Bericht von Alex T.

Liebes Sport-Scholarshipsteam,

 

ich melde mich aus dem sonnigen San Francisco und kann mich nur bei euch bedanken, dass ihr mir das Leben als Student-Athlete ermöglicht habt. Hier ein kleiner Erfahrungsbericht über die ersten Monate in Kalifornien:

In der Hinrunde der letzten Saison bin ich auf Sport-Scholarships.com gestoßen und habe mich erstmals mit der Möglichkeit beschäftigt, in den USA zu studieren und für die Uni-Mannschaft Fußball zu spielen. Nachdem die ersten Gespräche sehr positiv verliefen und ich davon überzeugt war, den Schritt in die Staaten bei einem passenden Angebot gehen zu wollen, erstellte ich mit der Hilfe von sportscholarships.com ein Spielerprofil.

Nachdem ich den SAT Test und den Toefl Test erfolgreich absolviert hatte und mein Profil mehr oder weniger vollständig war, erhielt ich mehrere Angebote von Colleges und Universitäten aus allen Ligen (Division I-III). Hervorzuheben ist bei dem Vorbereitungsprozess der Showcase in Leipzig. Es hat echt Spaß gemacht mit richtig guten Kickern aus ganz Deutschland zu spielen und es war eine gute Möglichkeit, sich absoluten Top-Universitäten zu präsentieren. Ich entschied mich für die Academy of Art University in San Francisco, ein gutes Division II Team. Das soccer program war überzeugend, mit dem Coach war ich direkt (und bin es auch immer noch) auf einer Wellenlänge und die Lage (downtown San Francisco) ist natürlich auch top. Bei der Auswahl der Uni wurde ich sehr gut beraten. Das Sport-Scholarships Team hat echt Ahnung von College Fußball und konnte mir jeder Zeit alle Fragen, ob sportliche oder akademische, beantworten.

Die Hinrunde, die wir in Deutschland kennen, ist hier in den USA quasi die ganze Saison. Innerhalb von ca. dreieinhalb Monaten hatten wir ca. 20 Spiele. Eine normale Woche in season läuft hier wie folgt ab: Donnerstags und Samstags haben wir Ligaspiele, Montag-Mittwoch und Freitag ist Training, der Sonntag ist als einziger Tag frei. Hinzu kommen zwei Fitness Studio Einheiten. Die Belastung ist zwar enorm hoch, aber die Universität tut wirklich alles, um eine schnelle Regeneration zu ermöglichen. Der Aufwand mit Physiotherapeuten, Eisbecken, Schwimmbad etc. ist auf jeden Fall auf einer Stufe mit Junioren-Bundesliga Niveau. Bei Verletzungen braucht man sich also keine Sorgen um die physiotherapeutische Behandlung zu machen. Ich selber kam im letzten Sommer mit einem frisch operierten Innenmeniskus in San Francisco an und konnte relativ schnell wieder auf den Platz zurückkehren. Nach anfänglichen Kurzeinsätzen aufgrund mangelnder Fitness wurde ich dann in der zweiten Saisonhälfte zum Stammspieler und bin jetzt zu einer der Stützen im Team gereift. Einmal habe ich die Auszeichnung zum Freshman of the Week erhalten.

Im Spring Semester wird natürlich auch Fußball gespielt. Training ist jeden Tag von Montag bis Freitag. Hinzu kommen 5-6 Testspiele im Spring an den Wochenenden. Die Intensität ist kaum geringer als im Fall Semester. Es wird viel in kleinen Gruppen an der Physis, an der Schnelligkeit und an der Technik gearbeitet.

Das fußballerische Niveau würde ich so in die Landesliga bis Westfalenliga Senioren einordnen. Allerdings ist das Leistungsgefälle innerhalb meines Teams relativ groß. Während die besten Spieler, teilweise sogar mit U-Nationalmannschaftserfahrungen, auf einem sehr hohen Level spielen, können die Reservisten, so die Kaderspieler 18-24, nicht ganz mithalten. Vom Stil her spielen die meisten Teams, dazu gehört auch meine Mannschaft, sehr ähnlich zum europäischen Stil. Das Vorurteil, dass die Amis nur Kick and Rush spielen, hat sich absolut nicht bewahrheitet. Besonders gut finde ich die großen Auswärtsspielreisen. Mit dem Flugzeug nach Los Angeles oder nach Hawaii zum Auswärtsspiel zu fliegen ist jedes beziehungsweise jedes zweite Jahr ein echtes Highlight.

Akademisch ist meine Universität ein wenig anders strukturiert als eine normale Uni. Da es eine Kunstuniversität ist, wird sehr projektbezogen gearbeitet, Klausuren gibt es kaum. Dennoch ist mein Major Advertising sehr anspruchsvoll und zeitaufwendig. Die Professoren sind soweit sehr kompetent und haben ausnahmslos beste Connections in die jeweilige Industrie der einzelnen Majors, was sicher sehr vorteilhaft ist.

Trotzdem hat man genug Zeit, um neben Fußball und Uni San Francisco und Umgebung zu genießen. Ich wohne mitten in downtown und habe nur kurze Fußwege ins Nachtleben. Auch wenn Bars und Alkohol ab 21 sind, braucht ihr euch in der Hinsicht keine Sorgen zu machen. Es gibt fast jedes Wochenende College Partys. Insgesamt ist in der Bay Area eine Menge los und man kann immer etwas unternehmen. Vor ein paar Tagen bin ich zum Beispiel mit ein paar Kumpels zu einem NBA Spiel der Golden State Warriors gegen die Dallas Mavericks gegangen.

Sport-Scholarships ist bei Fragen immer erreichbar, alle Mitarbeiter sind super kompetent und das Netzwerk der Agentur ist riesig.

Zusammenfassend kann ich es wirklich weiter empfehlen, mit der Hilfe von Sport-Scholarships ein Sportstipendium an einer amerikanischen Universität zu bekommen.