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Erfahrungsberichte

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Mens Soccer | Womens Soccer | Mens Tennis | Womens Tennis | Mens Track & Field | Womens Field Hockey |


MENS SOCCER

Hakan F., 2010
"Hallo Sebastian,
Alles einsame Spitze hier. Danke...Gut fürs Selbstvertrauen.
Sind gestern nach Nebraska gereist und spielen später gegen Creighton. Haben anscheinend ne richtig gute Mannschaft dieses Jahr. Mal scahuen was wir alles erreichen können. Hab mich gut eingelebt. Hab grad nur etwas Probleme mit dem akademischen Verständnis. Bin aber zuversichtlich, dass sich das in nächster Zeit verbessert.
Gruß Hakan
"

Gerrit H., 2010
"...Vielen Dank der Nachfrage, mir geht es bestens hier in McKenzie, Tennessee. Der Ort ist zwar relativ überschaubar, aber er hat alles was man braucht: Walmart, McDonalds, Subway, mehrere Restaurants und kleinere Einkaufsmöglichkeiten.
Das Gelände der Bethel University ist riesig. Es gibt ein riesiges Football Stadium für über 5000 Zuschauer (bei der Einweihung vor 2 Jahren war es das beste Stadion in der NAIA), eine Schwimmhalle, eine Baseballfeld, 2 soccer Trainingsplätze und ein Matchfield (der Rasen ist unglaublich gepflegt). Des Weiteren gibt es 7 dormitories für die on-campus Studenten und 5 Studiengebäude, die alle auf dem modernsten Stand der Technik sind (Laptops, Flatscreens, etc.) Außerdem gibt es ein student center, business office und eine Cafeteria, die 7 Tage geöffnet hat, wobei das Essen (fast food, etc) für Europäer gewöhnungsbedürftig ist.
Mein Zimmer teile ich mit einem netten Norweger aus meiner Mannschaft. Eine Mikrowelle, einen TV und einen Kühlschrank haben wir uns auch schon angeschafft. Ich bin gerade in meine zweite Studienwoche gestartet, komme aber inhaltlich gut mit und habe auch sprachlich kaum Probleme, man gewöhnt sich schnell an den Südstaatenakzent. Mein major ist Business Administration, wobei ich im ersten Semester nur eine business class habe und der Rest allgemeine Kurse sind (z.B. Reading Basics, Expository Writing, College Orientation, College Algebra).
Jetzt zum wichtigen Teil: Fußballerisch ist die Mannschaft auf einem sehr hohen Niveau und physisch topfit. Alle sind verdammt athletisch und sehr konditionsstark. Wenn ich die Mannschaft mit meinem alten Team vergleiche, was in der Oberliga spielt, würde ich sagen, dass der Unterscheid nicht allzu groß ist. Die Qualität nimmt mit den vielen internationalen Spielern deutlich zu. Die erste Trainingswoche hier war der Oberhammer. So intensive Trainigseinheiten bei den Temperaturen hatte ich noch nie. Wir haben täglich 2 Mal Training, morgens um 6 und nachmittags um 16 Uhr. Das Pensum ist schon unglaublich groß, aber ich bin mittlerweile relativ fit. Unser erstes Vorbereitungsspiel gegen eine Mannschaft aus der NCAA II haben wir 6:0 gewonnen. Ich habe 45 min im zentralen Mittelfeld gespielt und sogar ein Tor geschossen. Das erste Punktsspiel gegen die Southern Polytechnic State University haben wir 0:0 unentschieden gespielt (ich kam leider nicht zum Einsatz) und das zweite Spiel gegen die Lee University haben wir 2:1 gewonnen (ich habe 45 min gespielt). Als Freshman hat man es allerdings sehr schwer in die Startelf zu kommen. Wir spielen ein 4-3-3 System, wobei auf meiner Position ein U-20 Nationalspieler aus Kenia spielt, der echt richtig gut ist, Aber ich trainiere weiter hart und wenn der Coach das  System umstellen sollte, bin ich bereit. Nächstes Wochenende geht es zu 2 Auswärtsspielen nach Florida.
Mehrer Spieler aus meinem Team spielen in der Sommerpause sogar in der 2. Amerikanischen Liga, was auch mein Ziel ist. Über Weihnachten habe ich auch schon eine Unterkunft gefunden. Mein Kumpel aus der Mannschaft wohnt in Knoxville und hat mir angeboten, die Ferien bei ihm zu verbringen. Im Frühjahr haben wir etliche Freundschaftsspiele gegen Mannschaften aus der NCAA I, die im vergangenen Jahr allesamt gewonnen wurden. Aber erst einmal wollen wir wieder National Champion werden, das ist das vorgegebene Ziel des Coaches, alles andere wäre für ihn eine Enttäuschung. 
Ich werde dich bezüglich meines Studiums und dem Fußball auf dem laufenden halten.
Im Moment jedenfalls gefällt es mir super!
Melde mich im Laufe der nächsten Wochen noch einmal.
Bis dahin.Viele liebe Grüße! Gerrit."


Lukas, 2009:



