Bericht von Christina B.

In zwei Wochen ist mein erstes Semester an der University of West Alabama zu Ende und ich blicke auf 4 super Monate zurück.

Mein Abenteuer USA hat Mitte August begonnen, nachdem ich im Juni mein Abitur erworben habe. Nach dem langen Flug hat mich der Coach und der Assistant Coach vom Flughafen in Birmingham, Alabama abgeholt und zu meinem neuen Zuhause Livingston, Alabama gebracht. Anfangs war ich etwas entsetzt, weil diese Stadt doch eher ein Städtchen ist und ich mir alles etwas anders vorgestellt hatte. Nach dem ersten „Schock“ konnte ich in mein Doppelzimmer in einem Studentenwohnheim, was auf dem Campus gelegen ist, einziehen. Dabei habe ich auch gleich meinen Roommate und ihre Familie kennengelernt, sodass ich von Anfang an nicht alleine war. Ein paar Tage später hat die Uni und das Tennis Training angefangen. Die ersten Wochen waren anstrengend. Man muss sich an den Uni-Alltag, das harte und viele Training und die andere Kultur gewöhnen. Wenn man gerade im Rhythmus ist, fangen auch schon die ersten Examen an, die alle 4 Wochen durchgeführt werden, sodass man quasi durchgehend lernen muss.

Wir haben 3 Mal die Woche Morning Practice um 6Uhr morgens, wo wir viel an der Kondition und Beinarbeit arbeiten, die auf Hardcourt besonders wichtig ist. Außerdem haben wir 4 Mal Afternoon Practice (Schlagtraining) und freitags immer Matchplay. Es ist viel, aber es bringt einen weiter und wenn man ein nettes Team hat, was bei mir der Fall ist, macht das auch sehr viel Spaß. Unser Coach fordert viel Disziplin und besonders Motivation beim Training. Am Wochenende haben wir meistens ein „Team social“, bei dem sich das Team trifft und zusammen etwas unternimmt.

Das Fall Semester ist mehr zur Vorbereitung und Eingewöhnung, da die richtige Season im Spring stattfindet, in der man viel reist und um die 25 Spiele und 2-3 Turniere absolviert. Es ist wichtig, dass man ein nettes Team hat und sich wohl fühlt, weil man einen Großteil seiner Zeit nur mit dem Team verbringt, was es schwer macht auch andere Kontakte zu knüpfen.

Alles in allem kann ich ein Studium in den USA in Verbindung mit einem Sportstipendium nur empfehlen! Man erlebt sehr viel, verbessert seine sportlichen Leistungen und gleichzeitig studieren. Ich freue mich schon riesig auf das nächste Semester, wenn die Season losgeht!