Bericht von Charlotte

Nach einem Jahr Hockey und Studium hier an der University of Connecticut kann ich wahrscheinlich einen ganz guten Eindruck vermitteln, wie das Leben an einer Uni in Amerika ist. Insgesamt könnte es sowohl sportlich als auch sonst nicht besser laufen und ich bin froh mich dafür entschieden zu haben mein Studium hier abzuschließen. Da die Hockeysaison hier nur im Fall Semester ist (sprich August- Dezember)sieht das Leben in diesem Zeitraum extrem anders aus als in der Off-Season. Während der Saison haben wir jeden Tag von 15-18h Training, davon an zwei Tagen jeweils 30-45 Minuten Krafttraining und einmal in der Woche Yoga. Das Training hat also einen ziemlich großen Anteil im Alltag, jedoch wird es nie wirklich langweilig, da die Einheiten ziemlich abwechslungsreich sind. Neben dem Training hat man meistens 4/5 verschiedene Fächer die jeweils 3 oder 4 Stunden in der Woche stattfinden. Der Unterricht ist von Fach zu Fach unterschiedlich und geht von großen Vorlesungen mit 400 Studenten bis zu kleineren Gruppen mit ca. 20-25 Studenten. Ich hatte keine Probleme mich an das Konzept hier zu gewöhnen und auch die Umstellung in der Sprache fiel mir einfach, wodurch das Studium insgesamt keine Sorgen bereitete. Das Leben auf dem Campus ist natürlich etwas anders als man es aus den  Filmen kennt, aber insgesamt bekommt man doch einen kleinen Eindruck wie es an den meisten amerikanischen Unis aussieht. Da man einen Großteil des Tages mit dem eigenen Team verbringt sind das auch automatisch die engsten Freunde, wobei man auch viele andere nette Leute kennen lernt, die entweder in einem anderen Team sind oder auch keinen Sport betreiben. Eine relativ Große Umstellung im Vergleich zum Leben als Sportler zu Hause ist die Anerkennung die man von der Öffentlichkeit bekommt. Das kann zum einen etwas ungewohnt und komisch sein ,aber es ist auch ein gutes Gefühl wenn man ab und zu angesprochen wird mit Sätzen wie „Wow you’re on the field hockey team! You guys are awesome!“. Das Team steht hier klar im Fokus in jedem Bereich im Leben und es wird schnell wie eine große Familie. Da viele meiner Mitspielerinnen aus anderen Teilen der Staaten kommen laed das auch dazu ein mal die ein oder andere Region dieses unglaublich großen Landes zu sehen. Im Januar war ich zum Beispiel fuer eine Woche in Kalifornien. Die Gegend mit jemanden zu erkunden, der dort aufgewachsen ist, ist natürlich etwas anders als ein typischer Touristenausflug, aber macht dafür umso mehr Spaß. Jetzt aber nochmal etwas mehr zum Hockey hier ,der eigentliche Grund warum ich hier gelandet bin. Insgesamt macht es mir unheimlich Spaß und die Zeit die man täglich investiert lohnt sich zu 100%! Letztes Jahr hatte ich selber das Privileg an den Play-Offs um die National Championship teilzunehmen, die wir dann letztendlich auch erfolgreich gewonnen haben. Die Erfahrungen und Erinnerungen die ich in diesen Spielen gesammelt habe lassen sich nicht wirklich beschreiben, aber fühlen sich definitiv gut an! Unsere Saison hat vor knapp einem Monat angefangen und bis jetzt läuft auch alles ganz gut nach Plan „Threepeat“ (wir würden die national Championship zum dritten mal in Folge gewinnen). Wir haben jedes Wochenende zwei Spiele und dass sind die Tage auf die man sich jede Woche auf neues am meisten freuen kann! Es ist schwer zu beschreiben mit wie viel Motivation und Leidenschaft wir alle fuer das gleiche Ziel arbeiten und ich bin dankbar fuer jeden Tag an denen ich mich ein UCONN Husky nennen kann. Zu der Arbeit mit sports-scholarship.com habe ich eigentlich nichts viel zu sagen außer: reibungslos und super hilfsbereit. Es ist ganz schöne schwierig sich fuer eine Uni zu entscheiden, wenn man auf einem ganz anderen Kontinent ist und nicht mal eben zum Campus fahren kann um zu gucken wie einem es gefällt. Aber das Team von sport-scholarship war bei jedem Schritt in dem Prozess super hilfsbereit und konnte mir auch viele Tipps geben. Ich kann mir mein Leben ohne diese Entscheidung gar nicht vorstellen und ich bin unglaublich froh hier zu sein. Auch wenn ich noch 2.5 Jahre vor mir habe möchte ich gar nicht an das Ende denken müssen. Ich hoffe ich konnte euch einen besseren Eindruck geben wie das Leben und die Atmosphäre hier sein können!

Liebe Grüße,

Charlotte