Courtesy: Green Bay Athletics

"Hey Sebastian!
entschuldige, dass ich erst jetzt antworte. Ich hoffe, es ist noch nicht zu spät und meine Antworten können noch von Nutzen sein. Danke übrigens für deine lieben Worte. Ist gut so etwas zu hören. Wir hatten ein Testspiel und in den letzten zehn Minuten ist es dann passiert. Das man das spring Semester nutzen soll, um schulisch aufzuholen weiß ich ja, aber ich finde es trotzdem sinnlos, denn so eine Saisoneinteilung mag ja ok sein für Basketball oder Eishockey aber für Fußball find ich es einfach falsch, zumal die Amerikaner eh die einzigen sind, die so eine kurze Saison haben. Nun ja, ich werde mal versuchen deine Fragen gut zu beantworten.
Warum bist du in die USA gegangen?
In die USA bin ich gegangen, weil ich mir das seit meinem Austausch 2006 einfach erträumt hatte hier zu studieren. Wenn man dann noch ein bisschen genauer erklärt bekommt, wie das hier mit dem Sport in Zusammenhang mit den Stipendien ist, dann kann man das nur geil finden. Die Begeisterung auch für Collegesport habe ich ja damals schon mitbekommen. Als ich mir dann vorgestellt habe, dass ich für meine absolute Lieblingsbeschäftigung praktisch auch noch bezahlt werde und nebenbei trptzdem studieren kann und ebenfalls das was ich möchte, da war klar, dass ich einfach hierher möchte.
Worin siehst du die größten Unterschiede zu Deutschland?
Die Unterschiede liegen, denke ich, hauptsächlich in der Kultur. Allerdings kann man das gar nicht für ganz Amerika spezifizieren, denn jede Gegend ist etwas anders. So lange man offen ist für neue Dinge, nicht alles extren eng sieht, sondern sich einfach seine eigene Meinung bildet, kann man hier super auskommen und wird sich hier auch gut zurecht finden. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten ist ja auch der Kontakt zu Freunden und Familie kein Problem, sodass man sich in einer schwierigen Phase auch immer mit Leuten austauschen kann, denen man 100%ig vertraut.
Was gefällt dir in den USA am besten?
Mir gefällt besonders gut, dass ich hier praktisch alles gestellt kriege als Student. Alles ist in meiner Nähe und es ist durch das Team und den Unterricht auch überhaupt kein Problem Kontakte aufzubauen. Man kriegt mit, dass die amerikanischen Filme nicht nur Täuschungen sind, sondern dass das Collegeleben durchaus so vorstellbar ist.
Worauf musstest du dich erst einstellen?
Beim Fußball ist es natürlich erst einmal gewöhnungsbedürftig, da der Großteil taktisch teilweise nicht sehr gut ausgebildet ist. Trotzdem ist das Niveau wesentlich besser als ich gedacht hatte und in der Division 1 durchaus schon mit der Oberliga zu vergleichen, denke ich zumindest. Die Jungs hier können auf jeden Fall Fußball spielen und man spürt regelrecht, wie Fußball hier wächst. Ansonsten muss man sich vielleicht noch ein bisschen an das Leben auf dem Campus usw. gewöhnen, was in Deutschland aber ebenfalls der Fall gewesen wäre und deshalb keinen großen Unterschied darstellt. Ich denke, dass für viele ausländische Studenten das größte Problem ist, dass sie sich an die Entfernung von der Familie gewöhnen müssen, aber auch das wäre in Deutschland irgendwann der Fall gewesen.
Was hast du neu gelernt oder wie hast du dich weiterentwickelt?
Man lernt jeden Tag dazu, ob es nun die Sprache ist, wie man mit Konflikten umzugehen hat, wie man gewissen Humor aufzufassen hat, wie man wichtige Angelegenheiten auch auf Englisch selber regelt und auch fußballerisch kann man noch einiges dazulernen und sich jeden Tag verbessern.
Wie gehts bei dir weiter?
Meine weitern Pläne sind, das Studium hier nach Möglichkeit gut weiterzuführen und hoffentlich auch zu beenden und natürlich auch mich fußballerisch und persönlich weiterzuentwickeln, um auch eine Basis für eine weitere erfolgreiche fußballerische, sowie berufsmäßige Zukunft zu schaffen.
Kannst du deutschen Abiturienten den College Sport empfehlen? Wenn ja, warum?
Ich kann es auf jeden Fall empfehlen. Die Gründe konnte man alles schon lesen. Es ist einfach eine Erfahrung, die sich lohnt, von der man nicht dümmer wird und die die Meisten mit Sicherheit nicht würden missen wollen, bzw. sie würden sich später ärgern eine großartige Gelegenheit ausgelassen zu haben.
Nun gut, ich hoffe, dass das ausreichend ist. Wie geht es dir und was gibt es Neues? Wenn du noch Fragen hast, dann sag einfach Bescheid. Greetz Luc"



WOMENS SOCCER

Marieke B., 2011
"Sportstipendium - USA
Die Möglichkeit mithilfe eines Sportstipendiums ein Studium in den USA zu finanzieren und zu realisieren, sollte nach meinen Erfahrungen auf jeden Fall genutzt werden. Die Chance Studium, Sport und Auslandserfahrungen zu kombinieren, ist in meinen Augen einzigartig und bietet ein unvergessenes Abenteuer. Sei es die Selbstständigkeit, die gefördert, das Englisch, das verbessert oder der eigene Horizont, der erweitert wird – ein Studium in den USA kann einem dies alles und natürlich noch viel mehr bieten. Neben den sportlichen Fähigkeiten, die aufgrund der guten Ausstattung der Unis und dem intensiven Training verbessert werden, ist es meinen Erfahrungen zufolge besonders die eigene Persönlichkeit, die sich entwickelt.
Viele, neue Charaktere, Menschen aus allen Teilen der Welt, eine neue Mannschaft, vielleicht auch eine Sprache, die noch nicht optimal beherrscht wird – all das fordert! Doch werden diese Herausforderungen angenommen, sind die daraus resultierenden Erfolge und Erfahrungen riesengroß. Neue Freundschaften, Siege mit dem Team oder gute Noten in der Uni – das alles macht ein Studium in den USA unvergessen.
Nach meinen Erfahrungen kann ich jedem empfehlen, der die Chance hat, mithilfe eines Sportstipendiums ein Studium in den USA aufzunehmen, dieses großartige Angebot zu nutzen, um sich eine unvergessene Zeit mit vielen einzigartigen Momenten zu ermöglichen!

Oklahoma Christian University
Mir gefällt es an der Oklahoma Christian University sehr gut! Das Gelände der Uni ist gepflegt, modern und ein in sich geschlossenes Areal. Auf Grund der Tatsache, dass es sich um eine, im amerikanischen Vergleich, eher kleine Uni handelt, ist auch das Gelände überschaubar, was mir persönlich gut gefällt. Durch die begrenzte Größe der Uni und der dementsprechend geringeren Zahl an Studenten ist das Leben auf dem Campus sehr persönlich, fast schon familiär – auch das ist nach meinem eigenen Empfinden sehr angenehm.
Die Mitarbeiter und Lehrer der Uni sind nach meinen Erfahrungen sehr engagiert und hilfsbereit. Besonders die Trainer und Verantwortlichen des Athletik-Centers sind sehr stolz auf die Uni und strahlen eine hohe Identifikation mit dem Athletik-Bereich aus. Hierbei beachten die einzelnen Coaches aber nicht nur für das eigene Team, sondern sind an allen sportlichen Entwicklungen an der Universität interessiert, was den familiären Charakter unterstreicht.
Die Ausstattung der Uni würde ich als gut und modern beschreiben, wobei mir hier natürlich der unmittelbare Vergleich fehlt. Gleiches gilt für das Essen in der Mensa, was in meinen Augen gut ist – einen wirklichen Vergleich habe ich aber auch hier nicht! (Allerdings muss man im Verhältnis zur deutschen Küche schon auf einiges verzichten – insbesondere mit dem nicht vorhandenen Mineralwasser kann ich mich noch nicht so ganz anfreunden.)
Wie der Name Oklahoma Christian University bereits verrät, handelt es sich um eine christliche Universität. Daher belegt jeder Student eine „Bible class“ und wird von Montag bis Freitag um 11:00 zum Chapel gebeten. Hierbei treffen sich alle Studenten in einem großen Auditorium, um zu singen, kurz zu beten und täglich wechselnden Sprechen zu zuhören, die sich zu verschiedensten Themen äußern. Das hört sich zunächst sehr langweilig an, ist im Grunde aber ganz okay. Erstens dauert es nur 20 Minuten und zweitens ist es mehr ein erster fester Treffpunkt am Tag, an dem man mit Freunden und Teammitgliedern zusammen kommt.
Andererseits gibt es meines Erachtens dadurch auch Vorteile, so wird hier auf dem Campus sehr respektvoll miteinander umgegangen und es wird sehr auf die Mitmenschen geachtet. Jedenfalls teilweise würde ich dieses Verhalten der verstärkten Verbundenheit mit dem Thema Religion zu schreiben.
Den Umgang unter den Studenten erlebe ich also sehr freundlich, wobei es meiner Meinung nach auch einfacher ist jemanden bei einem Erdbeben erfolgreich die Augen zu lasern, als an einer amerikanischen Uni keinen Kontakt und Anschluss zu finden. Sei es innerhalb der Mannschaft, im Unterricht oder schlicht in der Mensa – irgendwie kommt man immer ins Gespräch!
Ich kann Oklahoma Christian University also auf jeden Fall weiterempfehlen! Die Region Oklahoma ist in meinen Augen nicht schlecht, doch hat die USA hier sicher noch ein paar interessantere Orte zu bieten! Dennoch ist die Universität gut gelegen, sodass man alles, was man braucht, schnell erreicht. Auch das Wetter ist hier meistens sonnig und warm, was auch sehr gut ist, denn wenn man eines vermeiden sollte, dann ist es hier bei Regen mit dem Auto unterwegs zu sein – Straßenbauen haben die Amerikaner definitiv nicht erfunden!
Abgesehen von diesem kleinen Manko bin ich hier aber sehr zufrieden!

