ist dann meistens ziemlich cool. J Zum Beispiel mein erster Slurpee, mein erster Besuch bei McDonalds in den USA,mein erster Besuch bei Chick-Fil-A, bei Quiznos, bei Firehouse, bei Chili’s, bei Applebee’s,... Ashley und ich bei meinem ersten Slurpee (so ein Eisdrink) Die Uni ist also ziemlich zeitaufwendig, aber nicht unbedingt schwer. Ich hab bis jetzt ein paar kleinere Tests, Aufsaetze und Berichte geschrieben und hab immer 10 von 10 oder 25 von 25 oder einmal sogar 21 von 20 Punkten bekommen. So kann es von mir aus weitergehen. ;)
Besonders leicht ist fuer mich meine Spanish class, weil das Niveau von dem Kurs niedriger ist, als es am Ende in der Schule war. Und ich bin ehrlich gesagt richtig froh darueber so einen Kurs zu haben, weil die anderen Kurse so aufwendig sind. In meinem English Writing Kurs zum Beispiel muss ich immer extremst viel lesen und natuerlich Aufsaetze schreiben. In meinem Seminarkurs ueber Umwelt in den USA muss ich jede Woche mindestens einen Aufsatz schreiben und ebenfalls ziemlich viel lesen und in meinem Sport Management Kurs haben wir relativ zeitaufwendige Hausafugaben und ebenfalls eine Menge zu lesen. In der Zwischenzeit habe ich mich schon voll an das Englisch hier gewoehnt und dementsprechend faellt es mir nicht mehr so schwer wie am Anfang in meinen classes etwas zu sagen und so lange Texte in Englisch zu lesen oder in Englisch zu schreiben. Vielleicht auch noch n bisschen was zu den Leuten hier: Die Amerikaner sind wirklich ein bisschen anders, so wie ich es erwartet hatte. Hier auf dem Unigelaende kennt fast jeder jeden und jeder freut sich immer neue Leute kennen zu lernen. Bei manchen Leuten kommt es sogar vor, dass ich immer wieder mit denen rede, aber keine Ahnung habe, woher ich die eigentlich kenne. Und oefters weiss ich auf einfach die Namen nicht, weil ich doch eh so ein schlechtes Namens-und Gesichtergedaechtnis habe und bei so vielen neuen oberflaechlichen Bekanntschaften bin ich dann doch n bisschen ueberfordert mir die ganzen Namen zu merken. Meine Mannschaft ist von den Leuten her extremst lustig (!) und gut drauf und nett und ich versteh mich mit allen gut und mit ein paar wie zum Beispiel Ashley noch besser. Wenn meine Zeit hier nicht so extrem beschraenkt waere, koennte ich auch noch mehr mit den allen unternehmen, aber durch des Rehatraining und die Uni bleibt dafuer im Moment gar keine Zeit. Damit ihr kurz seht was ich mit „keine Zeit” mein, hab ich hier mal meinen typischen Tagesplan von Dienstag und Mittwoch:
Dienstag:
7 am aufstehen, richten, fruehstuecken
8 am – 9 am weights ( Fitnessraum, Hanteltraining, Bauchmuskeltraining, Rueckentraining)
9 am – 9.55 am Rehatraining
10 am- 11.15 am Sport Management class
11.30 am – 12.45 pm Spanisch class
12.45 pm – 1.15 pm Mittagessen
1.30 pm – 3.00 pm Rehatraining
3.15 pm – 6 pm Training
6 pm bis 7.30 pm Abendessen, umziehen, duschen
7.30 pm – 11 pm lesen und Aufsaetze schreiben Mittwoch:
7 am aufstehen, richten, fruehstuecken
8 am – 9 am English Writing class
9 am – 11 am Rehatraining
11 am – 12 pm Seminarkurs Umwelt in den USA
12pm bis 1 pm Mittagessen
1pm – 3 pm schlafen, Hausaufgaben
3pm bis 5.30 pm Rehatraining
6 pm – 9 pm Training
9 pm -10 pm essen, richten, duschen
10 pm – 11 pm lesen, Aufsaetze schreiben In diesem Tagesplan sind Dinge wie ausserunterichtliche Treffen mit den Professoren, Meetings vom Fussball und weitere Veranstaltungen bei denen man teilnehmen muss noch gar nicht dabei. Was zudem oefters mal vorkommt, sind sogenannte weather delays im Fussball. Florida ist eine Hochburg was Gewitter angeht und es ist ganz normal, dass einmal am Tag irgendwann am Nachmittag ein Gewitter aufzieht und dann meistens aber auch relativ schnell wieder geht. Wir haben immer nachmittags Training und sobald es einen Blitz auf dem Radar gibt, muessen wir eine halbe Stunde warten bis wir wieder auf den Trainingsplatz koennen. Das hat schon zu Trainingsunterbrechungen oder –verschiebungen von 2 Stunden gefuehrt. Letzten Donnerstag hat dadurch offiziell das Training um 2.15 uhr begonnen und um 6.30 Uhr geendet. Und unser letztes Spiel hat 1,5 Stunden spaeter, um 8.30 Uhr erst begonnen und wurde drei Minuten vor der Halbzeit fuer eine halbe Stunde unterbrochen, sodass wir erst gegen 11 Uhr fertig waren. Wobei die Verschiebungen, die wir in der Unkleide verbringen, meistens die lustigsten Zeiten sind, wo laut Musik laeuft und alle sich unterhalten und lachen.So, des wars dann erstmal von hier aus Florida. Ganz liebe Gruesse
Carmen
Hey,
so ich habe jetzt mal endlich Zeit die Mail zu beantwortet bzw mich mal zu melden. Mir geht es hier an der Mansfield University super gut. Ich bin so froh das ich hier gelandet bin. Mein Team ist zwar im Moment nicht so gut (vom spielerischen), aber das liegt glaube ich auch eher an den vielen Verletzten, die wir haben, aber naja. Mir bringt es hier super viel Spaß. Die Coach und das Team sind so nett. Jeden Tag Training, zwei mal die Woche ein Spiel... genau das wollte ich. Man spielt und lernt zusammen. Es ist einfach ein ganz anderes Teamgefühl hier! Ich denke das ich auch super viel Glück mit dem Coach hatte.
Die Uni ist auch super. Es ist auf jeden Fall anders als in Deutschland, aber ich denke für mich besser. Ich hab hier im Moment das Gefühl, dass ich viel mehr lerne als in Deutschland. Die Professoren sind alle super nett und helfen wo sie nur können. Wir Athleten bekommen auch noch extra Hilfe, damit wir nicht hinterher hängen wenn wir nicht zu den Kursen können, weil wir ein Fussballspiel haben. Ich weiss nicht, ob es daran liegt, dass ich an einer sehr kleinen Uni bin und die hier alle so nett sind. Die Kurse sind teilweise schwer, aber mit lernen schafft man die glaube ich auch (auch wenn mein English nicht das beste ist bzw. ich nur einen Toefl Score von 58 habe, komme ich ganz gut mit). Außerdem trainiere ich hier auch noch eine Kinderfußball Mannschaft, was total witzig ist und Spaß bringt, da die Kinder mich auch in einem English verbessern. Es ist so eine art Community Service, also ich bekomme nichts dafür, aber das ist auch egal, denn ich liebe es mit Kindern zu arbeiten und bin froh das ich das hier machen kann.
Ich bin froh das ich das mit euch gemacht habe und ich bin auch vollkommen mit euren Service zufrieden. Ihr habt immer sofort auf Fragen geantwortet und man konnte immer anrufen und auch Fragen zehn mal stellen :-) . Das einzige was ich nur noch gut gefunden hätte, wäre das man vielleicht sein zusammen geschnittenes Video bekommt. Aber ich denke ohne euch wäre ich jetzt nicht hier und könnte diese tollen Erfahrungen nicht machen. Ich hab euch auch schon fleißig weiter empfohlen ;-)
Ich kann die Mansfield University nur weiter empfehlen. Die Uni ist spitze, das Team und der Coach ist super (er kümmert sich um alle Spieler, und hat mir das Einleben hier super einfach gemacht. Ich glaube so einen Coach bzw so einen Menschen trifft man nicht oft). Eigentlich hatte ich auch nur geplant ein Jahr hier zu bleiben, aber ich merke einfach wie wohl ich mich hier fühle und das es mich fussballerisch und vorallem akademisch weiter bringt. Ich liebe den Fußball und das Unileben hier und wenn ich die Möglichkeit bekomme, hier noch weiter zu studieren, dann werde ich die auch auf jeden Fall nutzen.
Also noch mal vielen Dank! Ganz liebe Grüße aus Mansfield.
Neele
Mens Soccer
Hallo Philipp!
Es tut mir Leid dass ich nicht eher dazu gekommen bin etwas ausführlicher über meine Zeit an der Hofstra University in New York zu schreiben, das liegt einfach daran dass die Zeit bisher so kurzweilig war und es immer etwas neues und spannendes zu erleben gab und immer wieder gibt.
Ich denke ich habe mit der Hofstra University und New York die richtige Wahl getroffen, New York City ist einfach amazing und es gibt jeden Tag etwas tolles zu erleben, denn obwohl ich hier bin wegen dem Fußball und der Uni gibt es genug Zeit um dem nachzugehen weswegen ich mich damals entschieden habe in die USA zu gehen: das Collegeleben und New York bzw die USA kennenzulernen.
Da mein Englisch von Beginn an nicht das "yellow from the egg" war bin ich froh gewesen noch 3 weitere Deutsche in meinem Team zu haben, 2 davon zum Glück auch Ossis :)
Allgemein sind wir eine sehr internationale Mannschaft, mit Kameraden aus Norwegen, Puerto Rico, Canada, Ägypten, Island, Australien, England, USA und Italien. Das ist aber kein Problem weil man sich schnell auf dem Fußballplatz kennen und schätzen gelernt hat. Wir haben eine ganz ordentliche Saison (Division 1) gespielt inklusive bestem Start seit 25 Jahren und dem Erreichen des Conference Finales welches wir in der over time verloren haben. Das Fußballjahr hat viele neue Erfahrungen gebracht, zum einen wird anders gespielt als ich es aus Deutschland kannte (kein taktieren, immer Vollgas) und die Erfahrung zum Spiel zu fliegen bzw immer in sehr guten Hotels zu schlafen und die zum Teil riesigen Sportanlagen an den Unis zu sehen kannte ich auch nicht.
Mit meinem Trainer komme ich gut klar, er war zufrieden mit meinen Leistungen und man kann jederzeit zu ihm gehen weil er auf dem Campus arbeitet. Man merkt dass er viel Erfahrung und gute Kontakte hat, nur für den Fußballbereich zuständig ist und viel Zeit in die Mannschaft investiert. Alles in allem ist die Betreuung sehr umfangreich und gut während und außerhalb des Trainings, ich wurde jetzt zum Beispiel an der Schulter operiert und das hat alles (bisher) super geklappt und die Kosten werden auch von der Uni übernommen.
Es gibt sicherlich schönere Campus in den USA als denen der Hofstra University, aber es ist schon sehr beeindruckend im Vergleich zu Deutschland wie viel Geld zur Verfügung steht um das Leben der Studenten zu erleichtern bzw um den Campus immer in Schuss zu halten. So gibt es z:B. eine eigene Polizei die in und um den Campus für Sicherheit sorgt und eine eigene Infrastruktur mit Hilfe man zu jedem Punkt auf und ausserhalb des Campus kommt.
Da ich ein Transferstudent bin musste zu Beginn viel geklärt werden, das alles war kein Problem denn die für die Sportler verantwortiche Advisorin, Michelle Spaterella (liebste Frau auf der Welt), hilft uns wie eine Mutter die richtigen Kurse zur richtigen Zeit zu wählen.
Als Europäer und vor allem Deutscher kommt man gut zu Recht und ist sehr für die Amis interessant, das ist sehr hilfreich!
Ein typischer Tag sieht also so aus: nicht zu früh aufstehen, Uni, essen, training, Uni, Collegeparty :)
Über die Feiertage bin ich im Gegensatz zu den meisten internationalen Studenten nicht nach Hause geflogen sondern habe die Zeit mit meinen Freunden die mich aus Deutschland besucht haben genutzt um New York City, Miami, Key West und Atlantic City besser kennen zu lernen. So eine Gelegenheit kommt wahrscheinlich in meinem Leben nicht mehr wieder und ich bin froh und dankbar das alles erleben zu dürfen.
Zum Schluss möchte ich Sport-Scholarships.com danken, die in mir das Interesse geweckt, meine offenen Fragen beantwortet und den Kontakt zu meiner jetzigen Uni hergestellt haben. Vor allem habt ihr mir bei den unfassbar vielen Hürden (Tests, Bescheinigungen, usw) die auf dem Weg nach NY bewältigt werden mussten geholfen.
Weiterhin möchte ich meinen Eltern danken die mir ebenso das überhaupt erst alles ermöglicht haben und mir jederzeit zur Seite standen und stehen. Und natürlich all meinen Freunden die zu Hause die Stellung halten und mich auf dem Laufenden halten.
Ich bin sehr dankbar für die Zeit die ich bisher hier erleben durfte und gespannt auf die Zeit die noch vor mir liegt, man kann sagen dass es mich gebildet und meine Sicht auf viele Sachen verändert hat.
