Bericht von Julia L.

Hallo liebes Team von Sport-Scholarships.com,

Ich habe mein erstes Semester an der LMU geschafft und bald sind meine Ferien hier in Deutschland schon wieder vorbei. Ich habe mich vor einem Jahr auf jeden Fall für die richtige Universität entschieden. Ich habe sehr freundliche Professoren erwischt und hoffe, dass das auch in den nächsten Semestern klappt. Mein Team ist auch sehr nett und alle können Tennis spielen. Was mir nicht gefallen hat am Herbstsemester ist, dass wir wenige Turniere gespielt haben, weil wir im Herbst nicht in der Saison sind. Das ist aber ein genereller „Kritikpunkt“, da das überall so ist. Ab Oktober war mir persönlich einfach zu oft langweilig an den Wochenenden. Ich war es gewöhnt fast jede Woche auf ein anderes Turnier in Deutschland zu fahren, einfach weil mir das immer Spaß machte, und da war das natürlich erstmal eine Umstellung. Dafür hatte ich viel Zeit mich um Klausuren zu kümmern und entsprechend war das Semester in Sachen Noten kaum zu toppen.

Bald geht meine erste Saison los und ich bin gespannt, wie wir abschneiden werden. Im nächsten Semester wird mir jedenfalls nicht mehr langweilig werden, da wir mehr als 15 Spiele in gut 2 Monaten haben. Dennoch werde ich Deutschland wieder enorm vermissen, nicht zu vergessen das Essen hier. Unsere Uni bemüht sich definitiv um gesunde Optionen in der Cafeteria, aber selbst ein einfacher Salat schmeckt zu Hause einfach besser.

Zu dem Zeitpunkt weiß ich noch nicht genau, ob ich die ganzen vier Jahre dort verbringen möchte, dafür bin ich einfach noch nicht lange genug dort gewesen. Nach meiner ersten Saison kann ich dazu bestimmt mehr sagen. Insgesamt war das erste Semester schon eine klasse Erfahrung, an der ich sicher gewachsen bin. Umso mehr freue ich mich zu sehen, was in den nächsten Semestern noch passiert. Ich kann diesen „Schritt“ jedem empfehlen, der genau wie ich, Tennis und Bildung miteinander verknüpfen will. Wir verpassen in der Saison zwar auch mal ein paar Vorlesungen, aber die Professoren sind vorbereitet und die große Masse auch verständnisvoll. Sonst ist alles gut abgestimmt und geregeltes Fitnesstraining steht auch auf dem Programm. Ich werde die deutschen Turniere nach wie vor vermissen, aber wenn man bedenkt, was man im Ausland für die Zukunft mitnehmen kann, ist das schon wieder halb so schlimm. Man wird auf jeden Fall selbstständiger, kann auf einmal auf Englisch bessere Texte schreiben als auf Deutsch und merkt, was wirklich wichtig ist. Und das ist eben ein ordentlicher Abschluss und nicht LK1 zu bleiben. Ich hoffe der Bericht hilft Unentschlossenen dabei sich zu entscheiden es einmal zu versuchen, auch wenn man noch skeptisch ist. Ich finde man sollte die Chance auf jeden Fall nutzen!

Julia