Meine Erfahrungen mit Sport-Scholarships.com
Meine Erfahrungen mit sport-schlarships.com sind durchweg positiv, sodass ich diese Vermittlungsagentur für Sport-Stipendien auf jeden Fall weiterempfehlen kann.
Das Team von sport-scholarships.com und dessen Arbeitseinstellung lässt sich meines Erachtens nach mit drei Worten kurz und prägnant beschreiben: engagiert, freundlich, erfahren!
Besonders der letzte Punkt gibt meiner Meinung nach für die erfolgreiche Vermittlung eines Sportstipendiums den Ausschlag. Durch den großen Erfahrungswert, über den die Mitarbeiter verfügen, können auch zunächst schwierig erscheinende Probleme erfolgreich und effektiv gelöst werden. Der nicht zu unterschätzende bürokratische Anteil einer Stipendium-Bewerbung kann mithilfe der vielen Tipps der Vermittlungsagentur gut und einfach gemeistert werden. Treten doch einmal Probleme mit den Zeugnissen oder der Spielberechtigung auf, wie es bei mir der Fall war, so kann man sich meinen Erfahrungen nach sicher sein, dass sport-scholarships.com alles versucht, um einen den Traum vom Studium in den USA doch zu ermöglichen.
Weiterhin wird in meinen Augen bei sport-scholarships.com sehr zuverlässig und professionell gearbeitet. Mails werden fast ausnahmslos noch am gleichen Tag beantwortet und wenn man etwas ganz dringendes auf dem Herzen hat, wird einem per Telefon sofort geholfen.
Auch wenn eine Vermittlungsagentur gegenüber einer Initiativbewerbung ein wenig mehr kostet, so sind die Erfolgschancen auf ein Stipendium und das Vorhaben „Studium im Ausland“, nicht zu vergleichen!
Ich denke, dass das Geld in sport-scholarships.com sehr gut investiert ist und kann die Agentur wie eingangs erwähnt guten Gewissens weiterempfehlen.
"

Carmen B., 2011:
Hi,
Inzwischen sind ja schon 8 Wochen vergangen seit ich in den USA angekommen bin und es wird echt hoechste Zeit, euch mal n bisschen was von dem zu erzaehlen, was ich hier erlebe. Ich fang am besten ganz vorne an…
Also, der Flug in die USA war richtig, richtig gut. Das wichtigste ist natuerlich, dass ich sicher angekommen bin. Aber auch allgemein war der Flug ein spannendes Abenteuer fuer mich, da es ja der erste Flug ganz alleine war. Als ich nach ca 10 stuendigem Flug in Orlando angekommen bin wurde ich von einer Mitspielerin abgeholt, bei der ich die naechsten fuenf Tage wohnen konnte. Das Wetter war so wie ich es mir gewuenscht hatte: Es warm und die Sonne schien J Perfekter Start also.
Gleich am ersten Abend bin ich mit Kait (der Mitspielerin) und zwei anderen vom Team zu meiner Uni gefahren, wo wir n bisschen rumgelaufen sind und mir hat es vom ersten Moment an richtig gut gefallen. Die Atmosphaere auf dem Unigelaende mit den Palmen, wenn es schon dunkel ist, aber immer noch so warm, dass man im Bikini rumlaufen koennte, ist einfach herrlich. In den naechsten Tagen war ich dann zweimal mit den drei einkaufen, um mich fuer s Leben an der Uni n bisschen auszustatten, denn ne Bettdecke, Kissen und Kleiderbuegel konnte ich beim besten Willen nicht im Flugzeug mitbringen. Dabei hab ich meinen neuen besten Freund kennengelernt, den ich in der Zwischenzeit bestimmt schon fuenfzehnmal besucht hab: Walmart – ein Supermarkt, in dem man wirklich alles findet, von Handys ueber Lebensmittel bis hin zu Fahrraedern.
Ansonsten hab ich die ersten Tage genutzt um mich ein bisschen vom Flug zu erholen und hab lang ausgeschlafen, am hauseigenen Pool gechillt oder einfach den Sonnenschein genossen. An einem der ersten Tage war ich dann auch am Strand – mein einziges Mal bis jetzt. Die ersten Tage waren also wirklich wie Urlaub fuer mich.

Fußball
Am 2. August war es endlich so weit: Ich durfte mein Zimmer in der Uni beziehen und ausserdem hatten wir unser erstes Treffen mit der ganzen Fussballmannschaft. Dank Facebook war es gar nicht so schwer, mir alle Namen von denen zu merken. Die ersten beiden Tage der Vorbereitung bestanden aus lauter Medizintests und Formulare ausfuellen. Am 4.August ging dann die eigentliche Fussballvorbereitung los. Ich hab davor immer schon von meinen Mitspielerinnen gehoert, dass die Vorbereitung brutal sei und im Nachhinein kann ich nur zustimmen. Wir hatten in den ersten drei Tagen drei Fitnesstests und zweimal am Tag Training – und das alles in der Hitze Floridas bie 35 Grad und schwuelem Wetter. Das Wetter ist ganz cool, wenn man am Pool chillen will, aber ziemlich anstrengend, wenn man Ausdauertraining macht. Fuer mich war das zum Glueck aber nicht uebertrieben schlimm, weil ich warmes Wetter mag, ich hab in der ganzen Zeit hier noch keinen Sonnenstich und nur einen ganz leichten Sonnenbrand bekommen.
Eine ziemlich coole Sache in der Vorbereitung war, dass wir in den ersten zwei Wochen vor und nach jedem Training gewogen wurden um zu sehen wie viel Wasser wir verlieren. Ausserdem haben wir nach jedem Training Eisbaeder gehabt, das heisst man musste mit zwei anderen in so einen Kessel mit 14 Grad Celsius kaltem Wasser sitzen. Das  was soo kalt... aber auch ziemlich lustig, ich hab die Zeiten immer mit Singen verbracht und war am Ende traurig, dass man in den 10 Minuten nur drei Songs singen kann…

Ashley, Laura und ich in einem von den Eisbaedern Leider hab ich nach den ersten drei Tagen auch gleich mal ne Oberschenkelzerrung bekommen. Dadurch war ich erstmal ganze 16 Tage ausser Gefecht. Ich hatte dadurch jeden Tag mind. 2 Stunden Rehatraining und anschliessend musste ich zum Zuschauen noch beim normalen Training zuschauen.. Ehrlich gesagt war die Zeit ziemlich schwer fuer mich, weil ich eigentlich denen allen gerne zeigen wollte wie gut ich kicken kann und des nicht konnte.
Bis zum 25. August hatte die Schule noch nicht begonnen und somit konnten wir theoretisch den ganzen Tag nutzen um entweder zu kicken oder die Freizeit anders zu verbringen. Aber ich konnte ja nicht kicken und des zu erleben war ziemlich frustrierend. In der Zeit bin ich aber stattdessen einmal nach Orlando gegangen, bin sonst mit ein paar von meiner Mannschaft rumgehangen und hab ein paar von den Fastfood Restaurants hier in Amerika kennen gelernt.