Kurz und knapp: Ich kann nur jedem empfehlen der die sportlichen und akademischen Voraussetzungen besitzt zumindest einmal über ein Sportstipendium in den USA nachzudenken. Wenn ihr mehr Infos wollt oder Fragen habt könnt ihr mir jederzeit schreiben :)
kind regards and a happy new year,
Herbert
Zwölf Jahre Schule, Abitur und mindestens genauso viel Zeit, die ich auf dem Fußballfeld verbracht habe. Was jetzt? Was kommt nach dieser Zeit?
Mein Weg führte mich dank des Sport Scholarships Teams nach Daytona Beach, Florida an die Embry-Riddle Aeronautical University, wo ich seit mittlerweile fast anderthalb Semestern Business Administration studiere und jeden Tag aufs Neue genieße.
Mein Name ist Tobias Gerber, ich bin 19 Jahre alt und in den folgenden Zeilen versuche ich ein bisschen von dem, was ich dank Sport Scholarships Hilfe erlebe, in Worte zu fassen und anderen mein Leben hier nahe zu bringen.
Nachdem ich an einem Berliner Gymnasium mein Abitur erhalten habe stellte sich für mich die gleiche Frage, wie für tausende andere Mitabiturienten. Wie geht es weiter? WAS JETZT?
Ich war nie der abwarten-was-kommt-Typ und habe nach einem Plan und einer Möglichkeit gesucht mein Leben produktiv weiter zu führen. Diesen Weg habe ich gefunden und von da an mein Traum genannt – Traum und Albtraum in einem. Den `Alb`-Part definierte dabei fuer mich weg von der Familie, weg aus meiner so sehr geliebten Heimat Berlin, weg von meinen Freunden, weg von meiner Freundin und weg von allem Gewohnten und lieb gewonnenen. Da war doch aber auch noch dieser andere Traum, dieser Traum Fußball Profi zu werden. Nicht umsonst habe ich mich damals Tag für Tag durch diesen 10-14 Stunden Alltag gequält (bis 2011 bei Hertha BSC Berlin). Also warum nicht die Möglichkeit nutzen und Fußball und meinen neuen Traum verbinden? Das ist es! Ich will nach Amerika! Der Entschluss war gefasst und die Koffer gepackt, zumindest in meinem Kopf. Doch wie ist die Realisierung möglich? Nach einigen Recherchen im Internet und Gesprächen mit verschiedenen Agenturen habe ich meinen Weg zu Sport Scholarships gefunden.
Die Zeit eilte. Sie wäre nach Shakespeare wohl „…aus den Fugen geraten“ und so musste ich innerhalb von 3 Monaten alles auf die Reihe bekommen. Mein Englisch war wirklich sehr mäßig und nach dem Erhalt meiner ersten SAT und Toefl Ergebnisse war dann die Marschrichtung vorgegeben. Englischkurs, SAT und Toefl bestehen und auf nach DAYTONA BEACH,FLORIDA!
Alles gemeistert, 100 Jahre Flug, viel Wasser unter mir und da war ich – angekommen in meinem neuen Leben. Mein Englisch war zu dieser Zeit freundlich ausgedrückt sehr durchschnittlich, was dank der freundlichen Aufnahme der Teammitglieder und der Coaches aber nicht zum Problem wurde und so machte ich auch in diesem Bereich schnell Fortschritte.
Wie ging es weiter? Was waren meine ersten Eindrücke von Amerika?
Wie bereits erwähnt wurde ich sehr herzlich von meinem neuen Umfeld aufgenommen. Meine Sprachprobleme habe ich anfangs mit einem freundlichen Lächeln und ausdruckslosem Nicken gut überspielen können. So ist das halt als „international student“ habe ich mir gedacht. Das wird sich schon schnell bessern. Nachdem die pre-season nach zirka einem Monat vorbei war fing die richtige Saison an. Endlich! Pre-season war für mich noch nie das Gelbe vom Ei, doch bei 35 Grad im Schatten war es nicht mal mehr das Eiweiß. Normal Fußball zu spielen und bei solchen Temperaturen Fußball zu spielen ist etwas anderes, woran sich der Körper erst mal ein bis zwei Wochen gewöhnen muss. Doch jetzt mal weg vom Fußball und hin zum Akademischen.
Probleme im Unterricht und meinen Lehrern zu folgen, die es verstanden nicht nur Wörter ohne –ion Endung zu benutzen, hatte ich nicht. Für mich persönlich sehr seltsam und verwunderlich doch heute verstehe ich warum (1.Semester nur A’s und ein B). Es ist ein Unterschied in einem ruhigen Raum zu sitzen und akademisch richtigem English zu lauschen oder zwischen 20 lauten Fußballern in der Kabine zu sitzen und mit etlichen Akzenten aus aller Welt konfrontiert zu sein. Mit so machen Akzenten und Slangs habe ich noch heute meine Probleme aber ich bin voller Zuversicht diese Probleme früher oder später auch noch ausmerzen zu können. In der Lage einen akademischen Essay zu schreiben bin ich mittlerweile zum Glück schon.
Wie war die erste Saison fußballerisch? Wie ist überhaupt das Niveau in Amerika?
Während meines Weihnachtsurlaubs in Berlin war das wohl die häufigste Frage neben den Fragen nach dem „Sozialleben“, wich man es in einem solchen Text politisch korrekt formuliert. Die Frage nach dem Sozialleben hab ich im alt erprobten und wunderbaren Berliner Jargon meist mit „Dikka ich hab doch immer noch meine Freundin in Berlin“ beantwortet, woraufhin dann häufig die Antwort folgte „Ja, seh ich. Aber du lebst gerade den schlimmsten American Pie Film“.
Ich habe mich für eine Fernbeziehung entschieden und wisst ihr was? DAS IST MÖGLICH! Meine Freundin kommt mich im März besuchen und wir haben beschlossen den Kompromiss „erfolgreiche Zukunft“, wie ich ihn so gerne nenne, einzugehen. Doch zurück zum Sport.
Wie ist das fußballerische Niveau in Amerika?
Kurz: Es ist gut. Es ist sehr davon abhängig in welcher Liga man spielt aber grundsätzlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass es vor allem ein anderer Fußball als in Deutschland ist. Anders im Sinne von weniger taktisch und technisch aber auch nicht nur Hau-Ruck. Eine Mischung aus Beidem aber man sieht klar einen Unterscheid von der guten alten deutschen-Adidas-Copa-Mundial zur amerikanischen Usain-Bolt-Fußballschule. Ich habe damals in der A-Jugend Bundesliga gespielt und war doch sehr überrascht von der körperlichen Fitness vieler Spieler hier.
Persönlich verlief meine erste Saison eher mäßig, da ich ab der Hälfte mit einer ernsthaften Leistenverletzung gespielt habe, die heute noch nicht verheilt ist. Dennoch war ich unangefochtener Stammspieler und habe das Vertrauen meiner Trainer genossen, was ich in der schnelllebigen Fußballwelt im deutschen Leistungssports doch sehr vermisst habe. Wenn du dort verletzt bist, bist du raus. Dann hat der nächste seine Chance. Keine Hilfe – fußballerisch oder seelisch. Nur hohle Floskeln und leere Worte. Lediglich trocken und nur sehr selten menschlich war der Umgang mit meinen Trainern früher. Wo kein Vertrauen und Hilfe geboten wird, da fehlt es für mich an Menschlichkeit. Eigentlich kleine Menschen nutzen ihre ganze Autorität um zu herrschen. Das ist ihre Fußball Welt und sie haben hier das sagen! Sollen sie ruhig haben aber ich hatte genug davon.
Ich bin froh in Amerika mit dem totalen Gegenteil konfrontiert geworden zu sein und lernen durfte, dass Vertrauen und Menschlichkeit sehr wohl eine Rolle im Fußball spielen kann.
Der Gedankengang vieler Eltern, die diesen Text lesen wird jetzt folgender sein: Er ist in Amerika und spielt Fußball, mein Sohn will das gleiche machen. Oh Schreck, er hat sich verletzt. Was passiert wenn mein Sohn sich verletzt?
Das führt mich zur nächsten Frage für alle besorgten Eltern. Wie ist die medizinische Versorgung?
Meine medizinische Versorgung ist an meiner Universität sehr gut. Oft hat man die Möglichkeit über die Schule eine Insurance abzuschließen, was mir eine völlig kostenfreie und gute medizinische Behandlung verschafft hat. Meine Schule hat einen eigenen Arzt für alle Athlets, man hat aber auch jederzeit die Möglichkeit einen Arzt in einem umliegenden Krankenhaus zu besuchen. Ich wurde sogar nach Oralndo gefahren um einen Spezialisten bezüglich meiner Leiste zu sehen.
Kurz: man kümmert sich hier angemessen um Verletzungen.
Nochmal kurz ein paar Worte zum Akademischen
Ich absolviere hier einen Major in Business Administration, was gleichzusetzen ist mit einem Bachelor in BWL und mache zusätzlich noch einen Minor in Psychologie. Akademisch ist auch neben dem Fußball alles sehr gut auf die Reihe zu bekommen, solange man fleißig ist.
Amerika bietet nicht die Möglichkeit sich zurück zu lehnen und einen Sprachurlaub mit zusätzlichem Abschluss zu machen. Uni bleibt Uni. Es gibt Anwesenheitspflicht und an diese muss man sich auch halten. So sehe zumindest ich persönlich das Ganze.
Woraus setzt sich der Alltag zusammen?
Mein Alltag ist sehr von studieren geprägt. Morgens habe ich unter der Woche immer Training, dann meist Unterricht und nebenbei habe ich noch auf dem Campus einen kleinen Job am frontdesk des sports departments übernommen, wozu mir mein Co- Trainer verholfen hat. Das ist unter der Woche schon eine Menge zu tun, zumal man neben den Klassen auch noch so manche Hausarbeit machen muss.
Dennoch kann man es mit fleißiger Arbeit unter der Woche immer schaffen am Wochenende frei zu haben und das Leben hier und Amerika von all seine wunderbaren Seiten genießen.
Ich hoffe, dass ich vielen Unentschlossenen mit meinen ersten Eindrücken ein Bild verschaffen konnte.
Ich habe es nie bereut nach Amerika gegangen zu sein. Opfer gehören dazu. Ich genieße jeden Tag aufs Neue. Ich liebe den Strand, ich liebe es die Sprache zu lernen, komischerweise liebe ich es auch hier so sehr produktiv zu sein.
An dieser Stelle möchte ich vielen Menschen danken, die mir hierzu verholfen haben.
Meiner Familie, die mich in der unmittelbaren Zeit vor dem Abenteuer Amerika so wie eigentlich schon mein Leben lang, so unglaublich in allem was ich mache unterstützt haben.
Meinen Freunden, zu denen ich noch heute gute Freundschaften pflege.
Meiner Freundin, mit der ich es jetzt fast ein Jahr geschafft habe eine Fernbeziehung zu führen (und das mit 19 - unfassbar!).
Meiner, wie ich sie nenne, American Mom Lana, die mir zum Bestehen des Toefels und SAT’s verholfen hat.
Und natürlich dem Sport Scholarships Team!
Amerika ist toll und ich wünsche jedem guten Menschen diese Erfahrung zu machen.
Liebe Grüße aus Florida,
Tobias Gerber
PS: Es ist gerade Januar und ich schreibe diesen Text oberkörperfrei am Strand sitzend.
Hey Leute!
Der Bitte einen Erfahrungsbericht über mein erstes Studienjahr an der North Carolina State University zu schreiben, komme ich gerne nach! Es war ein sehr interessantes, aber auch anstrengendes Jahr für mich, wobei einiges gut lief und einiges auch eher unglücklich verlaufen ist.
Zu Beginn möchte ich der Agentur erst einmal recht herzlich für die große Hilfe danken! Ohne euch wäre ich nicht in die USA gekommen und hätte mein Studium nicht wie ein „richtiger Student“ weiterführen können! Vielen Dank!
Nachdem ich einige Jahre auf der Schwelle zum Profifussball in Deutschland verbracht habe, wollte ich dann doch lieber die Bildung in den Vordergrund stellen und einem Studium nachkommen. Dieses Anliegen wird in den USA sehr gut ermöglicht, da das Collegesport-System genau auf die Balance zwischen möglichst hochwertigem Sport und akademischer Bildung ausgelegt ist.
Als ich mich letztes Jahr für die NC State University entschieden habe, hatte ich einige Auswahlmöglichkeiten. Der Besuch meines derzeitigen Coaches bei mir zuhause hat dann letztendlich den Ausschlag gegeben. NC State ist eine große Universität mit 30.000 Studenten und es ist eine wundervolle Erfahrung über den zentralen Campus zu laufen und Menschen aus vielen Teilen der Welt zu sehen.
Sportlich gesehen lief die letzte Saison für mich eher unglücklich, da ich mir während der Saison das Kreuzband gerissen habe und mit großen Schmerzen die Saison beenden musste. Dennoch muss ich sagen, dass meine Conference die ACC die wahrscheinlich beste College Conference der gesamten USA (Sportarten wie Fußball, Basketball etc.) ist und ich gegen die besten Spieler des Landes spielen konnte. Gegner waren ua. der College Cup Gewinner UNC Chapel Hill, UC Santa Barbara, Boston College, Wake Forest, Duke oder SMU, welche zu den besten Teams des Landes gehören. Das Niveau in dieses Spielen war überraschend hoch und einige Spieler hatten meiner Meinung und meinen Erfahrungen nach definitiv die Klasse in der 3. oder 4. Liga in Deutschland zu spielen. Das Training ist sehr professionell, wie auch die Rahmenbedingungen. Wenn man die Zuschauerzahlen meiner Uni für Football (ca. 50.000- 60.000) oder Basketball (ca.20 000) nimmt, kann man sagen, dass der Sport an der NC State einen großen Stellenwert hat. Selbst bei unseren Fußballspielen haben wir zuhause teilweise 3000 Zuschauer gehabt und auswärts in Maryland sogar 7000. Diese Zahlen klingen enorm und beweisen dass gerade Collegesport in den USA eine riesen Möglichkeit ist und der Wechsel in die Staaten sportlich gesehen nicht unbedingt ein Abstieg sein muss. Ich persönlich kann das Fazit ziehen, dass ich mich sportlich sehr gut weiterentwickeln konnte und es auch zukünftig noch kann!
