Bericht von Dana S.

Als ich meine Reise in die USA begann, war ich sehr aufgeregt und wusste nicht was auf mich zukommt. Es waren gemischte Gefühle, die ich spürte, als meine Eltern und meine Freunde mich zum Flughafen brachten; Auf der einen Seite freute ich mich auf das neue Abenteuer, auf der anderen Seite war es total schwer, meine Familie und Freunde zurückzulassen. Nach einigen Tagen, die ich brauchte um mich einzuleben, überwiegten die Glücksgefühle und ich war froh und stolz, dieses Abenteuer begonnen zu haben.

Ich lernte schnell viele neue Leute kennen, dadurch dass ich mit meinen Mannschafts Kolleginnen zusammen in einem “Dorm” wohnte und alle Trainer und Angestellten von der Universität sehr nett waren. Sie kümmerten sich, vor allem in den ersten Wochen, darum, dass sich alle Athleten/Studenten wohlfühlten. Das ist etwas, das ich sehr zu schätzen gelernt habe, hier an UNOH (University of Northwestern Ohio). Außerdem gibt es hier viele internationale Studenten. Das macht es einfacher sich einzuleben, weil jeder mit den gleichen Schwierigkeiten zu kämpfen hat und man sich gegenseitig besser helfen und verstehen kann. Ich bin froh, dass ich mich für UNOH entschieden habe. Die Entscheidung fiel mir nicht sehr leicht, doch durch die Hilfe von Sport-Scholarships konnte ich mich für die richtige Uni entscheiden. Alle Angestellten haben viel Ahnung und Erfahrung über/in allen Bereichen (fussballerische Niveau der Universitäten, Lage der Universitäten, Trainer und Spielerinnen an Universitäten, Größe der Universitäten, Kosten etc.). Dadurch konnte ich mir bei jedem Angebot eine gute Meinung und weitere Details der Universitäten dazuholen.

In meiner Mannschaft (Women´s soccer) hatten wir im ersten Jahr nur eine Amerikanerin und sonst Spielerinnen aus der ganzen Welt (Schweden, Frankreich, Island, England, Ghana, Brasilien, Kolumbien, Australien, Neuseeland, Deutschland). Dadurch habe ich viele neue Sachen über verschiedene Länder und Kulturen kennengelernt. Die ersten vier Wochen hatten wir noch keine Uni, sondern nur Training. Das Training war sehr hart und in der “Preseason” hatten wir manchmal sogar zwei mal Training am Tag. Im September fing dann die Saison und die Kurse in der Uni an. Dann musste ich mich daran gewöhnen, Uni und Fußball unter einen Hut zu kriegen. Mein Tagesablauf war eigentlich immer der Gleiche; Uni, danach kochen und essen, dann Training am Nachmittag und danach noch Hausaufgaben. Mittwochs und Samstags war Spieltag. Wenn wir Auswärtsspiele hatten, war es sogar noch zeitintensiver, weil wir nach Michigan, Indiana oder Illinois reisen mussten, und manchmal sogar in einem Hotel übernachten mussten. Das hat aber immer viel Spaß gemacht, und dem Team geholfen zusammenzuwachsen. Außerdem habe ich deswegen mehr von der USA kennengelernt und gesehen.

Wir haben unsere Conference (Liga) letzte Saison gewonnen und waren dadurch direkt für die erste Runde in dem “NAIA National Championship Tournament” qualifiziert. Diese haben wir leider unglücklich verloren und sind dadurch ausgeschieden und somit auch nicht nach Alabama gereist, aber ich hoffe wir schaffen es nächste Saison. Das “Fall Quarter” 2018 ging schnell vorbei und im Winter konnte ich über Weihnachten und Silvester nach Hause fliegen, um meine Familie und Freunde zu besuchen. Als ich im Januar wieder nach Ohio zurückkam war alles ein wenig anders. Die Saison war vorbei und in der “Off-season” liegt der Fokus mehr auf der Uni und man hat weniger Training und nur ganz selten Spiele oder Turniere. Dadurch hat man aber mehr Zeit Dinge zu unternehmen. In der Zeit haben wir drei mal die Woche Fussballtraining und zwei mal die Woche gehen wir zusammen mit der Mannschaft und unserem Athletiktrainer ins Fitnessstudio, um unsere Fitness aufrechtzuerhalten. Im Sommer darf man dann wieder für zwei bis drei Monate nach Hause und dann fängt es im August wieder mit der “Preseason” an.

Meine Highlights der Saison waren die Spiele gegen Madonna und Siena Heights. Gegen Siena Heights haben wir 3:2 in der Verlängerung verloren und gegen Madonna nur knapp gewonnen. Ein weiteres Highlight meiner Saison war das “Team bonding event” mit unserem Team und dem Men´s soccer Team zusammen an einem kleinen See in der “Preseason”. Außerdem gefiel mir die Ersti-Woche mit vielen Attraktionen und Informationsveranstaltungen auf dem Campus. Ich bin zufrieden und glücklich mit meinem Leben hier in der USA und würde es jedem/-r Sportler/-in weiterempfehlen.

Dana