  Meine Verletzung war Anfang September auskuriert – gerade rechtzeitig, dass ich eine von den zwanzig Spielerinnen war, die auf ein Vorbereitungsturnier ueber vier Tage nach New York (der Staat New York, nicht New York City) fliegen durften. Das war an sich ein sehr sehr cooles Erlebnis und eine sehr coole Zeit mit meiner Mannschaft, wenn auch nicht besonders erfolgreich. Leider konnte ich wegen anderen Problemen noch immer nicht schmerzfrei Fussball spielen, weshalb ich fast nicht gespielt habe und der Ausflug von demher auch fuer mich ein wenig getruebt war. Aber ich bin in New York gewesen und einfach mal ne andere Landschaft und ein anderes Klima mitzubekommen war die Reise auf jeden Fall wert.

Unsere Torhueterin und ich in New York auf einer Bruecke ueber dem Hudson River Meine Mannschaft in New York. Auf dem Bild machen alle den Carmen-Move, weil ich hab irgendwie immer, wenn ich irgendwas erklaere oder auch sonst voll oft zwei Finger an meiner Hand ausgestreckt und die anderen angewinkelt. Die finden das ziemlich amuesant und sagen immer, die Carmen, die hat mal wieder ihre „guns“ aussen. Ach ja, ich bin links oben hinten. Auch am naechsten Wochenende war ein Turnier ueber vier Tage, diesmal in North Carolina. Und auch diesmal bin ich gerade rechtzeitig wieder so fit geworden, dass ich mit konnte. Aber auch diesmal sind ploetzlich wieder Schmerzen aufgetreten, so dass ich nur sehr wenig und nicht mit besonders viel Freude spielen konnte. Von der Manschaft her gesehen war der Ausflug aber so ziemlich das lustigste was ich hier bis jetzt erlebt hab. Was auch cool war an dem Turnier ist, dass wir dort acht Stunden mit dem Bus hingefahren sind. Und der Bus ist ziemlich cool, mit Tischen und Liegen, also ziemlich gemuetlich.

Der Bus mit den Liegen, Fernesehern und Tischen   Allerdings sind wir auch erst am Montagmorgen um 2 Uhr an der Uni wieder angekommen und ich musste am naechsten Tag am 7 Uhr wieder aufstehen, das war ziemlich anstrengend.
Direkt nach dem Turnier, am 13. September war es endlich soweit. An dem Tag war das erste Training seit meiner Verletzung an dem ich wieder schmerzfrei spielen konnte und prompt war ich richtig, richtig gut und was noch wichtiger war alles hat wieder viel mehr Spass gemacht. Davor war es immer so, dass die Dinge, die ich mit der Mannschaft erlebt und gemacht habe an sich sehr cool waren, aber immer getruebt davon, dass ich noch nicht einmal zeigen konnte wie gut ich eigentlich kicken kann und ich jeden Tag erleben musste wie die anderen froehlich spielen und ich am Rand sitze oder sagen muss, ich koennte besser spielen, wenn ich fit waere… Die naechsten drei Trainings waren also wahnsinnig cool und ich hatte endlich mein erstes schmerzfreies Spiel hier in Stetson. Leider bin ich in dem Spiel nach fuenf Minuten ganz ungluecklich umgeknickt, so dass ich seit da schon wieder nichts mehr machen kann. Das war und ist extrem frustrierend, aber ich bin auf dem Weg der Besserung und hab Hoffnung, dass ich in ein oder zwei Wochen wieder schmerzfrei spielen kann.

Das bin ich waehrend meinen fuenf Minuten, die ich gespielt habe J
                                                                                                                       
Das ist der Moment meiner Verletzung. Ich find des ziemlich cool, dass der Fotograf, der bei den Spielen dabei ist, den Moment eingefangen hat. Leider kann ich die Bilder nicht groesser machen, ich muesste die sonst fuer teures Geld kaufen. Uni und Freizeit
Am 25.8. hat dann also endlich die Uni angefangen. Ich haette nicht gedacht, dass es so viel ist, aber seit da hab ich keine Zeit fuer gar nix mehr. Das liegt zum einen daran, dass wir jeden Tag zig Seiten lesen muessen und Aufsaetze schreiben und zum anderen daran, dass ich nebenher noch Fussballtraining und –spiele und Rehatraining habe. Dadurch, dass ich ausserhalb vom Fussball so wenig Zeit habe, konnte ich noch nichts Groesseres hier unternehmen. In meiner spaerlichen Freizeit treffe ich mich entweder mit Leuten vom Fussball, insbesondere Ashley, mit der ich am meisten unternehme und mit der ich mich von Anfang an richtig richtig gut verstanden habe. Obwohl ich so wenig mache, gibt es fast jeden Tag irgendwelche Dinge, die ich zum ersten Mal mache oder insbesondere esse oder so, das ist dann meistens ziemlich cool. J Zum Beispiel mein erster Slurpee, mein erster Besuch bei McDonalds in den USA,mein erster Besuch bei Chick-Fil-A, bei Quiznos, bei Firehouse, bei Chili’s, bei Applebee’s,...
Ashley und ich bei meinem ersten Slurpee (so ein Eisdrink) Die Uni ist also ziemlich zeitaufwendig, aber nicht unbedingt schwer. Ich hab bis jetzt ein paar kleinere Tests, Aufsaetze und Berichte geschrieben und hab immer 10 von 10 oder 25 von 25 oder einmal sogar 21 von 20 Punkten bekommen. So kann es von mir aus weitergehen. ;)
Besonders leicht ist fuer mich meine Spanish class, weil das Niveau von dem Kurs niedriger ist, als es am Ende in der Schule war. Und ich bin ehrlich gesagt richtig froh darueber so einen Kurs zu haben, weil die anderen Kurse so aufwendig sind. In meinem English Writing Kurs zum Beispiel muss ich immer extremst viel lesen und natuerlich Aufsaetze schreiben. In meinem Seminarkurs ueber Umwelt in den USA muss ich jede Woche mindestens einen Aufsatz schreiben und ebenfalls ziemlich viel lesen und in meinem Sport Management Kurs haben wir relativ zeitaufwendige Hausafugaben und ebenfalls eine Menge zu lesen. In der Zwischenzeit habe ich mich schon voll an das Englisch hier gewoehnt und dementsprechend faellt es mir nicht mehr so schwer wie am Anfang in meinen classes etwas zu sagen und so lange Texte in Englisch zu lesen oder in Englisch zu schreiben.
Vielleicht auch noch n bisschen was zu den Leuten hier: Die Amerikaner sind wirklich ein bisschen anders, so wie ich es erwartet hatte. Hier auf dem Unigelaende kennt fast jeder jeden und jeder freut sich immer neue Leute kennen zu lernen. Bei manchen Leuten kommt es sogar vor, dass ich immer wieder mit denen rede, aber keine Ahnung habe, woher ich die eigentlich kenne. Und oefters weiss ich auf einfach die Namen nicht, weil ich doch eh so ein schlechtes Namens-und Gesichtergedaechtnis habe und bei so vielen neuen oberflaechlichen Bekanntschaften bin ich dann doch n bisschen ueberfordert mir die ganzen Namen zu merken. Meine Mannschaft ist von den Leuten her extremst lustig (!) und gut drauf und nett und ich versteh mich mit allen gut und mit ein paar wie zum Beispiel Ashley noch besser. Wenn meine Zeit hier nicht so extrem beschraenkt waere, koennte ich auch noch mehr mit den allen unternehmen, aber durch des Rehatraining und die Uni bleibt dafuer im Moment gar keine Zeit. Damit ihr kurz seht was ich mit „keine Zeit” mein, hab ich hier mal meinen typischen Tagesplan von Dienstag und Mittwoch:
Dienstag:
7 am aufstehen, richten, fruehstuecken
8 am – 9 am weights ( Fitnessraum, Hanteltraining, Bauchmuskeltraining, Rueckentraining)
9 am – 9.55 am Rehatraining
10 am- 11.15 am Sport Management class
11.30 am – 12.45 pm Spanisch class
12.45 pm – 1.15 pm Mittagessen
1.30 pm – 3.00 pm Rehatraining
3.15 pm – 6 pm Training
6 pm bis 7.30 pm Abendessen, umziehen, duschen
7.30 pm – 11 pm lesen und Aufsaetze schreiben Mittwoch:
7 am aufstehen, richten, fruehstuecken
8 am – 9 am English Writing class
9 am – 11 am Rehatraining
11 am – 12 pm Seminarkurs Umwelt in den USA
12pm bis 1 pm Mittagessen
1pm – 3 pm schlafen, Hausaufgaben
3pm bis 5.30 pm Rehatraining
6 pm – 9 pm Training
9 pm -10 pm essen, richten, duschen
10 pm – 11 pm lesen, Aufsaetze schreiben In diesem Tagesplan sind Dinge wie ausserunterichtliche Treffen mit den Professoren, Meetings vom Fussball und weitere Veranstaltungen bei denen man teilnehmen muss noch gar nicht dabei. Was zudem oefters mal vorkommt, sind sogenannte weather delays im Fussball. Florida ist eine Hochburg was Gewitter angeht und es ist ganz normal, dass einmal am Tag irgendwann am Nachmittag ein Gewitter aufzieht und dann meistens aber auch relativ schnell wieder geht. Wir haben immer nachmittags Training und sobald es einen Blitz auf dem Radar gibt, muessen wir eine halbe Stunde warten bis wir wieder auf den Trainingsplatz koennen. Das hat schon zu Trainingsunterbrechungen oder –verschiebungen von 2 Stunden gefuehrt. Letzten Donnerstag hat dadurch offiziell das Training um 2.15 uhr begonnen und um 6.30 Uhr geendet. Und unser letztes Spiel hat 1,5 Stunden spaeter, um 8.30 Uhr erst begonnen und wurde drei Minuten vor der Halbzeit fuer eine halbe Stunde unterbrochen, sodass wir erst gegen 11 Uhr fertig waren. Wobei die Verschiebungen, die wir in der Unkleide verbringen, meistens die lustigsten Zeiten sind, wo laut Musik laeuft und alle sich unterhalten und lachen.So, des wars dann erstmal von hier aus Florida. Ganz liebe Gruesse
Carmen