Neben dem Sport, welcher mein Stipendium sichert, gibt es natürlich auch noch den akademischen und privaten Bereich. Studieren in den USA ist meiner Meinung nach schwieriger als in Deutschland, da alles mit mehr Arbeitsaufwand verbunden ist. Das System erinnert mehr an deutsche Schule, da es häufig Anwesenheitspflicht gibt und Hausaufgaben gemacht werden müssen. Dies sind alles Dinge gewesen, die ich in Deutschland an der Uni nicht wirklich kennengelernt habe. Das gute an diesem System ist meiner Meinung nach jedoch, dass ich besser und mehr lerne und die qualitative Bildung höher ist. Weiterhin ist das Lernen der Englischen Sprache ein großes Plus, was in der späteren Berufswelt eine große Hilfe sein wird.
Wenn ich nicht trainieren oder lernen muss, bleibt noch die Freizeit, in der ich mit meinen Teamkameraden chille und viel Spaß habe. Man lernt so viele interessante Menschen kennen und neue Freundschaften werden gegründet. Nach meinem ersten Jahr kann ich bereits sagen, dass mein bester Freund in Amerika ein Engländer ist! EIN ENGLAENDER!;) Hätte mir das jemand vor 1,5 Jahren gesagt, hätte ich die Person wahrscheinlich ausgelacht! Der Zusammenhalt in einem Collegeteam ist riesig und viele Freundschaften entwickeln sich fast automatisch durch die viele Zeit die man zusammen verbringt.
Letztendlich kann ich die Erfahrung ein Studium in den USA zu beginnen nur wärmstens empfehlen. Ich habe nach einem Jahr bereits sehr viel neue Lebenserfahrung gesammelt und mein Horizont hat sich enorm erweitert. Ich habe viele neue Freunde gefunden, eine Sprache sehr gut erlernt und mich auch sportlich weiterentwickelt.
Als letzten Tipp zur Wahl der Uni würde ich noch sagen, dass jeder auf sein Bauchgefuehl hören sollte und der Trainer hierbei eine wichtige Rolle spielt. Gibt ein Trainer sich Mühe und scheint von einem wirklich überzeugt zu sein, ist es das beste Gefühl was es gibt für einen Sportler. Wenn dann noch das finanzielle Angebot stimmt, sollte man direkt zusagen.
Hallo liebes Sport-Scholarships-Team,
zunächst einmal möchte ich mich für alles was ihr für mich getan habt ganz herzlich bedanken, besonders Malte, Philipp und Sebastian. Ihr drei wart sowohl telefonisch als auch per Email immer für mich erreichbar und habt mir immer sinn- und wertvolle Tipps und Infos gegeben. Außerdem habt ihr mir den Prozess bis zu meiner letztendlichen Ankunft hier in den Staaten so einfach wie möglich gemacht. Vielen Dank dafür!
Als ich hier am 15. Juni am Flughafen ankam war für mich schon klar, dass das Leben hier in den Staaten ganz anders werden würde. Ich wurde herzlich von meinem Assistant-Coach empfangen und zur Uni gebracht. Während der Fahrt hatte ich zum ertsen Mal die Möglichlkeit etwas von Baltimore zu sehen und wir tauschten Impressionen sowohl aus den USA als auch aus Deutschland aus und redeten über die Erwartungen die Loyola an mich stellt. Schon während dieser Fahrt wurde mir klar, dass ich als student-athlete unter einer enormen Doppelbelastung stehen würde. Ich entschied mich für Loyola, weil der Coach sich wirklich um mich bemüht hatte und das finanzielle stimmte.
Die sportliche Seite verlief eigentlich ganz gut, aber endete sehr unglücklich. Wir kamen mal wieder als einer der großen Favoriten in die neue Saison der MAAC Conference und wurden dieser Rolle auch gerecht. mit einem Record von 8-1-0 qualifizierten wir uns für das MAAC Tournament. Unsere Non-Conference war leider weniger gut, was uns letztendliches wichtige Plätze im NCAA Ranking gekostet hat. Gegen Iona College gewannen wir im Halbfinale 1:0 und standen zwei Tage dem anderen Finalisten Niagara gegenüber. Für mich persönlich war dies schon mal ein kleiner Erfolg, allerdings mit einem Wermutstropfen, da ich mir im Halbfinale den hinteren Oberschenkelmuskel zerrte und das Halbfinale sowie das Finale verletzt spielen musste. Im Finale verloren wir dann in der zweiten Halbzeit der Verlängerung, was uns allen beinahe das Herz aus der Brust riss. Wir hofften zwar noch auf eine Teilnahme am College Cup aber waren 3 Ranking Plätze zu niedrig. Damit endete meine erste College Saison mit einem bitteren Ende. Jedoch war diese Saison eine tolle Erfahrung. Meine Team-Kollegen waren super und das Trainer- und Betreuer-Team hätte man sich leidenschaftlicher und engagierter kaum vorstellen können. Ich beendete meine Freshman-Saison mit 13 Toren und 3 Vorlagen und konnte auch persönliche Auszeichnungen erhalten:
4x Rookie of the Week
All-MAAC Rookie-Team
All-Conference First Team
Rookie of the Year
All North-Atlantic Region 2nd Team
Collegesoccernews All-Freshman 2nd Team
Topdrawersoccer.com All -MAAC Top 20 Players (6th)
Ich hatte ein wirklich super Team, was nächste Saison von der MAAC in die Patriot League zieht und aus vielen neuen Gesichtern bestehen wird. Ich bin einfach nur dankbar für die vergangene Saison und freue mich schon auf die kommende. Meinen Traum irgendwann in den Profifußball zu kommen habe ich noch nicht begraben. Ich hatte sicherlich Angebote von anderen Unis nach der Saison aber ich fühle mich hier bei Loyola wohl und solange ich meine Leistung abrufe und fokussiert bin, wird sich der Rest auch hoffentlich ergeben.
Die schulische Seite verlief ebenfalls ganz gut. Durch die Sommerschule, die ich absolvierte konnte ich mich schon ein bisschen auf den amerikanischen Unterrichtstil einstellen und nebenbei noch ein paar credits für das Semester verdienen. Zu Beginn war für mich natürlich alles noch sehr ungewohnt und etwas schwieriger als für alle anderen. Das Gute an der Sache war dass, meiner Zimmerkollegen sowie Lehrer und andere Studenten mir sehr geholfen haben und ich niemals das Gefühl hatte mit irgendetwas alleine dazustehen. Mit der Zeit gewöhnte ich mich immer mehr an alles und konnte wunderbare Freundschaften schließen. Ich bin vor kurzem mit all meinen Exams fertig geworden und hoffe auf einen GPA von mindestens 3.0, was auch meine Trainer von unserem gesamten Team erwartet.
Meine besten Freunde sind hier meine Zimmerkollegen, mit denen ich schon das ein oder andere erlebt habe :) Wir bestanden ursprünglich aus einem Isländer, Deutsch-Amerikaner, Engländer, zwei Amerikanern und mir, bevor der Isländer und Deutsch-Amerikaner gehen mussten. Das war zwar enttäuschend aber ich verstehe mich mit den alten und neue Kollegen super. Der Campus der Uni ist sehr schön gestaltet und sehr gepflegt. Ich lerne jeden Tag neue Leute kennen und es ist einfach immer wieder erstaunlich wie wenig Amerikaner über Deutschland wissen :D
Ich hatte hier wirklich sehr schöne und tolle 6 Monate und hoffe, dass noch einige dazu kommen werden. Ich genieße hier an einer Privat-Uni eine tolle Erziehung und spiele nebenbei noch Fußball auf einem akzeptablen Niveau. Für alle, deren Wunsch vom Profifußball in Deutschland langsam in die Ferne rückt, ist ein Fußballstipendium hier in den Staaten eine außergewöhnliche Chance und Alternative. Mit einem Abschluss hier, habt ihr schon etwas in der Hand was euch in eurem späteren Leben sicherlich sehr hilfreich sein kann.
Seid euch bei der Wahl eurer Uni wirklich sicher. Ein toller Name mit einem tollen Ranking kann manchmal blenden. Das wichtigste ist, dass ihr euch bei eurer Uni wohlfühlt und spielt! Der Coach spielt dabei eine Schlüsselrolle. Vertraut am besten eurem Instinkt.
Nochmals vielen Dank und schöne Grüße aus Baltimore/Maryland!!
Larry
Vielen Dank der Nachfrage, mir geht es bestens hier in McKenzie, Tennessee. Der Ort ist zwar relativ überschaubar, aber er hat alles was man braucht: Walmart, McDonalds, Subway, mehrere Restaurants und kleinere Einkaufsmöglichkeiten.
Das Gelände der Bethel University ist riesig. Es gibt ein riesiges Football Stadium für über 5000 Zuschauer (bei der Einweihung vor 2 Jahren war es das beste Stadion in der NAIA), eine Schwimmhalle, eine Baseballfeld, 2 soccer Trainingsplätze und ein Matchfield (der Rasen ist unglaublich gepflegt). Des Weiteren gibt es 7 dormitories für die on-campus Studenten und 5 Studiengebäude, die alle auf dem modernsten Stand der Technik sind (Laptops, Flatscreens, etc.) Außerdem gibt es ein student center, business office und eine Cafeteria, die 7 Tage geöffnet hat, wobei das Essen (fast food, etc) für Europäer gewöhnungsbedürftig ist.
Mein Zimmer teile ich mit einem netten Norweger aus meiner Mannschaft. Eine Mikrowelle, einen TV und einen Kühlschrank haben wir uns auch schon angeschafft. Ich bin gerade in meine zweite Studienwoche gestartet, komme aber inhaltlich gut mit und habe auch sprachlich kaum Probleme, man gewöhnt sich schnell an den Südstaatenakzent. Mein major ist Business Administration, wobei ich im ersten Semester nur eine business class habe und der Rest allgemeine Kurse sind (z.B. Reading Basics, Expository Writing, College Orientation, College Algebra).
Jetzt zum wichtigen Teil: Fußballerisch ist die Mannschaft auf einem sehr hohen Niveau und physisch topfit. Alle sind verdammt athletisch und sehr konditionsstark. Wenn ich die Mannschaft mit meinem alten Team vergleiche, was in der Oberliga spielt, würde ich sagen, dass der Unterscheid nicht allzu groß ist. Die Qualität nimmt mit den vielen internationalen Spielern deutlich zu. Die erste Trainingswoche hier war der Oberhammer. So intensive Trainigseinheiten bei den Temperaturen hatte ich noch nie. Wir haben täglich 2 Mal Training, morgens um 6 und nachmittags um 16 Uhr. Das Pensum ist schon unglaublich groß, aber ich bin mittlerweile relativ fit. Unser erstes Vorbereitungsspiel gegen eine Mannschaft aus der NCAA II haben wir 6:0 gewonnen. Ich habe 45 min im zentralen Mittelfeld gespielt und sogar ein Tor geschossen. Das erste Punktsspiel gegen die Southern Polytechnic State University haben wir 0:0 unentschieden gespielt (ich kam leider nicht zum Einsatz) und das zweite Spiel gegen die Lee University haben wir 2:1 gewonnen (ich habe 45 min gespielt). Als Freshman hat man es allerdings sehr schwer in die Startelf zu kommen. Wir spielen ein 4-3-3 System, wobei auf meiner Position ein U-20 Nationalspieler aus Kenia spielt, der echt richtig gut ist, Aber ich trainiere weiter hart und wenn der Coach das System umstellen sollte, bin ich bereit. Nächstes Wochenende geht es zu 2 Auswärtsspielen nach Florida.
Mehrer Spieler aus meinem Team spielen in der Sommerpause sogar in der 2. Amerikanischen Liga, was auch mein Ziel ist. Über Weihnachten habe ich auch schon eine Unterkunft gefunden. Mein Kumpel aus der Mannschaft wohnt in Knoxville und hat mir angeboten, die Ferien bei ihm zu verbringen. Im Frühjahr haben wir etliche Freundschaftsspiele gegen Mannschaften aus der NCAA I, die im vergangenen Jahr allesamt gewonnen wurden. Aber erst einmal wollen wir wieder National Champion werden, das ist das vorgegebene Ziel des Coaches, alles andere wäre für ihn eine Enttäuschung.
Ich werde dich bezüglich meines Studiums und dem Fußball auf dem laufenden halten.
Im Moment jedenfalls gefällt es mir super!
Melde mich im Laufe der nächsten Wochen noch einmal.
Bis dahin.Viele liebe Grüße!
Gerrit
Hey Sebastian!
entschuldige, dass ich erst jetzt antworte. Ich hoffe, es ist noch nicht zu spät und meine Antworten können noch von Nutzen sein. Danke übrigens für deine lieben Worte. Ist gut so etwas zu hören. Wir hatten ein Testspiel und in den letzten zehn Minuten ist es dann passiert. Das man das spring Semester nutzen soll, um schulisch aufzuholen weiß ich ja, aber ich finde es trotzdem sinnlos, denn so eine Saisoneinteilung mag ja ok sein für Basketball oder Eishockey aber für Fußball find ich es einfach falsch, zumal die Amerikaner eh die einzigen sind, die so eine kurze Saison haben. Nun ja, ich werde mal versuchen deine Fragen gut zu beantworten.
