Bericht von Jacky M.

1.)    Seit drei Jahren studierst du mit einem Fußballstipendium in Miami. Wie kann man sich das genau vorstellen?

An einer Amerikanischen Universität auf hohem Niveau Fußball zu spielen ist ein Erlebnis und eine Möglichkeit, die keine Mannschaft und keine Universität in Deutschland bieten kann. Der Sport und die schulische Ausbildung sind eng miteinander verbunden. Während man jeden Tag zu Vorlesungen geht, ist man gleichzeitig Teil eines professionellen Fußball Programms. Nebenbei ist es natürlich ein absolutes Highlight in Miami zu leben, wo man sommerliche Temperaturen das ganze Jahr über am Strand genießen kann. Dass ich den Schritt hier in die USA gemacht habe, hat mir außerdem sehr viele Türen geöffnet. Den Kontakt, den ich mit Menschen aus den verschiedensten Teilen der Welt geknüpft habe, wird mir immer erhalten bleiben. Außerdem war es mir sehr wichtig, dass ich finanziell von meinen Eltern unabhängig bin und mein volles Stipendium hat dies ermöglicht. Von Nahrung, Studiengebühren, oder Büchern, bis zu einer Unterkunft, die Universität sorgt für alles.

2.)    Was gefällt dir besonders an deinem Leben in den USA?

Am meisten gefällt mir, dass ich hier ständig etwas Neues erlebe und dass ich durch meinen Auslandsaufenthalt sehr gewachsen bin. Während jeder Saison fliegen wir in die verschiedensten Staaten der USA und fahren in Städte, die ich bisher noch nie besucht habe. In meiner Mannschaft spielen viele Mädels, die aus verschiedenen Ländern und verschiedenen Teilen der USA kommen. Jede hat ihre eigene Geschichte und zu Feiertagen wie Thanksgiving, bin ich bei jeder Familie willkommen. In Deutschland wäre mir dies niemals möglich gewesen.

3.)    Kannst du jungen Spielerinnen den Schritt in die USA empfehlen?

Auf jeden Fall! Ich wünschte ich könnte das Kapitel USA noch einmal von vorne beginnen und könnte alles noch einmal durchlaufen. Ich bin sehr dankbar für meine Zeit hier und bereue keine Sekunde. Der Spaß und all die Erlebnisse überwiegen der Sehnsucht nach Hause. Aber um ehrlich zu sein, wird die USA nach einiger Zeit das neue zu Hause und man will gar nicht mehr weg. Die Atmosphäre in der Mannschaft ist auch total anders im Vergleich zu deutschen Mannschaften. Die Mannschaft in Amerika ist nicht nur deine Fußball Mannschaft, sondern auch deine Familie. Deine Mitspielerinnen sind gerne bereit dich überall hinzufahren und helfen dir bei jeder Gelegenheit. Zu Anfang habe ich geplant für nur ein Jahr in die USA zu gehen, aber mir hat das Leben hier so gut gefallen, dass ich mich dazu entschieden habe alle 4 Jahre zu bleiben. Selbst wenn man nur ein Jahr hierbleiben möchte, ist dies eine optimale Möglichkeit um Auslandserfahrungen zu sammeln.

4.)    Wie hat dir Sport-Scholarships auf dem Weg in die USA geholfen?

Der Service, den mit Sport-Scholarships geboten hat, war außergewöhnlich gut. Direkt nach meiner Chanceneinschätzung haben wir den Recruiting Prozess gestartet und innerhalb einer Woche habe ich Angebote von Universitäten aus ganz Amerika bekommen. Besonders hat mir aber das Sichtungsturnier geholfen, wo ich dann auch meinen Trainer kennengelernt habe. Das Turnier war sehr gut organisiert und ich hatte die Möglichkeit mit vielen Trainern persönlich in Kontakt zu kommen, was deutlich einfacher ist als über E-Mail oder Skype zu kommunizieren. Bis heute besteht immer noch Kontakt zu dem Team von Sport-Scholarships und ich schaue jedes Jahr im Winter an ihrem Info-Stand bei den Gütersloher Hallenmasters vorbei. Auch während meiner Zeit in den USA haben Malte und seine Kollegen sich nach mir erkundigt und sind sichergegangen, dass es mir gut geht.

5.)    Wie hast du damals von Sport-Scholarships erfahren?

Das erste Mal wurde ich auf Sport-Scholarship aufmerksam, als ich an den Gütersloher Hallenmasters teilgenommen habe. Ältere Mitspielerinnen hatten zu dem Zeitpunkt schon Kontakt mit ihnen aufgenommen und haben nur positives berichtet. Ich hatte erst gar nicht geplant in die USA für ein Studium zu gehen, aber all die positiven Erfahrungsberichte haben mich schnell umgestimmt. Zu Anfang hatte ich Angst gehabt, dass der Schritt in ein Land, dass so weit weg ist, zu groß ist, aber das Team von Sport-Scholarships hat mir jegliche Angst genommen und der enge Kontakt zu dem Trainer vor dem Antritt der Reise hat mich perfekt auf mein Leben hier vorbereitet. Die Mädels in der Mannschaft werden schnell meine Freundinnen und machten alles möglich, damit ich mich wohl fühlte.