Neele, 2010
"Hey,
so ich habe jetzt mal endlich Zeit die Mail zu beantwortet bzw mich mal zu melden. Mir geht es hier an der Mansfield University super gut. Ich bin so froh das ich hier gelandet bin. Mein Team ist zwar im Moment nicht so gut (vom spielerischen), aber das liegt glaube ich auch eher an den vielen Verletzten, die wir haben, aber naja. Mir bringt es hier super viel Spaß. Die Coach und das Team sind so nett. Jeden Tag Training, zwei mal die Woche ein Spiel... genau das wollte ich. Man spielt und lernt zusammen. Es ist einfach ein ganz anderes Teamgefühl hier! Ich denke das ich auch super viel Glück mit dem Coach hatte.
Die Uni ist auch super. Es ist auf jeden Fall anders als in Deutschland, aber ich denke für mich besser. Ich hab hier im Moment das Gefühl, dass ich viel mehr lerne als in Deutschland. Die Professoren sind alle super nett und helfen wo sie nur können. Wir Athleten bekommen auch noch extra Hilfe, damit wir nicht hinterher hängen wenn wir nicht zu den Kursen können, weil wir ein Fussballspiel haben. Ich weiss nicht, ob es daran liegt, dass ich an einer sehr kleinen Uni bin und die hier alle so nett sind. Die Kurse sind teilweise schwer, aber mit lernen schafft man die glaube ich auch (auch wenn mein English nicht das beste ist bzw. ich nur einen Toefl Score von 58 habe, komme ich ganz gut mit). Außerdem trainiere ich hier auch noch eine Kinderfußball Mannschaft, was total witzig ist und Spaß bringt, da die Kinder mich auch in einem English verbessern. Es ist so eine art Community Service, also ich bekomme nichts dafür, aber das ist auch egal, denn ich liebe es mit Kindern zu arbeiten und bin froh das ich das hier machen kann.
Ich bin froh das ich das mit euch gemacht habe und ich bin auch vollkommen mit euren Service zufrieden. Ihr habt immer sofort auf Fragen geantwortet und man konnte immer anrufen und auch Fragen zehn mal stellen :-) . Das einzige was ich nur noch gut gefunden hätte, wäre das man vielleicht sein zusammen geschnittenes Video bekommt. Aber ich denke ohne euch wäre ich jetzt nicht hier und könnte diese tollen Erfahrungen nicht machen. Ich hab euch auch schon fleißig weiter empfohlen ;-)
Ich kann die Mansfield University nur weiter empfehlen. Die Uni ist spitze, das Team und der Coach ist super (er kümmert sich um alle Spieler, und hat mir das Einleben hier super einfach gemacht. Ich glaube so einen Coach bzw so einen Menschen trifft man nicht oft). Eigentlich hatte ich auch nur geplant ein Jahr hier zu bleiben, aber ich merke einfach wie wohl ich mich hier fühle und das es mich fussballerisch und vorallem akademisch weiter bringt. Ich liebe den Fußball und das Unileben hier und wenn ich die Möglichkeit bekomme, hier noch weiter zu studieren, dann werde ich die auch auf jeden Fall nutzen.
Also noch mal vielen Dank! Ganz liebe Grüße aus Mansfield.
Neele"



WOMENS TENNIS


Prantl














Courtesy: FDU Athletics Communications

Warum ich zum Studium und Tennis in die USA gegangen bin:
Ueber Amerika und die Moeglichkeiten, als Leistungssportler dort sein Studium zu finanzieren, habe ich das erste Mal direkt in der Tennisszene gehoert. Auf Turnieren bin ich mit Leuten ins Gespraech gekommen, und nachdem ich mich auf der sportscholarships-Seite ein bisschen kundig gemacht habe, war ich eigentlich schon fasziniert von Anfang an. Nichtsdestotrotz war es ein grosser Schritt, letztendlich alles in die Wege zu leiten, und den Schritt ueber den grossen Teich dann  auch zu wagen, eine Entscheidung, die ich mein ganzes Leben nicht bereuen werde, weil ich hier absolut die besten Jahre meiner Jugend verbringe, und Erfahrungen mache, die ich in Deutschland nie so haette machen koennen. Neben dem Studium auf englisch, was am Anfang etwas furchteinfloessend war, sich aber schlussendlich als ueberaus machbar herausgestellt hat, bieten sich mir hier in sportlicher Hinsicht Moeglichkeiten, die das deutsche Studentenleben bei weitem uebertrumpfen. Das Leben in einer engverwobenen Gemeinschaft, wie es auf einem relativ kleinen US-Campus ueblich ist, die Teamdynamik, und die Trainingsmoeglichkeiten hier, haben mich vollkommen davon ueberzeugt, dass ich am richtigen Fleck gelandet bin.