Warum bist du in die USA gegangen?
In die USA bin ich gegangen, weil ich mir das seit meinem Austausch 2006 einfach erträumt hatte hier zu studieren. Wenn man dann noch ein bisschen genauer erklärt bekommt, wie das hier mit dem Sport in Zusammenhang mit den Stipendien ist, dann kann man das nur geil finden. Die Begeisterung auch für Collegesport habe ich ja damals schon mitbekommen. Als ich mir dann vorgestellt habe, dass ich für meine absolute Lieblingsbeschäftigung praktisch auch noch bezahlt werde und nebenbei trptzdem studieren kann und ebenfalls das was ich möchte, da war klar, dass ich einfach hierher möchte.
Worin siehst du die größten Unterschiede zu Deutschland?
Die Unterschiede liegen, denke ich, hauptsächlich in der Kultur. Allerdings kann man das gar nicht für ganz Amerika spezifizieren, denn jede Gegend ist etwas anders. So lange man offen ist für neue Dinge, nicht alles extren eng sieht, sondern sich einfach seine eigene Meinung bildet, kann man hier super auskommen und wird sich hier auch gut zurecht finden. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten ist ja auch der Kontakt zu Freunden und Familie kein Problem, sodass man sich in einer schwierigen Phase auch immer mit Leuten austauschen kann, denen man 100%ig vertraut.
Was gefällt dir in den USA am besten?
Mir gefällt besonders gut, dass ich hier praktisch alles gestellt kriege als Student. Alles ist in meiner Nähe und es ist durch das Team und den Unterricht auch überhaupt kein Problem Kontakte aufzubauen. Man kriegt mit, dass die amerikanischen Filme nicht nur Täuschungen sind, sondern dass das Collegeleben durchaus so vorstellbar ist.
Worauf musstest du dich erst einstellen?
Beim Fußball ist es natürlich erst einmal gewöhnungsbedürftig, da der Großteil taktisch teilweise nicht sehr gut ausgebildet ist. Trotzdem ist das Niveau wesentlich besser als ich gedacht hatte und in der Division 1 durchaus schon mit der Oberliga zu vergleichen, denke ich zumindest. Die Jungs hier können auf jeden Fall Fußball spielen und man spürt regelrecht, wie Fußball hier wächst. Ansonsten muss man sich vielleicht noch ein bisschen an das Leben auf dem Campus usw. gewöhnen, was in Deutschland aber ebenfalls der Fall gewesen wäre und deshalb keinen großen Unterschied darstellt. Ich denke, dass für viele ausländische Studenten das größte Problem ist, dass sie sich an die Entfernung von der Familie gewöhnen müssen, aber auch das wäre in Deutschland irgendwann der Fall gewesen.
Was hast du neu gelernt oder wie hast du dich weiterentwickelt?
Man lernt jeden Tag dazu, ob es nun die Sprache ist, wie man mit Konflikten umzugehen hat, wie man gewissen Humor aufzufassen hat, wie man wichtige Angelegenheiten auch auf Englisch selber regelt und auch fußballerisch kann man noch einiges dazulernen und sich jeden Tag verbessern.
Wie gehts bei dir weiter?
Meine weitern Pläne sind, das Studium hier nach Möglichkeit gut weiterzuführen und hoffentlich auch zu beenden und natürlich auch mich fußballerisch und persönlich weiterzuentwickeln, um auch eine Basis für eine weitere erfolgreiche fußballerische, sowie berufsmäßige Zukunft zu schaffen.
Kannst du deutschen Abiturienten den College Sport empfehlen? Wenn ja, warum?
Ich kann es auf jeden Fall empfehlen. Die Gründe konnte man alles schon lesen. Es ist einfach eine Erfahrung, die sich lohnt, von der man nicht dümmer wird und die die Meisten mit Sicherheit nicht würden missen wollen, bzw. sie würden sich später ärgern eine großartige Gelegenheit ausgelassen zu haben.
Nun gut, ich hoffe, dass das ausreichend ist. Wie geht es dir und was gibt es Neues? Wenn du noch Fragen hast, dann sag einfach Bescheid. Greetz Luc
Womens Swimming and Diving
Vorweg muss ich sagen, dass mein Traum wahr geworden ist. Studieren und schwimmen in den USA ist genau, wie ich es mir vorgestellt habe und ich bin froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe.
Waehrend der ersten Tage war ich ziemlich ueberfordert mit all den neuen Eindruecken und natuerlich auch der Sprache. Ich wurde aber sehr herzlich von meinen Teamkameraden aufgenommen und wirklich jeder ist super hilfsbereit und offen. Ausserdem hat die Uni allen Freshmans, hier am Catawba College, waherend der ersten Tage alphas zur Seite gestellt. Das war wirklich sehr gut, denn am Anfang ist man grade auf dem Campus noch super orientierungslos.
Nach circa 2 Wochen habe ich mich aber schon wie zu haus gefuehlt. Wenn man sich erstmal seinen Dormroom wohnlich gemacht hat und erste Kontakte geknuepft hat, ist auch das Heimweh wie weggeblasen. Teil des Schwimmteams zu sein ist hier in den USA ein Vollzeitjob, waehrend der Saison beginnt der Tag mit Fruehtraining vor dem Freuhstueck, dann Unterricht und anschliessend gleich wieder Training. Nach dem Abendessen setzt der Coach meistens eine Studyhall an, inder man dann seine Hausaufgaben erledigen muss. An den Wochenenden geht es zu Wettkaempfen an verschiedenen Universitaeten. Obwohl jeder super beschaeftigt ist kommt der teamspirit nicht zu kurz. Das “WE” spielt eine ganz grosse Rolle. Es beginnt bei Teambuilding trips zu Beginn der Saison ueber gemeinsame Fruehstuecke und Abendessen bis zum “cheering” auf den Wettkaempfen. Ich fuehle mich sehr wohl in meinem team und man kann sich aufeinander verlassen, was ich persoenlich sehr wichtig finde. Ich habe mich bereits auf allen meinen Strecken um einige Sekunden steigern koennen und bin auch sehr zufrieden mit meinem Coach. Man merkt auf jeden Fall den Unterschied zwischen einem Trainer in Deutschland, der meistens auch noch einen “richtigen”Job hat, oder einem hauptberuflichem Coach hier in den USA. Ein weiterer Vorteil ist dass die Wege hier kurz sind. Ich kann sowohl Mensa, Pool und Unterrichtsraeume innerhalb von 5 MInuten erreichen. In meinem team sind ausser mir noch eine Suedafrikanerin, 4 Schweden, ein Franzose und 2 Israelen. Man lernt jeden Tag ein Stuecken der anderen Kulturen kennen und man hat auch immer jemanden zum sprechen, falls das Heimweh mal etwas staerker ist. Das absolute Highlight bisher war unser Trip nach Florida. Kurz vor den Weihnachtsferien sind wir zu einem Wettkampf nach Florida gefahren.
Zu Beginn hatte ich etwas Bedenken, dass ich in der Uni nicht mit dem Stoff mitkomme. Allerdings haben sich diese Aengtse als voellig unnoetig herrausgestellt. Die Lehrer sind absolut hilfsbereit : auch nach Unterrichtsschluss bieten sie teilweise “Skype Lernsessions” an. Pruefungen und Test sind fuer deutsche Verhaeltnisse eher einfacher und meistens multiple choice.
Nicht zu vergessen sind natuerlich auch die Studentenpartys die zum Studieren hier in den USA auf jeden Fall dazu gehoeren.
Ich bin sehr gluecklich dass ich diesen Schritt mit Sportscholarhips.com gewagt habe und fuehle mich sehr gut betreut, auch jetzt waehrend meines Aufenthaltes hier in den Staaten.
Liebe Gruesse
Janin K.
Womens Tennis
Warum ich zum Studium und Tennis in die USA gegangen bin:
Ueber Amerika und die Moeglichkeiten, als Leistungssportler dort sein Studium zu finanzieren, habe ich das erste Mal direkt in der Tennisszene gehoert. Auf Turnieren bin ich mit Leuten ins Gespraech gekommen, und nachdem ich mich auf der sportscholarships-Seite ein bisschen kundig gemacht habe, war ich eigentlich schon fasziniert von Anfang an. Nichtsdestotrotz war es ein grosser Schritt, letztendlich alles in die Wege zu leiten, und den Schritt ueber den grossen Teich dann auch zu wagen, eine Entscheidung, die ich mein ganzes Leben nicht bereuen werde, weil ich hier absolut die besten Jahre meiner Jugend verbringe, und Erfahrungen mache, die ich in Deutschland nie so haette machen koennen. Neben dem Studium auf englisch, was am Anfang etwas furchteinfloessend war, sich aber schlussendlich als ueberaus machbar herausgestellt hat, bieten sich mir hier in sportlicher Hinsicht Moeglichkeiten, die das deutsche Studentenleben bei weitem uebertrumpfen. Das Leben in einer engverwobenen Gemeinschaft, wie es auf einem relativ kleinen US-Campus ueblich ist, die Teamdynamik, und die Trainingsmoeglichkeiten hier, haben mich vollkommen davon ueberzeugt, dass ich am richtigen Fleck gelandet bin.
Unterschiede zu Deutschland:
Im Vergleich zu Deutschland, wo der meiste Sportbetrieb in den Vereinen ablaeuft, gibt es hier in Amerika nichts schoeneres als den Collegesport. Amerikaner im allgemeinen sind ueberaus sportfanatisch, was sich nicht nur auf die typischen amerikanischen Sportarten wie Baseball, Basketball, oder Football beschraenkt. Man wird nirgendwo auf der Welt so eine ausgepraegte Sportkultur wie hier in den Staaten finden. Auch von der Mentalitaet her sind die Amerikaner schon ein Voelkchen fuer sich, auf den ersten Blick aber ueberaus entgegenkommend und freundlich, sehr viel entspannter als so mancher Deutsche. Darum war es fuer mich eigentlich am Anfang auch sehr einfach, neue Kontakte zu knuepfen und mit anderen ins Gespraech zu kommen.
Zu Beginn ist man ein bisschen ueberrascht, aber positiv angetan, dass jeder von einem wissen will, wie es einem geht, aber mit der Zeit kommt die automatisierte Antwort, es geht einem gut, ganz leicht von den Lippen.
Was mir in den USA besonders gut gefaellt:
Das soziale Leben auf dem Campus, die Atmosphaere im Team, und die unzaehligen Moeglichkeiten, neue Erfahrungen zu machen und mit anderen Kulturen und Laendern in Kontakt zu kommen, sind die absoluten Highlights meines Lebens hier. Ganz anders als in Deutschland, war es hier sehr viel einfacher, feste Freundschaften zu knuepfen, die hoffentlich ein Leben lang halten. Dadurch dass man jeden Tag miteinander verbringt, zusammen isst, trainiert, in Unterricht geht, Spass hat, lacht, und lebt, lernt man Leute sehr viel besser kennen, als ich es je zuvor erlebt habe. Und jeder hat so viele verschiedene Sachen erlebt, da wir alle aus den verschiedensten Ecken der Welt stammen. Beispielsweise sind allein bei uns im Damentennisteam 7 verschiedene Nationen vertreten, bei den Maennern sogar noch sehr viel mehr.
Vom Studium her, finde ich es auch super, dass die Klassen sehr klein sind, meistens so 20 bis hoechsten 35 Leute, anstatt 300 in manchen Vorlesungen an deutschen Unis. Wenn man den Kontakt sucht, sind die Professoren auch offen, und sehr hilfsbereit. Dadurch dass die Klassen so klein sind, ist der persoenliche Kontakt bald da, und die Lernatmosphaere sehr viel angenehmer.
Woran musste ich mich erst gewoehnen:
Der Kulturschock war natuerlich am Anfang schon gross. Da ich zum ersten Mal meinen Fuss in die Staaten gesetzt habe, war es fuer mich wie der Sprung ins kalte Wasser. Die erste Nacht in den Dorms war grauenhaft, da die Einrichtung nicht gerade berauschend war, und alles eher an ein Gefaengnis erinnert hat, als ein Platz, an dem ich mich wohlfuehlen sollte. Nachdem alles ein bisschen dekoriert war, sah die Welt aber gleich viel anders aus.
Die ersten Wochen fuehlte ich mich auch erstmal heillos ueberfordert mit der neuen Sprache, Umgebung, Leute, usw, aber das hat sich schnell gegeben. Im Grunde hat man ja den Wortschatz und die Kenntnisse, man ist es nur nicht gewoehnt, zu sprechen. Und da jeder sehr schnell und oft auch mit Slang unterlegt geredet hat, habe ich vorerst eher zugehoert, als mich an Unterhaltungen aktiv zu beteiligen. Mit der Zeit gewoehnt man sich aber an alles, und faengt auch ganz von alleine an, einfach draufloszureden.
Mittlerweile ziehe ich es hier sogar vor, Englisch zu reden, auch wenn deutsche Mitstudenten um mich herum sind, oder ich sogar allein mit meinen deutschen Freunden bin, da es meiner Meinung sehr viel einfacher und cooler ist, sich auf Englisch auszudruecken.
