Bericht von Lara M.

Alles in allem denke ich, dass die Drury University (Springfield, MO) eine gute Wahl für mich war. Der Campus gefällt mir sehr gut, weil er klein und organisiert aufgebaut ist. Das Gute daran ist, dass man alle Gebäude ohne Probleme in kurzer Zeit erreichen kann und außerdem lernt man schnell viele Leute können. Es herrscht eine sehr persönliche Atmosphäre auf dem Campus. Wenn man die Straßen zum Unterricht entlang geht, grüßt man jeden zweiten Studenten und trifft viele enge Freunde. Jeder kennt jeden und das macht es leicht das Umfeld gut kennenzulernen und Freundschaften zu schließen. Auch die Professoren kennen ihre Studenten alle mit Vornamen und empfangen uns gerne während ihrer Bürostunden. Es hilft nicht nur wenn man Fragen hat, sondern es wird sogar erwünscht, dass man sich ab und zu bei seinen Professoren sehen lässt um immer in ständigem Kontakt und Kommunikation zu bleiben. Dadurch fühlt mich sich von Anfang an gut aufgenommen, denn die gesamte Community zeigt Interesse.

Meine Teamkameraden sind mir sehr schnell meine Familie weit weg von zu Hause geworden. Von Anfang an haben wir viel gemeinsam unternommen, sind zum See gefahren, uns die Stadt angeguckt, zusammen Dinner gekocht, ins Kino gegangen oder einfach nur zum Lernen getroffen. Mit meinem Team habe ich  unersetzbare Erfahrungen gemacht. Zusammen waren wir bei den Regionals, meine erste Wettkampf-Erfahrung, haben an einem Musikwettbewerb für einen guten Zweck teilgenommen und den dritten Platz gewonnen und haben uns gegenseitig unsere Kulturen vorgestellt. Letze Woche erst haben wir das holländische Santa Claus gefeiert und uns gegenseitig Gedichte geschrieben. Ich habe schon viele Eindrücke in alle möglichen Kulturen bekommen und das verdanke ich meinen Teamkameraden. Oder ein anderes Beispiel ist, dass wir die Wiederholungen beim Team-Workout immer in verschiedenen Sprachen zählen. Der Zusammenhalt im Team hat uns alle zusammen wachsen lassen.

Das Leistungsniveau im Team ist genau richtig für mich. Ich kann gut mitspielen, aber habe hin und wieder auch Herausforderungen, die mich vor allem während der Saison verbessern werden. Der Trainingsumfang mit Tennis-, Kraft- und Konditionstraining ist sehr hoch, aber ich sehe es immer als Zeit, die ich mit Freunden verbringen kann und in der wir gemeinsam auf unsere Ziele hinarbeiten. Wir sind sehr ehrgeizig und auch eines der lautesten Team auf dem Court. Beim Training gibt es nie Ruhe und alle zeigen vollen Einsatz, was mich immer wieder motiviert gerne zum Training zu gehen. In unserer Conference spielen wir unter den Top-Teams, aber wie immer im Sport müssen wir um unsere Siege kämpfen.

Die Uni-Kurse sind vom Anforderungsniveau im ersten Semester noch nicht besonders schwierig. Da wir das Liberal Arts System haben, habe ich viele Kurse genommen, die nicht direkt mit meinem Major zu tun haben und habe so einsichten in viele Bereiche, die angeboten werden zu bekommen. Letzen Endes habe ich sogar meinen Major zu Psychologie mit einem Behavioral Neuroscience Minor gewechselt. Für nächstes Semester konnte ich Kurse wählen, die mehr mit dem Studiengang direkt zu tun haben und freue mich schon sehr darauf endlich Kurse zu bekommen, die mich etwas mehr herausfordern und über das Basisniveau hinaus gehen. Insgesamt hatte ich noch keine Probleme gute Noten zu bekommen.

Es war wirklich nicht schwer sich bei Drury einzuleben. Zum einen hat man immer das Team und die Gruppe von internationalen Studenten, die hinter einem stehen und wissen wie es ist neu in einem anderen Land zu sein und zum anderen wurde ich auch in meinem Dorm gut aufgenommen. Dort wohnen nur Freshmen und ich habe die meisten meiner amerikanischen Freunde dort kennengelernt. Es ist nett auch etwas von der amerikanischen Kultur zu erleben. Über Thanksgiving zum Beispiel hat mich meine Zimmernachbarin zu sich nach Hause zum traditionellen Fest eingeladen. Den Rest des Wochenendes hat sie mir Chicago gezeigt und ich könnte meine erste große Stadt in den USA entdecken. Es war wirklich beeindruckend und bis jetzt ein sehr gelungenes Semester mit vielen unersetzbaren Erfahrungen!