Unterschiede zu Deutschland:
Im Vergleich zu Deutschland, wo der meiste Sportbetrieb in den Vereinen ablaeuft, gibt es hier in Amerika nichts schoeneres als den Collegesport. Amerikaner im allgemeinen sind ueberaus sportfanatisch, was sich nicht nur auf die typischen amerikanischen Sportarten wie Baseball, Basketball, oder Football beschraenkt. Man wird nirgendwo auf der Welt so eine ausgepraegte Sportkultur wie hier in den Staaten finden. Auch von der Mentalitaet her sind die Amerikaner schon ein Voelkchen fuer sich, auf den ersten Blick aber ueberaus entgegenkommend und freundlich, sehr viel entspannter als so mancher Deutsche. Darum war es fuer mich eigentlich am Anfang auch sehr einfach, neue Kontakte zu knuepfen und mit anderen ins Gespraech zu kommen.
Zu Beginn ist man ein bisschen ueberrascht, aber positiv angetan, dass jeder von einem wissen will, wie es einem geht, aber mit der Zeit kommt die automatisierte Antwort, es geht einem gut, ganz leicht von den Lippen.

Was mir in den USA besonders gut gefaellt:
Das soziale Leben auf dem Campus, die Atmosphaere im Team, und die unzaehligen Moeglichkeiten, neue Erfahrungen zu machen und mit anderen Kulturen und Laendern in Kontakt zu kommen, sind die absoluten Highlights meines Lebens hier. Ganz anders als in Deutschland, war es hier sehr viel einfacher, feste Freundschaften zu knuepfen, die hoffentlich ein Leben lang halten. Dadurch dass man jeden Tag miteinander verbringt, zusammen isst, trainiert, in Unterricht geht, Spass hat, lacht, und lebt, lernt man Leute sehr viel besser kennen, als ich es je zuvor erlebt habe. Und jeder hat so viele verschiedene Sachen erlebt, da wir alle aus den verschiedensten Ecken der Welt stammen. Beispielsweise sind allein bei uns im Damentennisteam 7 verschiedene Nationen vertreten, bei den Maennern sogar noch sehr viel mehr.
Vom Studium her, finde ich es auch super, dass die Klassen sehr klein sind, meistens so 20 bis hoechsten 35 Leute, anstatt 300 in manchen Vorlesungen an deutschen Unis. Wenn man den Kontakt sucht, sind die Professoren auch offen, und sehr hilfsbereit. Dadurch dass die Klassen so klein sind, ist der persoenliche Kontakt bald da, und die Lernatmosphaere sehr viel angenehmer.

Woran musste ich mich erst gewoehnen:
Der Kulturschock war natuerlich am Anfang schon gross. Da ich zum ersten Mal meinen Fuss in die Staaten gesetzt habe, war es fuer mich wie der Sprung ins kalte Wasser. Die erste Nacht in den Dorms war grauenhaft, da die Einrichtung nicht gerade berauschend war, und alles eher an ein Gefaengnis erinnert hat, als ein Platz, an dem ich mich wohlfuehlen sollte. Nachdem alles ein bisschen dekoriert war, sah die Welt aber gleich viel anders aus.
Die ersten Wochen fuehlte ich mich auch erstmal heillos ueberfordert mit der neuen Sprache, Umgebung, Leute, usw, aber das hat sich schnell gegeben. Im Grunde hat man ja den Wortschatz und die Kenntnisse, man ist es nur nicht gewoehnt, zu sprechen. Und da jeder sehr schnell und oft auch mit Slang unterlegt geredet hat, habe ich vorerst eher zugehoert, als mich an Unterhaltungen aktiv zu beteiligen. Mit der Zeit gewoehnt man sich aber an alles, und faengt auch ganz von alleine an, einfach draufloszureden.
Mittlerweile ziehe ich es hier sogar vor, Englisch zu reden, auch wenn deutsche Mitstudenten um mich herum sind, oder ich sogar allein mit meinen deutschen Freunden bin, da es meiner Meinung sehr viel einfacher und cooler ist, sich auf Englisch auszudruecken.

Was habe ich neu gelernt/wo habe ich mich weiterentwickelt:
Sprachlich habe ich definitiv Meilenschritte gemacht. Ich habe kein Problem mehr, andere zu verstehen, selbst mit den merkwuerdigsten Akzenten, Unterhaltungen auf englisch zu fuehren, und kann eigentlich ganz ich selber sein. Auch hinsichtlich Selbststaendigkeit und sein eigenes Leben zu organisieren, habe ich mich sehr entwickelt, allein durch die Erfahrung, ohne Eltern in einem fremden Land zurechtzukommen. Ich habe mein Leben selber in der Hand und darauf bin ich sehr stolz. Meine Persoenlichkeit hat sich meiner Meinung auch positiv entwickelt, in dem Sinne, dass ich ein sehr viel kontaktfreudiger, offener und lebenslustiger Mensch bin, als ich es vielleicht zuvor war.

Meine Plaene fuer die Zukunft:
Also erstmal moechte ich mein Bachelor-Studium hier in den Staaten vollenden, vielleicht sogar noch ein Master-Studium anhaengen, und dann hoffentlich einen Job, entweder in den USA, oder daheim in Deutschland bekommen, in dem ich gluecklich werde. Meine kurzfristigen Ziele hinsichtlich Tennis sind die NEC-championships zu gewinnen, einem Traum, dem wir in den letzten Wochen sehr nahegekommen sind. In ca. 4 Wochen stellt sich heraus, ob sich die Arbeit und der Schweiss der letzten Wochen und Monaten gelohnt hat, und wir unsere Universitaet in Ehren vertreten konnten.
Falls wir den Titel wirklich gewinnen wuerden, waere hier die Hoelle los.

Ob ich deutschen Abiturienten den Collegesport empfehlen kann?
Hell yeah! Ich kann jedem ambitionierten Sportler mit Abitur nur waermstens ans Herz legen, den Sprung in die USA zu wagen. Fuer mich hat es sich auf alle Faelle ausgezahlt. Es kommt natuerlich immer auf die Uni drauf an, aber falls man Glueck hat, so wie ich, verbringt man die beste Zeit seines Lebens hier.
Ich koennte noch so viel mehr sagen, aber ich denke es reicht :)
Viele Gruesse aus New Jersey