Was habe ich neu gelernt/wo habe ich mich weiterentwickelt:
Sprachlich habe ich definitiv Meilenschritte gemacht. Ich habe kein Problem mehr, andere zu verstehen, selbst mit den merkwuerdigsten Akzenten, Unterhaltungen auf englisch zu fuehren, und kann eigentlich ganz ich selber sein. Auch hinsichtlich Selbststaendigkeit und sein eigenes Leben zu organisieren, habe ich mich sehr entwickelt, allein durch die Erfahrung, ohne Eltern in einem fremden Land zurechtzukommen. Ich habe mein Leben selber in der Hand und darauf bin ich sehr stolz. Meine Persoenlichkeit hat sich meiner Meinung auch positiv entwickelt, in dem Sinne, dass ich ein sehr viel kontaktfreudiger, offener und lebenslustiger Mensch bin, als ich es vielleicht zuvor war.
Meine Plaene fuer die Zukunft:
Also erstmal moechte ich mein Bachelor-Studium hier in den Staaten vollenden, vielleicht sogar noch ein Master-Studium anhaengen, und dann hoffentlich einen Job, entweder in den USA, oder daheim in Deutschland bekommen, in dem ich gluecklich werde. Meine kurzfristigen Ziele hinsichtlich Tennis sind die NEC-championships zu gewinnen, einem Traum, dem wir in den letzten Wochen sehr nahegekommen sind. In ca. 4 Wochen stellt sich heraus, ob sich die Arbeit und der Schweiss der letzten Wochen und Monaten gelohnt hat, und wir unsere Universitaet in Ehren vertreten konnten.
Falls wir den Titel wirklich gewinnen wuerden, waere hier die Hoelle los.
Ob ich deutschen Abiturienten den Collegesport empfehlen kann?
Hell yeah! Ich kann jedem ambitionierten Sportler mit Abitur nur waermstens ans Herz legen, den Sprung in die USA zu wagen. Fuer mich hat es sich auf alle Faelle ausgezahlt. Es kommt natuerlich immer auf die Uni drauf an, aber falls man Glueck hat, so wie ich, verbringt man die beste Zeit seines Lebens hier.
Ich koennte noch so viel mehr sagen, aber ich denke es reicht :)
Viele Gruesse aus New Jersey
Julia
Mens Tennis
Hi Philipp,
Mir gehts super, ich geb euch natürlich gerne Feedback, ich geh einfach mal auf die punkte ein.
Campus/Einrichtungen: Der Campus ist sehr sehr schön, es ist sehr klein gehalten, zu fuß ist alles innerhalb von 10 minuten erreichbar. Die Schlafräume sind nichts besonderes, aber vollkommen in Ordnung. Die Tennis facilities sind in top zustand, 6 Tennisplätze, dazu gute Bedingungen für Kondi und Fitness. Einzigstes Manko ist das Essen, aber ich denke dass liegt eher an den usa im allgemeinen.
Mannschaftskameraden/Trainer/Qualität: Perfekt. Wir sind ein junges Team mit 4 freshmans in den top 6, Ich spiele meistens an 2-3 und habe sehr gute Trainingspartner. Verglichen mit den letzten Jahren haben wir ein unglaublich starkes Team. von der Spielstärke passe ich perfekt in die Mannschaft rein, das Training ist im Vergleich zu Deutschland sehr viel mehr auf Doppel fixiert, was ungewohnt aber nicht schlecht ist. Allgemein liegt der Focus einfach woanders, wodurch ich meinem Spiel neue Elemente hinzufügen kann. Mit meinen Mannschaftskameraden verstehe ich mich super, Teamgeist ist top. Mit Coach Hynes komme ich auch sehr gut klar, besonders gefällt mir dass er richtig motiviert ist und mit dem Team virel erreichen will. Dazu gibt es noch einen jüngeren Assistant Coach.
Leistungsniveau: Ich könnte mir vom Leistungsniveau her kein besseres Team vorstellen. Ich gehöre zu den top 3, von denen jeder jeden schlagen kann. Insgesamt sind wir 10 Leute, von denen alle richtig ordentlich tennis spielen können, ich muss mich also gegen jeden richtig anstrengen um zu gewinnen. Dazu ist das Team unglaublich jung, unser ältester spieler ist ein junior, sonst nur freshmans und sophomores, wir werden quasi von woche zu woche stärker und es macht unglabulich spaß teil dieser mannschaft zu sein.
Niveau in der Konferenz: Wir spielen in der Big South Konferenz, ich glaube es sind 8 Mannschaften, von denen wir im moment 4 schlagen können, der restliche sind zumindest in diesem Jahr noch zu stark. Also vom Niveau im Vergleich zu meiner Uni sehr gut.
Uni Kurse: Man studiert halt alles kruez und quer, muss 20 generelle pflcithkurse einbringen und muss sich nach 2 jahren für ein major entscheiden. Perfekt für mich, weil ich noch nicht genau weiß was ich möchte. Das Niveau ist allgemein um einiges niedriger als in Deutschland, alles andere außer einem A ist eigentlich in jedem fach eine enttäuschung. Trotzdem wird hier immer wieder das hohe akademische niveau angesprochen, ich denke also dass es im vergleich zu anderen unis um einiges höher ist. Sehr angenehm sind die kleinen Klassen, in jeder Klasse sind ca. 10-20 studenten. Nichtsdestotrotz nimmt die Uni sehr viel Zeit in Anspruch, der Lernaufwand ist zeitintesiv, dafür aber nicht so anspruchsvoll wie in Deutschland. Dazu bestehen die meisten tests zu mindestens 75% aus multiple choice questions. Ich habe mich super eingewöhnt und bin jetzt schon entschlossen, dass ich mein Studium hier auch abschließen werde. Die community ist sehr nett, jeder kennt jeden, ich glaube ich habe genau das gefunden, was ich gesucht habe.
Zu eurem Service: Ich bin zufrieden und außerdem davon überzeugt, dass ich es alleine nicht geschafft hätte. Ich denke das wichtigste ist einfach, dass ihr mir den Kontakt zu den Coaches ermöglicht habt. Abgesehen davon habe ich eigentlich immer eine schnelle Antwort per mail oder telefonisch bekommen, wenn ich Hilfe gebraucht habe. Außerdem war die Hilfe mit der NCAA enorm wichtig, ich habe hier schon abstruse geschichten gehört und bin wirklich froh, dass ich gecleart wurde, was eigentlich aufgrund meiner Turniere etc. fast unmöglich war.
Außerdem hat mir der Coach gesagt, dass ihm an meinem Video die Länge und die Trainingseinheiten gefallen haben.
Ein Vorschlag von mir wäre von jedem College falls möglich ein Uniprofil zu schicken, um Spielern wie mir einen besseren Eindruck vermitteln zu können. Ich bin absolut zufrieden hier, aber ich glaube, dass ich es sehr glücklich getroffen habe. Letztendlich ist bestimmt immer etwas Glück dabei.
Grüße aus Clinton,
Rafael
Womens Track and Field
Mein Name ist Bonnie S., ich bin 23 Jahre alt, komme aus Thüringen und „graduate“ im Mai 2013 von der Fairleigh Dickinson University in Teaneck, New Jersey.
Den Weg hierher ermöglichte mir die Agentur sport-scholarships, auf die ich im Sommer 2008 bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften der Leichtathletik aufmerksam wurde.
Nach meinem bestandenen Abitur, wusste ich zunächst nicht so recht wohin mit mir. Soll ich studieren? Wenn ja, was und wie geht es mit meinem Sport weiter? Ich war zu diesem Zeitpunkt recht zufrieden mit meiner sportlichen Laufbahn und wollte mich noch nicht so recht mit dem Gedanken eventuell „die Spikes an den Nagel zu hängen“ anfreunden.
Als ich mich bei sport-scholarships bewarb, war ich durchaus interessiert an einem Studium in den USA- einfach etwas anders machen als alle anderen. Die Vorstellung ein „normales“ Studium in Deutschland aufzunehmen langweilte mich. Ich machte mir jedoch auch keine größere Hoffnung auf gute Stipendien Angebote. Als dann nach einigen Wochen die vielen E-Mails von verschiedensten Amerikanischen Unis kamen, war ich positiv überrascht. Nach vielem hin und her entschied ich mich für FDU – ein wichtiges Entscheidungskriterium: New York City.
Ich ging sehr unvorbehalten, locker und vielleicht auch etwas blauäugig an die Sache heran, wusste nicht einmal so wirklich was ich eigentlich studieren möchte und entschied mich kurzerhand für Business Marketing. Mittlerweile studiere ich Kommunikation und Internationale Beziehungen. Die ersten zwei Semester sind im Amerikanischen Studium sehr allgemein gehalten. Dies gab mir die Möglichkeit meine Interessen zu finden und mich selbst besser kennenzulernen. Der Wechsel zum neuen „major“ nach dem dritten Semester war kein Problem und ich hätte damals keine bessere Entscheidung treffen können.
Meine vielleicht größte Sorge vor der ersten Abreise aus Deutschland war das Thema Heimweh. Natürlich, ich war 19 Jahre alt, da sollte man alleine zurecht kommen. Ich war immer ein sehr selbständiger Mensch aber ein Studium auf dem anderen Seite des Atlantiks, in einer völlig anderen Sprache, ist eben doch etwas anderes. Von dem Moment der Ankunft bis zum Tag meines Abschlusses kann ich nun ehrlich behaupten kein einziges mal „homesick“ gewesen zu sein. Natürlich, ab und an vermisst man Familie und Freunde aber es kam nie zu dem Punkt an dem ich meinen Entschluss in den USA zu studieren bereut hätte. Von der ersten Sekunde an der Uni habe ich mich willkommen gefühlt und schon am ersten Tag Freundschaften geschlossen, die hoffentlich ein Leben lang halten werden.
FDU ist spezialisiert auf internationale Studenten; Junge Leute, alle weit weg von der Heimat und viele mit „gebrochenen“ Englischkenntnissen - da findet man schneller Anschluss als man denkt. Natürlich haben wir auch viele Amerikanische Studenten, mein persönlicher Freundeskreis besteht jedoch größtenteils aus internationalen. Jeden Tag trifft man auf Menschen aus anderen Kulturkreisen, was das Leben hier sehr spannend macht, man lernt nie aus.
Ein weiteres „verzwicktes“ Thema am Anfang: Nur noch Englisch. Englisch im privaten Leben, Englisch in der Vorlesung. Ich kam mit einem durchschnittlichen Schulenglisch an die Uni, nicht super gut aber auch nicht schlecht. Ich muss sagen, dass ich während der gesamten Zeit hier nie größere Probleme mit der Sprache hatte, auch nicht während des Unterrichts. Natürlich ist man anfangs oft etwas langsamer, aber die Klassen sind klein und der Unterricht sehr persönlich. Die Professoren sind im allgemeinen sehr hilfsbereit und nehmen sich Zeit, sowie auch die meisten anderen Kommilitonen. Aus meinen Erfahrungen heraus würde ich sagen, dass auch ein „schlechtes“ Englisch kein Grund dafür ist, es nicht mit einem USA Studium zu versuchen, man lernt die Sprache schneller als man denkt.
Nun zum Sport. Hierbei ist meine Meinung etwas gespalten. Ich kam hochmotiviert an der Uni an, musste jedoch schnell feststellen dass mir die Trainingsmethodik der Trainerin nicht besonders lag und habe daher während der vier Jahre keine besonderen sportlichen Erfolge erzielt. Das Training hier ist hart, das sollte sich jeder der über ein Leihathletik Stipendium nachdenkt bewusst sein. Stipendium heißt Training mindestens fünf mal die Woche, Krafttraining nicht eingerechnet und mehrmals wöchentlich „morning practice“ um 7 Uhr; an den Wochenenden meist Wettkämpfe. Sportlich gesehen waren die vier Jahre für mich sehr hart, jedoch hat es mir mein Studium hier ermöglicht und dafür hat sich die „Quälerei“ am Ende doch gelohnt.
Mein Tipp: Wenn man ein Studium in den USA aufnimmt mit dem Ziel sportlich weiterhin sehr erfolgreich zu sein, sollte man sich genauestens über die sportliche Laufbahn des Teams und Erfolge der Trainer informieren. Nachforschung ist hier alles. So freundlich wie die Trainer auch klingen mag in E-Mails und am Telefon, es steckt einiges mehr dahinter einen vierjährigen Trainingsvertrag zu unterschreiben, als denjenigen nur „nett“ zu finden; darüber sollte man sich bewusst sein und keine vorschnellen Entscheidungen fällen – nehmt euch Zeit.
Und dann ist da noch New York. Die Stadt die niemals schläft. The place to be. Wenn ich etwas nach diesen vier Jahren vermissen werde, neben meinen Freunden natürlich, dann ist es wohl die Tatsache mich nicht einfach mal schnell in den Bus setzen zu können und in wenigen Minuten mitten in der City zu sein. Ob am Tag oder bei Nacht, New York hat sein ganz eigenes Flair und fasziniert mich immer wieder aufs neue.
Ich möchte mich hiermit beim gesamten sport-scholarships Team bedanken, mir diesen wichtigen und spannenden Lebensweg ermöglicht zu habe. Ich würde mich immer wieder für diesen Schritt entscheiden und möchte keinen einzigen Moment der letzten vier Jahre missen.
An alle die über ein USA Studium über sport-scholarships nachdenken: Nicht zögern, einfach machen! Nutzt die Möglichkeit euch ein ganz neues, eigenes Leben zu kreieren, euch als Person zu entwickeln und besser kennenzulernen. Die Erfahrungen die ihr hier machen werdet sind einzigartig und kann euch keiner mehr nehmen.
