Bericht von Kari W.

Diesen August hat mein Abenteuer begonnen, ein Sport Stipendium in den USA, an der Temple University in Philadelphia. Einer meiner neuen Coaches hat mich vom Flughafen in Philadelphia abgeholt und mich zum Campus gebracht. Dort angekommen habe ich meine Zimmernachbarn getroffen und ausgepackt. Die erste Woche war ziemlich stressig und vollgepackt, erst hatten wir zwei Tage Orientierung in der Uni, danach zwei Tage Orientierung für Student-Athletes und beendet wurde die Woche Freitags mit der Convocation, wo alle Freshmen zusammen begrüßt wurden.

 

Ich habe auch bereits in den ersten Tagen die Sportausrüstung erhalten: T-Shirts, Pullover, Sportanzüge usw. – alles mit einem Temple-Schriftzug oder einem großen, speziell gestalteten „T“ gekennzeichnet. Später kam dann noch die Fechtausrüstung dazu, ebenfalls alles im „Temple-Design“ und nach dem Training darf man die verschwitzten Sachen einfach in eine Tonne werfen, und am nächsten Tag liegen sie wieder gewaschen in meinem Spind an der Trainingshalle.

 

Am Wochenende folgten dann ein Fitnesstest und direkt das erste Football-Game, bei dem mein ganzes Team zusammen zugeschaut hat. Generell wird hier viel auf Zusammenhalt des Teams geachtet, was mir super gefällt. Das Team ist hier eher wie eine Familie, man unternimmt viel zusammen und ich war sofort ein Teil von ihnen. Am Montag darauf hat dann die Uni und das Training begonnen. Wir haben morgens vor der Uni Fitness- und Konditionstraining und abends Fechttraining. In der Uni kommt man auch als internationaler Student von Anfang an gut mit, es wird erwartet, dass man viel eigenständig liest, der Schwierigkeitsgrad ist aber im Vergleich zu Deutschland nicht allzu hoch.

 

Der Campus ist sehr modern und bietet vielseitige Möglichkeiten. Wir sind mit modernen Trainingsstätten ausgestattet, alle Kursräume haben Smartboards und auf dem gesamten Campus gibt es freies Internet über WiFi. Bei Fragen und Problemen kann ich mich jederzeit an einen der Coaches, an einen Psychologen oder eine Beratungsstelle auf dem Campus wenden.

Da das Campusgelände nicht im besten Stadtteil Philadelphias liegt, sind alle Studentenwohnheime durch Zugangskontrollen und Wachpersonal gesichert, auch auf dem Campus selbst patrouilliert ein Sicherheitsdienst. Ich selbst hatte aber bisher keine Probleme und fühle mich insgesamt sehr sicher. Die Innenstadt von Philadelphia ist mit der U-Bahn 10-15 Minuten vom Campus entfernt und total unkompliziert zu erreichen. Da Philadelphia zu den größten Städten der USA gehört gibt es auch viel zu erleben.

 

Eine Sache gefällt mir aber dennoch nicht so gut, das Essen in der Mensa ist typisch amerikanisch. Da ich aber in einem Wohnheim mit Küche wohne, kochen ich und meine Zimmernachbarn uns öfter selber etwas.

 

Ich bin bis jetzt absolut zufrieden, ich hätte mir ein Leben an einem Amerikanischen College nicht besser vorstellen können und sehr froh, diesen Schritt gewagt zu haben, auch wenn ich manchmal wehmütig bin, dafür den Nationalkader verlassen zu haben.

Der Weg hierher war manchmal kompliziert aber mit sport-scholarships.com hatte ich immer kompetente Berater an meiner Seite.

Ich freue mich sehr auf die Saison mit meinem Team. Go Temple Owls!