MENS TENNIS

Rafael B., 2011:
''Hi Philipp,
Mir gehts super, ich geb euch natürlich gerne Feedback, ich geh einfach mal auf die punkte ein.
Campus/Einrichtungen: Der Campus ist sehr sehr schön, es ist sehr klein gehalten, zu fuß ist alles innerhalb von 10 minuten erreichbar. Die Schlafräume sind nichts besonderes, aber vollkommen in Ordnung. Die Tennis facilities sind in top zustand, 6 Tennisplätze, dazu gute Bedingungen für Kondi und Fitness. Einzigstes Manko ist das Essen, aber ich denke dass liegt eher an den usa im allgemeinen.
Mannschaftskameraden/Trainer/Qualität: Perfekt. Wir sind ein junges Team mit 4 freshmans in den top 6, Ich spiele meistens an 2-3 und habe sehr gute Trainingspartner. Verglichen mit den letzten Jahren haben wir ein unglaublich starkes Team. von der Spielstärke passe ich perfekt in die Mannschaft rein, das Training ist im Vergleich zu Deutschland sehr viel mehr auf Doppel fixiert, was ungewohnt aber nicht schlecht ist. Allgemein liegt der Focus einfach woanders, wodurch ich meinem Spiel neue Elemente hinzufügen kann. Mit meinen Mannschaftskameraden verstehe ich mich super, Teamgeist ist top. Mit Coach Hynes komme ich auch sehr gut klar, besonders gefällt mir dass er richtig motiviert ist und mit dem Team virel erreichen will. Dazu gibt es noch einen jüngeren Assistant Coach.
Leistungsniveau: Ich könnte mir vom Leistungsniveau her kein besseres Team vorstellen. Ich gehöre zu den top 3, von denen jeder jeden schlagen kann. Insgesamt sind wir 10 Leute, von denen alle richtig ordentlich tennis spielen können, ich muss mich also gegen jeden richtig anstrengen um zu gewinnen. Dazu ist das Team unglaublich jung, unser ältester spieler ist ein junior, sonst nur freshmans und sophomores, wir werden quasi von woche zu woche stärker und es macht unglabulich spaß teil dieser mannschaft zu sein.
Niveau in der Konferenz: Wir spielen in der Big South Konferenz, ich glaube es sind 8 Mannschaften, von denen wir im moment 4 schlagen können, der restliche sind zumindest in diesem Jahr noch zu stark. Also vom Niveau im Vergleich zu meiner Uni sehr gut.
Uni Kurse: Man studiert halt alles kruez und quer, muss 20 generelle pflcithkurse einbringen und muss sich nach 2 jahren für ein major entscheiden. Perfekt für mich, weil ich  noch nicht genau weiß was ich möchte. Das Niveau ist allgemein um einiges niedriger als in Deutschland, alles andere außer einem A ist eigentlich in jedem fach eine enttäuschung. Trotzdem wird hier immer wieder das hohe akademische niveau angesprochen, ich denke also dass es im vergleich zu anderen unis um einiges höher ist. Sehr angenehm sind die kleinen Klassen, in jeder Klasse sind ca. 10-20 studenten. Nichtsdestotrotz nimmt die Uni sehr viel Zeit in Anspruch, der Lernaufwand ist zeitintesiv, dafür aber nicht so anspruchsvoll wie in Deutschland. Dazu bestehen die meisten tests zu mindestens 75% aus multiple choice questions. Ich habe mich super eingewöhnt und bin jetzt schon entschlossen, dass ich mein Studium hier auch abschließen werde. Die community ist sehr nett, jeder kennt jeden, ich glaube ich habe genau das gefunden, was ich gesucht habe.
Zu eurem Service: Ich bin zufrieden und außerdem davon überzeugt, dass ich es alleine nicht geschafft hätte. Ich denke das wichtigste ist einfach, dass ihr mir den Kontakt zu den Coaches ermöglicht habt. Abgesehen davon habe ich eigentlich immer eine schnelle Antwort per mail oder telefonisch bekommen, wenn ich Hilfe gebraucht habe. Außerdem war die Hilfe mit der NCAA enorm wichtig, ich habe hier schon abstruse geschichten gehört und bin wirklich froh, dass ich gecleart wurde, was eigentlich aufgrund meiner Turniere etc. fast unmöglich war.
Außerdem hat mir der Coach gesagt, dass ihm an meinem Video die Länge und die Trainingseinheiten gefallen haben.
Ein Vorschlag von mir wäre von jedem College falls möglich ein Uniprofil zu schicken, um Spielern wie mir einen besseren Eindruck vermitteln zu können. Ich bin absolut zufrieden hier, aber ich glaube, dass ich es sehr glücklich getroffen habe. Letztendlich ist bestimmt immer etwas Glück dabei.

Grüße aus Clinton,
Rafael''



Mens Track & Field

Sebastian I, 2009:
" ... Das erste Jahr war wirklich unglaublich toll! Mit der Sprache und Eingewoehnung hat alles sehr gut geklappt. Der Unterricht ist anstrengend aber es macht trotzdem Spass und meine Noten sind auch gut! Trainingstechnisch lief es leider nicht ganz so gut, da ich haeufig durch Verletzungen geplagt war. Trotzdem haben wir die Indoor Heptagonal Championships gewonnen (ich war Teil der sieghaften 4*400m Staffel)und waren als Team erfolgreich. Ich war mit Im Spring Break Trainigslager in Orlando, Florida wo wir Thyson Gay getroffen haben und bin zum Schluss, trotz Verletzung immerhin noch eine 21.36s auf 200m gelaufen.
Ich kann mich wirklich gar nicht genug bei dir/euch bedanken, dass ihr mir geholfen habt in Princeton anzukommen! Die "Princeton Bubble" ist ein Paradies zum Studieren und ich freue mich auch schon auf die naechsten 3 Jahre dort."



Womens Track & Field

Carolin I., 2009:
"... Es ist es mir in meinem ersten Jahr an der University of Tulsa sehr gut ergangen! Ich habe mich sehr gut eingelebt und diesen Schritt, nach Amerika zu gehen, nicht bereut. Ich konnte mich in diesem Jahr sportlich weiterentwickeln und habe auch ein paar Bestleistungen in mehr als einer Laufdisziplin erzielen können! Wir sind ein gutes Team und ich mag alle wirklich sehr! Deshalb macht auch jedes Training sehr viel Spaß und man ist immer motiviert sein Bestes auch im Training zu geben!
Akademisch kann man mittlerweile auch Fortschritte erkennen! Vorallem fällt es mir jetzt leichter dem Unterrichtsgeschehen zu folgen und alles sinngerecht zu verstehen! Auch im allgemeinen haben sich meine Englischkenntnisse sehr verbessert, sodass ich nicht mehr lange überlegen muss wie ich was sage! Im letzten Semester habe ich angefangen zwei Hauptfächer zu belegen, einmal Business Administration and Management und Sports/Exercise Science! Mein Doublemajor werde ich auch im zukünftigen Jahr beibehalten! Hinzukommt, dass ich schon viele Freunde gefunden habe, die mich auch im Sport und Akademisch unterstützen, sodass es mir auch leichter fällt so weit von zu Hause entfernt zu sein!Ich freue mich wirklich sehr auf die kommenden Jahre und hoffe das ich mich auch weiterhin sportlich und akademisch so gut weiterentwickeln kann wie bisher!
Und von daher auch noch mal ein ganz großes Dankeschön an Sie Herr Hänsel und Ihr Team, dass Sie mich letztes Jahr immer so gut unterstützt haben und immer ein offenes Ohr für meine Fragen gehabt haben!!! Vielen Dank!"