Ich bin seit nun 7 Wochen an meiner neuen Universitaet in den USA, am Manhattan College in New York City. Fuer mich war nicht alles komplett neu, da ich schon ein Jahr in den USA als Au Pair Maedchen verbracht hatte und das College auch schon fuer 2 Tage besucht hatte. Dennoch ist man natuerlich gespannt und aufgeregt vor dem, was auf einen zukommt. Ich kam am 30. Dezember 2011 am John F. Kennedy Flughafen in NYC an. Schon bei der Ankunft wurde ich sehr freundlich empfangen. Ein Athlet aus dem Leichtathletikteam und mein zukuenftiges Roommate holten mich ab. Mein Roommate kam 2 Stunden vor mir aus der Schweiz an. Vom Flughafen ging es dann mit dem Auto quer durch NYC direkt in die Leichtathletikhalle um die Trainer zu begruessen. Meinen Huerdentrainer kannte ich schon vorher, er war einer der Hauptgruende, weshalb ich mich fuer dieses College entschieden habe. Man merkt, dass er einen enormen Umfang an Kenntnissen und viele Erfahrungen ueber das Huerdenlaufen hat. Man kann auch sagen, dass er sehr streng ist. Als Athlet sollte man sich wirklich engagieren und sein Leben nach dem Leistungssport richten. In unseren ersten Gespraechen hat er mir klar gemacht, dass ich auf eine gesunde Ernaehrung, genuegend Schlaf und den Verzicht auf Alkohol waehrend der Wettkampfsaison etc. achten muss.
Von der Halle ging es dann zu unserem Quartier, in dem wir aber nur eine Woche bleiben sollten bis wir unsere richtigen Wohnungen einziehen konnten. Das Studium begann erst 2 Wochen nach meiner Ankunft. Ich konnte mich also in aller Ruhe auf das Training konzentrieren, formelle Dinge erledigen (allgemeiner Arztbesuch, Kurseinschreibungen, Registrierung fuer die Wohnung, Gespraeche mit NCAA Vertretern) und New York City erkunden. Mein Trainer stand mir dabei immer zur Seite und hat mir geholfen wo er konnte. Meine ersten Tage und Wochen verliefen also noch recht ruhig. Am 23. Januar ging dann neben Training das Studium und die Wettkampfsaison los. Das war, vor allem am Anfang, erst einmal eine Herausforderung, aber nach ein paar Tagen hatte ich mich schon in meinen regelmaessigen Ablauf eingelebt. Ich belege neben einigen Grundkursen, in die sich jeder Student egal welchen Hauptfaches einschreiben muss (Mathe, Englisch, Religion, ...), auch einige spezifische Kurse fuer meine Studienrichtung „International Studies“ (= internationale Politik). In vielen Faechern muss ich 5-seitige Essays schreiben, was mir zu Beginn nicht leicht viel aufgrund des begrenzten Wortschatzes. Aber ich merke, dass es mir nach nur 5 Wochen des Studieren viel leichter faellt. Als internationaler Student muss man aber defintiv erwarten mehr machen zu muessen als die Amerikaner. Da kommt es schon mal vor, dass man bis 3.00 Uhr am Morgen in der Bibliothek sitzt. Aber alles wir schon nach ein paar Wochen leichter, hinzu kommt, dass die Professoren sehr rueksichtsvoll sind und internationale Studenten immer unterstuetzen. Meine Universitaet und das Campusgelaende gefallen mir sehr gut, alles ist sehr nah bei einander und es sind verschiedenste Einrichtungen vorhanden, die man fuer Studium und Leben braucht (Bibliothek, 3 Mensas, Starbucks, Kirche, Sporthallen). Auch die Umgebung des College gefaellt mir gut. Wir liegen nicht direkt im Stadtteil Manhattan, man benoetigt mit der Bahn ca. 30 Minuten bis zum Times Square, was aber angenehm ist, denn staendig die Hektik des New Yorker Lebens um sich zu haben kann auf Dauer ganz schoen anstrengend werden. Wir haben einen grossen Park in der Naehe der zum Relaxen einlaedt, ebenso befinden sich Bars, Shops und Clubs neben dem Campusgelaende. Also langweilig ist es mir an den Wochenenden noch nicht geworden und das wird es mir bestimmt auch nicht in Zukunft in NYC.
Vor 2 Wochen haben mich meine Eltern fuer ein paar Tage besucht, wir hatten eine schoene Zeit und es war toll ihnen mein neues Leben zeigen zu koennen. Mir faellt es sehr leicht, dass ich meine Eltern nicht staendig sehe weil ich schon mit 13 Jahren in Deutschland ein Internat besucht habe und ein Jahr in Amerika gelebt habe. Aber selbst wenn man die Erfahrung nicht gemacht hat, sollte sich das Heimweh in Grenzen halten, da man ja alle 4 Monate wieder nach hause fliegen kann.
Ich denke das Besondere am amerikanischen Studentenleben ist, dass es sehr aehnlich zum deutschen Schulleben ist. Die Unterrichtsklassen sind sehr klein (10-20 Studenten), es gibt regelmaessig Hausaufgaben, man hat einen Stundenplan und verpflegt wird man durch eine Mensa. Was sich zu dem deutschen Studentenleben unterscheidet ist, dass man hier intensiver am Unterricht teilnimmt (Mitarbeit etc.) und das ganze Jahr ueber Noten bekommt und nicht Pruefungen nur am Ende des Semester hat. Ich denke das ist positiv, weil Studenten nicht dazu verleitet werden, dass ganze Semster ueber nichts zu machen und dann am Ende alles auf einmal lernen zu muessen.
Die Wettkampfsaison verlief bis jetzt ziemlich gut. Bei den ersten Wettkaempfen waren meine Zeiten ueber 60m Huerden zwar noch nicht so gut, aber in den darauf Folgenden waren schon
enorme Verbesserungen zu sehen. Ich bin gespannt auf die Outdoor- Saison, die im April beginnt. Generell freue ich mich sehr auf die Zukunft, was mich erwartet und verfolge das Ziel meinen Bachelor Abschluss an dieser Universitaet zu machen. Ich wuerde mich immer wieder fuer diesen Schritt, in den USA zu studieren und trainieren, entscheiden.
Studium und Sport perfekt kombinieren – das ist in Deutschland kaum möglich, vor allem nicht in der Leichtathletik. Oft scheitern die Leichtathleten an fehlender finanzieller Unterstützung und an mangelnder Zeit, um den Leistungsport neben dem Studium auf hohem Niveau weiter zu führen. Eine perfekte Alternative dazu bietet daher ein Studium in den USA. Vormittags Uni, nachmittags volle Konzentration auf das Training.
Vor drei Jahren habe ich mich dazu entschieden, den weiten Weg in die USA zu fliegen, um weiter Leichtathletik betreiben zu können, aber gleichzeitig auch meine Akademische Laufbahn voran zu treiben. Mein Weg führte mich zu der University of Memphis in Memphis, Tennessee. Vor dem Abflug war ich total aufgeregt und es plagte mich die Ungewissheit, was mich in den Staaten erwarten würde. Wie ist die Uni? Wird es schwer mit zukommen wegen der Sprache? Wie sind die Trainingsmöglichkeiten, und vor allem, inwiefern unterscheidet sich das Training von dem was ich gewohnt bin?
In Memphis angekommen, wurde ich mich offenen Armen von meinem Coach und meinen Teammates empfangen, die wie eine Familie für mich sein sollten in den darauf folgenden Jahren. Als der Tag des ersten Trainings kam, war ich ganz schön nervös. Zuvor hatte ich mich mit meinen Teammates unterhalten, um mir vielleicht eine kleine Vorstellung davon machen zu können, was mich erwarten würde. Allerdings hatte das meinen Nerven nicht geholfen, sondern eher meine Nervosität gesteigert, denn so wie ich das verstanden hatte, legen die Amerikaner den Fokus im Training mehr auf Quantität als Qualität. Genau das wurde mir in den ersten Trainingseinheiten dann auch bestätigt. Es wurde fast nur gelaufen und jeder Athlet, sei er nun Läufer, Werfer oder Springer hat erst einmal das gleiche Training absolviert. Dass das ein wenig absurd und sicher nicht leistungsfördernd klingt, versteht bestimmt auch jemand, der nicht viel mit Leichtathletik am Hut hat. Viel hat sich das Training dann auch nicht geändert, und mein Training war viel von langen Läufen und Krafttraining geprägt. Ich als fauler Hochspringer war das ganz und gar nicht gewohnt, was sich auch nach ein paar Monaten an meiner Gesundheit gezeigt hat. In meinem ersten Jahr war ich viel von Verletzungen geplagt, sodass meine Saison anders als erwartet schlecht verlief. Allerdings waren während einer solch enttäuschenden Saison meine Teammates und Coaches eine große Unterstützung. Da Leichtathletik eine Individuelle Sportart ist, wusste ich es nie was es heißt, einem Team anzugehören oder die Unterstützung der Team Mitglieder zu erfahren. In den USA wird Team Geist allerdings groß-geschrieben und jeder wird angefeuert. In so einigen Situationen im Training hat es noch einmal extra Motivation gegeben, zu wissen, dass deine Teammates hinter dir stehen, dich unterstützen und auch auf dich zählen. Es verleiht buchstäblich Flüge, es gibt extra Motivation und es lässt manche Schmerzen vergessen. Bei den wenigen Wettkämpfen, dich ich in der Saison bestreiten konnte, war die Anfeuerung der Anderen eine richtige Beflügelung. Nach der Sommerpause, die ich zu Hause in Deutschland verbracht habe und somit viel Reha und allgemeines Kräftigungstraining machen konnte, lief es dann in meinem Sophomore Year wesentlich besser im Training und ich blieb verletzungsfrei. Das Training wurde umgestellt und meinem Bedürfnissen angepasst, sodass ich in der Spring Saison dann meine Bestleistung in der Halle wie auch in der Freiluft Saison verbessern konnte. Mit der gesprungenen Höhe, konnte ich mich ebenfalls für die East Regionals qualifizieren, die als Vorkämpfe für die Nationals gelten. So anders wie das Training auch war und so viel ich auch gezweifelt habe, ob es mir sportlich weiter helfen wird – es hat trotzdem Spaß gemacht, jeden Tag mit deinen Teammates und Freunden auf dem Sportplatz zu stehen und sich gemeinsam durch das Training zu kämpfen. Dadurch wird der Zusammenhalt noch einmal gestärkt und tiefgehende Freundschaften gebildet. Nun bin ich ein Senior und in den letzten Jahren hat sich viel geändert. Das Training wurde besser und auf die spezielle Disziplinen ausgerichtet. Im Rückblick kann ich eingestehen, dass all das Laufen und harte Training in meinem ersten Jahr mir nun im Training hilft. Man muss sich einfach nur durch beißen und die Freude am Sport nicht verlieren.
Akademisch gesehen stehen den Sportlern in den USA auch viel Unterstützung und Ressourcen zur Verfügung. Jede Sportart hat einen eigenen Academic Advisor, die sehr freundlich und hilfsbereit sind, sodass sich auch Internationale Studenten sehr schnell an das ungewohnte College-System in den USA gewöhnen können. Mein Academic Advisor half mir bei der Entscheidung ein Major zu wählen und danach auch richtigen Kurse zu finden und zu belegen. Meine Nervosität über die Kurse wurde mir auch in der ersten Woche genommen. Alle Professoren waren begeistert als sie erfuhren, dass ich aus Deutschland komme und boten mir sofort Hilfe an, falls ich irgendwelche Fragen haben sollte. Das College System in den USA gefiel mit viel besser als das in Deutschland. Wenn man an einer Uni angenommen wurde, kann man alles studieren was angeboten wird, ohne nochmal auf einen NC zu achten. Auch wenn man sich nach dem Abitur noch nicht 100 prozentig sicher ist, was man studieren möchte, kann man trotzdem anfangen zu studieren und erst einmal General Education Kurse belegen und sich dann später entscheiden, auf welches Fach man sich spezialisieren möchte. Da ich mir nach meinem Abitur noch nicht sicher war, in welche Richtung ich gerne gehen möchte, kam mir dieses System sehr entgegen. In meinem ersten Jahr war ich somit “undecided“ und habe erst einmal nur einfache General Education Kurse belegt. Somit habe ich keine Zeit verloren und hatte noch ein extra Jahr um mich klar über meinen Werdegang zu werden. Im Laufe meiner drei Jahre in Memphis habe ich außerdem mein „Major“ drei Mal gewechselt ohne in Rückstand zu geraten, sodass ich meinen Abschluss immer noch in 4 Jahren schaffen werde.
Als Sportler an einer amerikanischen Universität hat man einen gewissen Stellenwert. Die Amerikaner stecken viel Geld in die Förderung des Sports, sodass einem optimale Trainingsbedingungen zur Verfügung stehen. Aus Deutschland kannte ich es nie einen eigenen Physiotherapeuten zu haben. Hier in Memphis, hat jede Sportart einen eigenen Physiotherapeuten, sodass man jeden Tag optimale medizinische Unterstützung hat und nicht stundenlang bei einem Arzt auf die Untersuchung warten muss.
Alles in allem kann ich jedem Sportler empfehlen, der nicht auf dem Olympischen Niveau Sport betreibt, den Weg in die USA zu gehen. Hier kann Sport und Uni perfekt kombiniert werden. Ich hatte eine super Zeit in Memphis und habe Freunde fürs Leben gefunden. Es gab viele Höhen wie auch Tiefen, aber ich hatte immer die volle Unterstützung meiner Coaches und Teammates, was mich durch so manche Talfahrten verhalf und mich in Retrorespekt auf wundervolle vier Jahre hier in Memphis zurück blicken lässt, die ich nie missen möchte.
