Bericht von Herbert

Hallo Philipp!

Es tut mir Leid dass ich nicht eher dazu gekommen bin etwas ausführlicher über meine Zeit an der Hofstra University in New York zu schreiben, das liegt einfach daran dass die Zeit bisher so kurzweilig war und es immer etwas neues und spannendes zu erleben gab und immer wieder gibt.

Ich denke ich habe mit der Hofstra University und New York die richtige Wahl getroffen, New York City ist einfach amazing und es gibt jeden Tag etwas tolles zu erleben, denn obwohl ich hier bin  wegen dem Fußball und der Uni gibt es genug Zeit um dem nachzugehen weswegen ich mich damals entschieden habe in die USA zu gehen: das Collegeleben und New York bzw die USA kennenzulernen.

Da mein Englisch von Beginn an nicht das "yellow from the egg" war bin ich froh gewesen noch 3 weitere Deutsche in meinem Team zu haben, 2 davon zum Glück auch Ossis :)

Allgemein sind wir eine sehr internationale Mannschaft, mit Kameraden aus Norwegen, Puerto Rico, Canada, Ägypten, Island, Australien, England, USA und Italien. Das ist aber kein Problem weil man sich schnell auf dem Fußballplatz kennen und schätzen gelernt hat. Wir haben eine ganz ordentliche Saison (Division 1) gespielt inklusive bestem Start seit 25 Jahren und dem Erreichen des Conference Finales welches wir in der over time verloren haben. Das Fußballjahr hat viele neue Erfahrungen gebracht, zum einen wird anders gespielt als ich es aus Deutschland kannte (kein taktieren, immer Vollgas) und die Erfahrung zum Spiel zu fliegen bzw immer in sehr guten Hotels zu schlafen und die zum Teil riesigen Sportanlagen an den Unis zu sehen kannte ich auch nicht. 
Mit meinem Trainer komme ich gut klar, er war zufrieden mit meinen Leistungen und man kann jederzeit zu ihm gehen weil er auf dem Campus arbeitet. Man merkt dass er viel Erfahrung und gute Kontakte hat, nur für den Fußballbereich zuständig ist und viel Zeit in die Mannschaft investiert. Alles in allem ist die Betreuung sehr umfangreich und gut während und außerhalb des Trainings, ich wurde jetzt zum Beispiel an der Schulter operiert und das hat alles (bisher) super geklappt und die Kosten werden auch von der Uni übernommen.

Es gibt sicherlich schönere Campus in den USA als denen der Hofstra University, aber es ist schon sehr beeindruckend im Vergleich zu Deutschland wie viel Geld zur Verfügung steht um das Leben der Studenten zu erleichtern bzw um den Campus immer in Schuss zu halten. So gibt es z:B. eine eigene Polizei die in und um den Campus für Sicherheit sorgt und eine eigene Infrastruktur mit Hilfe man zu jedem Punkt auf und ausserhalb des Campus kommt.

Da ich ein Transferstudent bin musste zu Beginn viel geklärt werden, das alles war kein Problem denn die für die Sportler verantwortiche Advisorin, Michelle Spaterella (liebste Frau auf der Welt), hilft uns wie eine Mutter die richtigen Kurse zur richtigen Zeit zu wählen.

Als Europäer und vor allem Deutscher kommt man gut zu Recht und ist sehr für die Amis interessant, das ist sehr hilfreich!

Ein typischer Tag sieht also so aus: nicht zu früh aufstehen, Uni, essen, training, Uni, Collegeparty :)

Über die Feiertage bin ich im Gegensatz zu den meisten internationalen Studenten nicht nach Hause geflogen sondern habe die Zeit mit meinen Freunden die mich aus Deutschland besucht haben genutzt um New York City, Miami, Key West und Atlantic City besser kennen zu lernen. So eine Gelegenheit kommt wahrscheinlich in meinem Leben nicht mehr wieder und ich bin froh und dankbar das alles erleben zu dürfen.

Zum Schluss möchte ich Sport-Scholarships.com danken, die in mir das Interesse geweckt, meine offenen Fragen beantwortet und den Kontakt zu meiner jetzigen Uni hergestellt haben. Vor allem habt ihr mir bei den unfassbar vielen Hürden (Tests, Bescheinigungen, usw) die auf dem Weg nach NY bewältigt werden mussten geholfen.

Weiterhin möchte ich meinen Eltern danken die mir ebenso das überhaupt erst alles ermöglicht haben und mir jederzeit zur Seite standen und stehen. Und natürlich all meinen Freunden die zu Hause die Stellung halten und mich auf dem Laufenden halten.

Ich bin sehr dankbar für die Zeit die ich bisher hier erleben durfte und gespannt auf die Zeit die noch vor mir liegt, man kann sagen dass es mich gebildet und meine Sicht auf viele Sachen verändert hat.

Kurz und knapp: Ich kann nur jedem empfehlen der die sportlichen und akademischen Voraussetzungen besitzt zumindest einmal über ein Sportstipendium in den USA nachzudenken. Wenn ihr mehr Infos wollt oder Fragen habt könnt ihr mir jederzeit schreiben :)

kind regards and a happy new year,

Herbert