Sophie H, 2009:
"Ich bin jetzt schon ein Semester hier und mir gefaellt es sehr gut! Die Uni ist wunderschoen, wir verwenden die neusten Technologien und Professoren sind auch sehr aufmerksam und ich lerne wirklich viel! Obwohl nur um die 1,500 Studenten an der USCB studieren, ist es trotzdem eine super Uni. Vielleicht auch gerade deswegen, kleine Kurse, nette Leute und alles etwas familiaerer.
Das Golfteam ist auch super, ich wohne mit den meisten Maedels zusammen in einem Apartment und wir haben alle viel Spass und kommen auch alle miteinder sehr gut zurecht. Also, ich bin sehr froh momentan und habe schon sehr viel gelernt! Es ist was ganz anderes als golfen nebenbei in Deutschland. Wir haben hier jeden Tag Training und da wir Athleten sind, haben wir oberste Prioritaet was die Stundenplaene angeht, sodass wir Nachmittags Kurse vermeiden koennen um ins Training zu gehen. Das klappt alles wunderbar! Ich bin im oberen Bereich in unserem Team und das Leistungsniveau koennte sogar noch etwas besser sein. Also, insgesamt gefaellt es mir hier super! Ich hatte noch keinen moment in dem ich meine Entscheidung bereut habe! Es ist sehr einfach sich hier einzuleben, da alle so nett sind und die Umgebung auch total toll ist!
Vielen Dank fuer Ihre Hilfe"




Womens Field Hockey

Olga, 2011
Was es heisst, ein Student-Athlete an einer Amerikanischen Universitaet zu sein
Ich habe im Fruehjahr 2008 auf einer Abi-Messe von sport-scholarships.com und daraufin von Sport-Stipendien in den USA erfahren und eine Einschaetzung meiner Chancen im Internet vorgenommen. Nachdem mir gute Chancen zugesagt worden waren, ein Profil erstellt wurde und ich schliesslich erste Angebote von diversen Universitaeten erhielt, habe ich mich recht schnell fuer die Longwood University in Farmville, Virginia entschieden. Der Trainer, ein Englaender, war mir auf Anhieb sympatisch und bot in vielerlei Hinsicht seine Hilfe an. Erst nachdem alle Formalitaeten abgeschlossen waren und ich die Einladung der Uni und mein Visum fuer die naechsten 4 Jahre in der Hand hielt, musste die sehr reibungslose Zusammenarbeit mit sport-scholarships.com beglichen werden. 

Meine ersten Tage in den USA im August 2008 waren natuerlich voller neuer Eindruecke. Sehr bemerkenswert jedoch fande ich, wie unglaublich herzlich und offen ich von allen Seiten willkommen geheissen wurde. Nicht nur Teamkameraden und Trainer, auch Eltern und Lehrer begruessten mich mit offenen Armen. 
Die ersten paar Tage bzw. Wochen (je nach Universitaet) im “Fall” (Herbstsemester), bestehen stets ausschliesslich aus Hockey. Hockey morgens, Hockey mittags, Hockey abends. Zwischendurch steht man im Kraftraum oder geht laufen. Zu jeder anderen Gelegenheit geht man schlafen oder essen. Amerikanische Manschaften legen meiner Ansicht nach einen sehr viel groesseren Wert auf Fitness und Kondition, als ich es von deutschen Mannschaften gewohnt war. 

Gegen Ende August beginnt dann normalerweise das Herbstsemester, sprich das normale Uni-Leben, was bedeutet, dass das Training auf einmal taeglich, 6 Tage die Woche reduziert wird; zusaetzlich gibt es zweimal die Woche Krafttraining. Die Saison spielt sich zwischen Ende August und Anfang November ab, in der man bis zu drei Spiele die Woche hat und ausserdem viel am umherreisen ist. Bei einem Vollstipendium wird dabei fuer jegliche Kosten aufgekommen; von kompletter Hockey-Ausstattung, ueber einen (in meinem Fall) neuen Adidas Kleidungsbestand, bis zu voller Verpflegung und Unterkuenften. Im weiteren wird natuerlich auch an der Uni fuer Essen, Buecher, Kurse usw. gezahlt. 
Die Spielweise ist in Amerika auch etwas anders, man legt andere Schwerpunkte, aber daran gewoehnt man sich recht schnell, genauso wie an die Sprache. Viele Lehrer nehmen grosse Ruecksicht, wenn Missverstaendnisse bezueglich der Sprache bestehen und davon abgesehen, werden in den ersten Semestern meist die leichteren Kurse belegt. 
Da ich mich fuer eine recht kleine Universitaet entschieden hatte (etwa viereinhalb tausend Studenten), verlief der Unterricht zum groessten Teil sehr persoenlich und vertraut. Von insgesamt etwa 40 belegten Kursen, wussten die Professoren in wahrscheinlich 38 davon meinen Namen, meine Herkunft, dass ich Hockey spiele usw. Dies ist an einer weitaus groesseren Uni natuerlich nicht zwangslaeufig der Fall. Es fuehrte jedoch dazu, dass ich quasi jederzeit Kontakt zu meinen Professoren aufnehmen konnte, wenn ich Hilfe benoetigte oder Fragen hatte. Ein durchschnittlicher Kurs bestand aus etwa 20 bis 25 Studenten. 

Kulturell unterscheidet sich die USA natuerlich auch sehr von Deutschland, was seine Vorzuege, aber natuerlich auch Nachteile haben kann. Bei Walmart kriegt man alles, von Donuts ueber Aspirin und Autoreifen, in jedem Restaurant gibt es “free refills” fuer alle Getraenke. Auf der anderen Seite habe ich Dinge wie kulturelle Unterschiede innerhalb des Landes und die hier allzu oft als selbstverstaendlich angesehen Freiheiten eines “normalen Teenagers” vermisst. Ausserdem werde ich nie verstehen, warum man bei einem Dinner zu sechst von Papptellern essen muss...

Das Fruehlingssemester ist meist etwas anders gestaltet: Man trainiert nur 4 bis 5 mal die Woche, hat dafuer 3 mal Krafttraining. Es wird mehr Wert auf Fitness und individuelle Verbesserung gelegt, waehrend man sich im Herbst ganz auf das “Team” konzentriert. 

In meinem letzten Jahr war ich Vize-Kapitaen und eine der aeltesten in der Mannschaft. Freshmen (im ersten Semester) sahen mich als eine Art “rolemodel”an, insofern als dass internationale Spieler ohnehin meist zu den technisch gesehen besseren Spielern gehoeren, allein wegen der Tatsache, dass der durschnittliche Amerikaner in seiner Kindheit bis zu vier Sportarten gleichzeitig betreibt und sich meist erst mit etwa 14 bis 16 Jahren endgueltig fuer einen Sport entscheidet. Ich verliess die Universitaet und Mannschaft mit dem bisher besten “end of season”-Ergebnis, und erhielt mehrere individuelle und manschaftliche Auszeichnungen, auf welche in den USA sehr grossen Wert gelegt wird. 

Natuerlich hatte ich zu einigen Zeitpunkten Zweifel und war nicht immer ueberglucklich, aber im Grossen und Ganzen bin ich zu 100% gluecklich und zufrieden, die Entscheidung, nach Amerika zu gehen und nach einem Jahr auf 3 1/2 Jahre zu verlaengern, getroffen zu haben und wuerde es jederzeit wieder tun. Ich habe einen Bachelor in Psychologie, habe mich als Hockeyspielerin weiterentwickelt und eine ganze Welt neuer Freunde kennengelernt. Jedem, dem Englisch nicht allzu schwer faellt und dem Hockey wirklich am Herzen liegt und dafuer bereit ist, eine Menge Aufwand zu betreiben und es aushaelt, nur 2 mal im Jahr nach Hause zu fliegen, kann ich diese Gelegenheit nur empfehlen!