Welcome to Paradise!
„Where do we live? “ – „Paradise! “ So begrüßt uns unsere Trainerin fast jeden Morgen. Dabei strahlt sie so viel Energie aus, dass sie auch den größten Morgenmuffel davon überzeugt, dass es keinen besseren Start in die neue Woche gibt, als Montag morgens um 7 Uhr durch den Golden Gate Park zu rennen.
Seit gut vier Monaten bin ich student-athlete an der University of San Francisco und weiß die Vorzüge, die man als Athlet an einer amerikanischen Uni hat, jeden Tag mehr zu schätzen. Ich bin Läuferin und habe - ehrlich gesagt - lange mit meiner Entscheidung, in den USA zu studieren, gerungen. Dabei hat mir vor allem der Service von sport-scholarship.com geholfen, dank deren Service ich unglaubliche 65 Angebote von Universitäten bekommen habe und mir somit die Uni aussuchen konnte, welche am besten zu mir und meinem Wünschen passt. Meine Entscheidung für die „University of the best city ever“ habe ich bis jetzt noch keine Sekunde bereut. Das ist vor allem meiner Trainerin und meinem Team zu verdanken. Helen, so heißt meine Trainerin, ist fast schon zu einer Art Ersatz-Mutter geworden. Ich kann mit jedem Problem zu ihr kommen, egal ob in sportlicher Hinsicht oder mit sonstigen Belangen, ihr Büro ist für Athleten immer offen. Und wenn es gerade keine Probleme gibt, kommen trotzdem alle gerne bei ihr vorbei, „just to talk about life“. Das hat mir vor allem am Anfang sehr geholfen und es mir leicht gemacht, mich schnell heimisch zu fühlen.
Auch mein Team ist einzigartig und hat mich gleich aufgenommen. Wir haben super viel Spaß zusammen, ob im Training oder außerhalb; zum Beispiel beim Team-Dinner oder gemeinsamen Filmabenden. Während ich die Deutschen Farben vertrete, haben wir auch noch Läuferinnen aus Tschechin, Estland und Israel. Das ist echt lustig, denn manchmal laufen wir zusammen und dann heißt es: „bye bye Americans!“ Gleichzeitig bin ich froh, dass meine Teamkameradinnen und –kameraden schon so viel Erfahrung mit ausländischen Studenten haben. Dadurch sind alle sehr geduldig und haben auch kein Problem damit, mir die nächsten Tempoläufe zum gefühlten 100mal zu erklären um sicher zu gehen, dass ich auch wirklich verstanden habe, was ich machen soll.
Die Trainingsmöglichkeiten in San Francisco sind wirklich super. Die Universität liegt direkt neben dem Golden Gate Park, dem größten Innerstädtischen Park der Welt, wo man sich nicht nur also Läufer richtig austoben kann. Auch für lange Dauerläufe muss man nicht durch die Stadt joggen, wir können vom Campus aus problemlos bis zu 20 km lange Dauerläufe von Park zu Park machen. Die einzige Schwierigkeit besteht darin, aufzupassen wohin mal tritt, denn wenn man zuerst einen traumhaften Blick auf dem Pazifik hat, dann auf die Golden Gate Bridge und schließlich auf San Francisco Downtown, fällt es schon manchmal schwer, sich auf die paar Meter direkt vor einem zu konzentrieren. Trotzdem ist es auch immer wieder ein Highlight, wenn wir mit dem Bus in einen der nahegelegenen Nationalparks fahren um zu trainieren. Ich staune jedes Mal, wie schnell man die Großstadt hinter sich lassen kann und plötzlich mitten in der Natur steht. Da vergehen die 90 Minuten Dauerlauf fast schon zu schnell.
Das Training an sich ist anspruchsvoll, aber gleichzeitig wird streng darauf geachtet, dass niemand überfordert wird. Außerdem bekommt jeder seinen individuellen Trainingsplan und wenn trotzdem noch Fragen auftauchen, ist Helen immer und überall über sms erreichbar um diese zu klären.
Als Läufer hat man keine so genannte „off-season“, das heißt, wir haben das ganze Jahr über Wettkämpfe. Das kann stressig werden, doch ich möchte unsere Wochendendtrips nicht missen. Man bekommt die Möglichkeit, durchs ganze Land zu reisen. Dabei ist es für mich schon ganz normal geworden, im Flugzeugt Aufsätze zu schreiben oder sogar Klausuren im Hotelzimmer zu bewältigen (natürlich unter den strengen Augen meiner Trainerin!)
Alles in allem gefällt es mir super gut im „sunny state“, so gut, dass ich mich oft daran erinnern muss, dass ich, zumindest die meiste Zeit, kein Tourist bin ;)
... Es ist es mir in meinem ersten Jahr an der University of Tulsa sehr gut ergangen! Ich habe mich sehr gut eingelebt und diesen Schritt, nach Amerika zu gehen, nicht bereut. Ich konnte mich in diesem Jahr sportlich weiterentwickeln und habe auch ein paar Bestleistungen in mehr als einer Laufdisziplin erzielen können! Wir sind ein gutes Team und ich mag alle wirklich sehr! Deshalb macht auch jedes Training sehr viel Spaß und man ist immer motiviert sein Bestes auch im Training zu geben!
Akademisch kann man mittlerweile auch Fortschritte erkennen! Vorallem fällt es mir jetzt leichter dem Unterrichtsgeschehen zu folgen und alles sinngerecht zu verstehen! Auch im allgemeinen haben sich meine Englischkenntnisse sehr verbessert, sodass ich nicht mehr lange überlegen muss wie ich was sage! Im letzten Semester habe ich angefangen zwei Hauptfächer zu belegen, einmal Business Administration and Management und Sports/Exercise Science! Mein Doublemajor werde ich auch im zukünftigen Jahr beibehalten! Hinzukommt, dass ich schon viele Freunde gefunden habe, die mich auch im Sport und Akademisch unterstützen, sodass es mir auch leichter fällt so weit von zu Hause entfernt zu sein!Ich freue mich wirklich sehr auf die kommenden Jahre und hoffe das ich mich auch weiterhin sportlich und akademisch so gut weiterentwickeln kann wie bisher!
Und von daher auch noch mal ein ganz großes Dankeschön an Sie Herr Hänsel und Ihr Team, dass Sie mich letztes Jahr immer so gut unterstützt haben und immer ein offenes Ohr für meine Fragen gehabt haben!!! Vielen Dank!"
Sophie H, 2009:
"Ich bin jetzt schon ein Semester hier und mir gefaellt es sehr gut! Die Uni ist wunderschoen, wir verwenden die neusten Technologien und Professoren sind auch sehr aufmerksam und ich lerne wirklich viel! Obwohl nur um die 1,500 Studenten an der USCB studieren, ist es trotzdem eine super Uni. Vielleicht auch gerade deswegen, kleine Kurse, nette Leute und alles etwas familiaerer.
Das Golfteam ist auch super, ich wohne mit den meisten Maedels zusammen in einem Apartment und wir haben alle viel Spass und kommen auch alle miteinder sehr gut zurecht. Also, ich bin sehr froh momentan und habe schon sehr viel gelernt! Es ist was ganz anderes als golfen nebenbei in Deutschland. Wir haben hier jeden Tag Training und da wir Athleten sind, haben wir oberste Prioritaet was die Stundenplaene angeht, sodass wir Nachmittags Kurse vermeiden koennen um ins Training zu gehen. Das klappt alles wunderbar! Ich bin im oberen Bereich in unserem Team und das Leistungsniveau koennte sogar noch etwas besser sein. Also, insgesamt gefaellt es mir hier super! Ich hatte noch keinen moment in dem ich meine Entscheidung bereut habe! Es ist sehr einfach sich hier einzuleben, da alle so nett sind und die Umgebung auch total toll ist!
Vielen Dank fuer Ihre Hilfe
Mens Track and Field
... Das erste Jahr war wirklich unglaublich toll! Mit der Sprache und Eingewoehnung hat alles sehr gut geklappt. Der Unterricht ist anstrengend aber es macht trotzdem Spass und meine Noten sind auch gut! Trainingstechnisch lief es leider nicht ganz so gut, da ich haeufig durch Verletzungen geplagt war. Trotzdem haben wir die Indoor Heptagonal Championships gewonnen (ich war Teil der sieghaften 4*400m Staffel)und waren als Team erfolgreich. Ich war mit Im Spring Break Trainigslager in Orlando, Florida wo wir Thyson Gay getroffen haben und bin zum Schluss, trotz Verletzung immerhin noch eine 21.36s auf 200m gelaufen.
Ich kann mich wirklich gar nicht genug bei dir/euch bedanken, dass ihr mir geholfen habt in Princeton anzukommen! Die "Princeton Bubble" ist ein Paradies zum Studieren und ich freue mich auch schon auf die naechsten 3 Jahre dort
Womens Volleyball
Live your life the American way!!!
Einfach mal so ein Jahr nach Amerika gehen und alles bleibt so wie es ist? Das funktioniert nicht so ganz. Wenn man sich dafür entscheidet, muss man mit einigen Umstellungen rechnen. Ein großer Unterschied ist natürlich von Freunden und Familie getrennt zu sein, aber für mich persönlich war das eher nicht so schlimm. Vor allem als Sportler findet man sehr schnell Anschluss und hat vorzugsweise auch einen Coach und eine neue Mannschaft mit der man sich gut versteht. Ich bin jetzt zum Beispiel seit 8 Monaten in Baltimore an der Coppin State University und spiele Volleyball und wenn ich über den Campus gehe werde ich von mindestens jeder zweiten Person begrüßt. Fast Jeden kennt man vom sehen, einen Großteil mit Namen und von der Hälfte kann ich kleine Geschichten erzählen.
Apropos Campus. Da sich dort der Großteil des Lebens abspielt, ist es natürlich vorteilhaft einen schönen Campus zu haben. Meine Uni ist eher klein, ist aber in den letzen Jahren zu etwas Geld gekommen und es wird gerade kräftig renoviert. Der “Physical Education Complex” ist wunderschön, modern und auf das Beste ausgestattet. Wir haben eine große Halle in der Basketball gespielt wird, eine kleinere Halle, die zweigeteilt werden kann, in der wir trainieren, in der aber zum Beispiel auch Baseball trainiert werden kann. Schliesslich haben wir noch eine öffentliche Halle in der Kurse stattfinden und wann immer sie frei ist, wird sie von Studenten zum Basketball spielen genutzt. Ein Schwimmbad findet sich ebenfalls im Gebäude, wobei meine Uni selbst kein Schwimmteam hat, es finden darin aber Work-outs verschiedener Mannschaften statt. Und schliesslich noch der Kraftraum. Wir haben ein offizielles “Fitness Center” und einen kleineren Kraftraum, speziell für die Athleten. Beide sind top ausgerüstet und wir haben einen Trainer speziell für “Weights”. Ansonsten wurde die alte Halle gerade abgerissen und ein Parkplatz gebaut. An sich eine sehr schöne Idee, mit viel Wiese und Bäumen. Der Rest der Uni ist ebenfalls sehr schön. Relativ modern Gebäude und einige Grünflächen. Und auch mein Zimmer ist relativ geräumig und ich habe die beste Mitbewohnerin die man sich wünschen kann. Von solch einer Mitbewohnerin kann man nur träumen.
Und damit kommen wir zu meiner Mannschaft. Meine Mitbewohnerin kommt aus Lettland und ist unsere Stellerin. Wir haben eine Spielerin aus Puerto Rico und der Rest sind Amerikanerinnen. Was ich bisher unerwähnt gelassen habe, ich studiere an einer HBCU, einer “Historical Black College and University”. Von daher ist meine Mannschaft, ebenso wie die Uni, zu 90% schwarz. Ich persönlich war sehr gespannt wie sich das so entwickeln würde, habe aber nur wenige meiner Ängste bestätigt bekommen. Ich hatte (naiverweise) befürchtet, dass ich aufgrund meiner weissen Haut vielleicht ausgeschlossen werden würde, oder mir vorgeworfen werden könnte, ich sei rassistisch. Davon ist nichts eingetreten. Die Amerikaner machen interessanterweise einen Unterschied zwischen “White” und “European” und selbst dann waren meine Befürchtungen komplett unbegründet. Es werden eher Witze darüber gerissen. Ich habe zum Beispiel ein relativ schlechtes Namensgedächtnis und verwechsel hin und wieder Leute. “Just because we’re black, all right. Black people look all the same for you” bekommt man dann hin und wieder mit einem Lachen zugeworfen. Bestätigt hat sich eigentlich nur, dass die Amerikaner sehr schnell sehr laut werden können. Gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlimm. Aber zurück zur Mannschaft. Unsere Trainerin war letzte Saison das erste Jahr an der Uni und hat viele neue Spielerinnen rekrutiert. Von daher war ich nicht die einzige Neue, wir hatten tatsächlich von 12 Leuten nur 3 “Alte”. Unsere Trainerin hat es sich von Anfang an zur Aufgabe gemacht, dass wir uns besser kennen lernen und hat dafür einige verschiedenen Methoden angewandt. So haben wir zum Beispiel Vor- Mittel- und Nachnamen jeder Spielerin wissen müssen und auch wie deren Eltern heissen. Das mag etwas seltsam klingen, hat aber den Vorteil, dass man sich von Anfang an über ein neutrales Thema unterhält. Und wann immer wir auf Reisen waren, haben wir wechselnde Zimmerpartner gehabt, sodass man sich mit jedem auch mal ein Bisschen privat unterhält.
Neben dem Sportler-Sein gibt es natürlich auch noch den Unterricht, worauf an meiner Uni, auch vom Sportdirektor, zum Glück mehr Wert gelegt wird als auf sportliche Leistungen. Allerdings muss ich sagen, dass an meiner Universität das Level vom Unterricht mitunter eher meinem Oberstufenunterricht entspricht. Ich habe meine ersten Semester recht einfach mit einem GPA von 4.0 abgeschlossen, also alle 5 Fächer mit einem “A” beendet. Ich habe mir für dieses Semester daher einige Fächer ausgesucht, die mich etwas mehr fordern und auch Klassen, die sehr viel Spass machen. So habe ich einen bunten Mix aus Skulpturen-Workshop, einer Theater Klasse, Englische Grammatik, Französisch und Hip-Hop-Theorie (was deutlich schwerer ist als es klingt). Und trotzdessen, dass der Unterricht, für mich, sehr einfach war, habe ich erstaunlich viel über die Amerikanische Kultur dadurch erfahren. Ich hatte unter anderem US-Geschichte und es ist extrem interessant das Ganze nicht nur aus Amerikanischer, sondern aus Afro-Amerikanischer Perspektive zu betrachten.
Aber als “Student-Athlete” hat man mehr Aufgaben als nur gute Noten zu bringen. Durch das tägliche Training sind auch einfache Fächer manchmal schwer zu schaffen. Dazu kommen (vermutlich nicht an jeder Uni) sogenannte “Study-Hall-Hours”. Stunden in denen man in einem Computerraum oder auch normaler Raum mit Tischen sitzt und lernt oder Hausaufgaben macht. Ehrlich gesagt muss ich zugeben, dass dies eine ganz fantastische Möglichkeit darstellt nach den Hausaufgaben eine Weile mit Freunden und Familie über Facebook zu schreiben ïŠ. Aber auch Lerneinheiten während Reisen zu Turnieren und Spielen ist nichts Ungewöhnliches. Ich selbst bin von offiziellen Lerneinheiten verschont geblieben, habe aber meine Bücher oft genug im Bus aufgeschlagen.
Als Student-Athlete hat man aber natürlich auch gewisse Vorzüge. Fast jeder kennt einen, man hat ein gewisses Ansehen, und eine automatische Verbundenheit zwischen den Sportlern ist auch vorhanden. Man ist und isst niemals alleine. An dieser Stelle auch zu erwähnen, dass meine Cafeteria recht gutes Essen macht und man nicht nur “Junk-Food” bekommt sondern wir auch eine tägliche Salatbar, Suppen, Frischgekochtes, etc. da haben.
Einer meiner letzten Punkte, der die deutschen Sportler vermutlich auch interessieren dürfte ist die Feierei ïŠ. Mein Campus ist ein “dry campus”, also kein Alkohol auf dem Gelände, aber wozu hat man Regeln, um sie zu…naja. Und auch Feiern kann man ganz gut als Student in Amerika. Wobei man bei täglichem Training, und das morgens um 6 Uhr, erstaunlich wenig Lust verspürt feiern zu gehen. Ich selbst war zum Beispiel während der Saison auf genau 2 Parties. Aber ich weiß von anderen Studenten aus Europa, die an Universitäten in Amerika sind, dass Feiern doch ganz gut geht in Amerika ïŠ.
Alles in Allem möchte ich die Zeit hier um keinen Preis missen. Ich habe wunderbare neue Freunde gewonnen, Freunde für’s Leben. Erfahrungen gemacht, die ich in Deutschland niemals hätte machen können. Intensiver trainiert als je zuvor (und als Sportstudent soll das was heißen). Ich war in mehr US-Staaten als mancher Amerikaner, ich habe NY besucht, mehr als einmal, war in Washington vor dem Weissen Haus, habe meine Winterferien in Miami verbracht…
Nicht zu vergessen bei den Vorteilen ist natürlich auch die Englische Sprache. Ich war schon vorher ziemlich gut in Englisch, aber das Level das ich jetzt habe, hätte ich ohne diesen Aufenthalt niemals erreicht.
Von daher kann ich dem Sport-Scholarships.com-Team nur danken. Sie haben sich sowohl vor meiner Abreise als auch nach meiner Ankunft hier vorbildlich und gedankenvoll um mich gekümmert. Der Kontakt ist niemals abgebrochen, spätestens nach ein paar Monaten ohne Nachricht von mir kam immer mal wieder eine kleine Nachfrage ob denn alles okay sei und ob ich Hilfe bräuchte. Auch um diesen Bericht hier wurde ich gebeten. Denn ihr, die ihr das hier lest (wenn ihr denn bis zum Ende gelesen habt) seid genauso wichtig und sollt genauso gut vorbereitet werden wie ich es war ïŠ
Also in diesem Motto “Have fun, enjoy every moment and have experiences that will change your life”
Liebe Grüsse
Janka
(A War Eagle at Coppin State!!!)
Was mache ich nach meinem Abitur?
Wie viele andere auch habe ich mir diese Frage in dem Jahr vor meinem Abitur gestellt. Mein größter Traum war, ein Studium mit meinem Sport Volleyball zu verbinden. Durch Sport-Scholarship ergab sich für mich die Möglichkeit zu einem Studium in den USA. Sie haben mir sehr geholfen bei allem was vorher erledigt werden musste, (Profil erstellen, Tests, Visum beantragen u.s.w.). Das war manchmal echt nicht leicht, aber letzten Endes kann ich nur sagen, dass ich super stolz und froh bin das ich durchgehalten habe und meinen Traum in die Realität umgesetzt habe, obwohl es mir nicht leicht gefallen ist meine Familie und Freunde zurück zu lassen. Es gab mehrere Angebote aus verschiedenen Staaten und von unterschiedlichen Universitäten. Entschieden habe ich mich für die University of South Alabama da ich zur Trainerin und ihrer Assistentin schon direkt ein sehr gutes Verhältnis aufbauen konnte und mir auch die geografische Lage von Mobile sehr gut gefiel. Mein erstes Jahr hier war eines der schwierigsten Jahre aber zugleich auch das schönste Jahr bisher in meinem Leben. Neben dem Heimweh und dem Druck alles Neue so schnell wie möglich aufzunehmen habe ich auch so viele schöne Orte und nette Menschen kennengelernt. Es war wirklich ein nervenaufreibendes Jahr aber es hat mir auch super viel Spaß gemacht. Als ich hier in Amerika ankam konnte ich gar nicht glauben, dass ich es nach einem Jahr harter Arbeit nun endlich geschafft hatte und wirklich in den United States war und hier nun die nächsten vier Jahre meines Lebens verbringe würde. Ohne Familie und Freunde die mir zuhause sonst immer zur Seite standen wurde mir allmählich klar, dass ich von nun auf mich allein gestellt war.
Die Universität hier gefällt mir sehr gut, da sie relativ überschaubar und der Campus sehr schön in die Natur eingepasst ist. Zu Beginn meines ersten Semesters war ich kurzzeitig etwas damit überfordert mich zurecht zu finden aber das war nach ein paar Tagen kein Problem mehr. Mit den Kursen hier an der Universität komme ich bisher sehr gut klar. Man muss viele Basic Kurse belegen was mich ein wenig stört da ich davon einige vom Gymnasium kenne aber die Kurse die ich für meinen Major brauche gefallen mir gut. Die Professoren und Hörsäle sind okay. Ich hatte eigentlich mit mehr Verständnisproblemen gerechnet da hier der „southern Accent“ sehr stark ist aber da kam ich schnell mit klar und ich kann dem Unterricht gut und ohne Probleme folgen. Natürlich hat man immer noch mal hier und da ein Wort das man nicht weiß aber das wird immer seltener.
Die ersten Tage hier in Alabama waren nicht nur sehr aufregend sondern auch sehr heiß. Das Wetter hier ist so gut wie immer sonnig und schön, auch das war eine Umstellung für mich wenn ich an das deutsche Wetter denke. Als „Freshman“ wohne ich noch bis zum Ende dieses Spring Semesters auf dem Campus in einem „Dorm“ mit drei anderen Mädchen von denen zwei aus meiner Mannschaft sind. Ich teile mir mit einer Holländerin ein Zimmer, wir haben sehr viel gemeinsam und haben oft viel Spaß. Ab dem Fall Semester lebe ich dann im „Grove“, so heißen die Apartments hier. Ich habe dann ein eigenes Zimmer mit eigenem Bad und Kleiderschrank über den ich mich natürlich besonders freue. Zum Essen gehen wir meist zusammen als Team in die Cafeteria die im letzten Jahr ganz neu eröffnet wurde. Auch das Essen war für mich eine riesen Umstellung, einfach alles eine Nummer größer als man es von daheim aus Deutschland gewohnt ist.
Neu hier auf dem Campus ist auch das Recreation Center das ebenfalls erst letztes Jahr fertiggestellt wurde. Da können wir nach dem Unterricht draußen am Pool liegen und relaxen oder eben auch drinnen Sport treiben wie zum Beispiel Basketball, Fußball, Klettern oder auch Tischtennis. Dort verbringe ich gerne meine Zeit mit Freunden.
Als nach meiner Ankunft im August die „Preseason“ begann musste ich mich erst mal daran gewöhnen jeden Tag zweimal zu trainieren und das jeweils fast drei Stunden. Zusätzlich zum Training haben wir auch noch drei Mal die Woche „Weight lifting“ und das auch noch morgens um 6 Uhr. Es fiel mir schon sehr schwer um 5 Uhr früh aufzustehen und Gewichte zu stemmen aber man gewöhnt sich an alles. Die Trainings-methoden sind verglichen zu meinem Coach aus Deutschland ziemlich unterschiedlich, hier arbeiten die Trainer viel mit Straf –Konsequenzen wenn man ein bestimmtes Ziel nicht erreicht hat im Training. Im Januar haben wir eine neue Trainerin und einen neuen Assistant Coach bekommen mit denen ich mich sehr gut verstehe. Genauso mit unserem Fitness Trainer.
Super gut ist hier die Professionalität der Coaches die viel Erfahrung haben. Mit meinem Team verstehe ich mich gut, natürlich muss man sich an einige Spielerinnen erst gewöhnen da hier viele Nationalitäten vertreten sind und ich mich erst an deren Kultur gewöhnen musste. Vor allem als „Freshman“ wird man im ersten Jahr sehr hart „ran genommen“ was manchmal schon etwas anstrengend und auch nervig ist da man eben das erste Jahr als „puppy“ behandelt wird.
Nach der „Preseason“ begann dann die eigentliche Saison und wir haben gegen andere College Teams gespielt. Das war sehr aufregend für mich, zuerst mal war es schon komisch für mich das hier vor jedem Spiel die amerikanische Nationalhymne gespielt wird, anfangs hab ich dabei immer Gänsehaut bekommen. Manche Regeln beim Volleyball sind hier etwas unterschiedlich aber nicht wirklich wichtige. Wenn wir Auswärtsspiele haben fliegen wir oder wir fahren mit einem großen Reisebus, da die Distanzen hier nicht mit denen von daheim zu vergleichen sind. Wie gesagt, eben alles eine Nummer größer. Die Hotels in denen wir schlafen sind super und wenn wir „on the road“ sind haben wir häufig Orte besichtigt in denen wir ein Spiel hatten. Letztes Jahr hatten wir ein Spiel in New Orleans und dort sind wir dann einen Tag länger geblieben um die Stadt zu besichtigen. Dieser Trip war bisher einer der schönsten da mir die Stadt super gefallen hat und das Hotel in dem wir gewohnt haben der Wahnsinn war.
Häufig gehen wir mit dem gesamten Volleyball Team anderen Sport Teams von unserer Uni bei deren Spielen zugucken. Am besten gefallen mir hier die Basketball Spiele da diese in einer riesen großen Halle stattfinden und dort sehr viel Entertainment geboten wird in den Pausen oder zu Halbzeiten. Auch gefallen mir die Football Spiele, die Stimmung im Stadion ist grandios und das gefällt mir noch mehr als das Spiel selbst. Einfach nur das Feeling von so einem Event ist cool.
Hier an den Universitäten in den USA sind die Student-Athletes total hoch angesehen. Uns Sportlern werden zum Beispiel extra die Stundenpläne um den Trainingsplan gelegt damit man wegen dem Unterricht auch kein Training verpasst. Was hier allerdings häufig in der Saison vorkommt ist, dass man Unterricht verpasst dadurch dass man mit dem Team zu Auswärtsspielen unterwegs ist. Natürlich sind wir Volleyballerinnen nicht so hoch angesehen wie die Football Stars aber das ist wohl keine andere Sportart hier in den United States.
Ich habe viel über mich selbst gelernt und erfahren in der Zeit in der ich nun hier bin, sei es im sportlichen Sinne auf dem Feld oder auch im Umgang mit Menschen generell. Ich kann schon sagen, dass ich mich spielerisch und auch persönlich weiterentwickelt habe. Selbst wenn einem ein Stipendium für vier Jahre zu lang erscheint, so sollte man die Erfahrungen die man hier an einer Universität in den USA machen kann wenigstens für ein Jahr nutzen. Ich kann es wirklich nur weiterempfehlen, genauso wie das Team von „Sport – Scholarships“ ohne die ich es nicht geschafft hätte und ohne die ich nicht hier wäre. Ihr seid immer für mich da gewesen und habt Rede und Antwort gestanden. Danke nochmal für den super Job den ihr macht.
Sonnige Grüße aus South Alabama
Melissa