Bericht von Lea H.

Meine ersten Tage in den USA

Ich bin Lea und vor ziemlich genau einem Monat hier in Reno, Nevada angekommen. Und ich bin begeistert. Es ist echt eine super schoene Uni und der Campus gefaellt mir auch, obwohl ich das auch aufgrund meines Besuchs im letzten Herbst schon wusste. Die ersten Tage waren natruerlich erstmal aufregend, weil ich meine Zimmernachbarn kennengelernt und mich in meinem Dorm eingerichtet habe. Insgesamt lebe ich in einem sehr schoenen Wohnheim mit jeweils eigenem Bad und Fruehstueck im Haus, was nicht in jeder Hall der Fall ist. Ausserdem habe ich eine Klimaanlage, was bei den heissen Temperaturen echt noetig ist. In den ersten paar Tagen habe ich dann mit meiner deutschen Zimmernachbarin einige Orientation Veranstaltungen besucht und bald auch die ersten Maedels vom Track Team kennen gelernt. Alle sind hier super nett und hilfsbereit und wenn man mal ein Problem hat, findet man immer jemanden an den man sich wenden kann. Der erste Tag der Uni war ziemlich interessant und aufregend und man muss schon echt sagen, dass das Niveau hier nicht ganz so hoch ist wie in Deutschland. Das macht es mir als Athlet aber leichter alles zu schaffen. Meine Kurse hier machen mir aber auch echt Spass, obwohl ich ziemlich viele Hausaufgaben machen muss.

In den ersten Wochen haben wir mit einigen deutschen Maedels ziemlich viel erlebt und zum Beispiel zum ersten Mal Target besucht und uns unser erstes Footballspiel angeguckt, wobei das ziemlich schwer zu verstehen ist, wenn man davon keine Ahnung hat. Ein lokales Event ist außerdem das Airballon Festival, wofür man allerdings um 4 Uhr morgens aufstehen musste. Aber es hat sich gelohnt und war atemberaubend. Ausserdem haben wir uns viel ueber die Trainingsmethoden der Amerikaner ausgetauscht und uns im Fitnesscenter schonmal auf das Training hier vorbereitet. Mein erstes Training fand bei gefuehlten 40 Grad statt und war aufgrund der duennen Luft hier noch ziemlich anstrengend. Trotzdem hat es mir ziemlich viel Spass gemacht, auch aufgrund dessen, dass ich mich mit meinem Coach recht gut verstehe. Ein sehr großer Unterschied vom Training hier, ist aufjedenfall das Krafttraining, was wir hier dreimal die Woche machen. Das ist für mich ein Unterschied zum Training in Deutschland. Aber das Schöne ist, dass wir einen eigenen Krafttrainer haben, der das Krafttraining für jeden von uns individuell gestaltet. 

Da ich weiss, dass viele sich auch fuer das Thema Heimweh interessieren, hier meine Erfahrungen dazu. Da es mir hier super gut geht und ich mich sehr wohlfuehle, habe ich damit bisher noch keine wirklichen Probleme gehabt. Es gibt natuerlich immer mal Moment, in denen man gerne Zuhause waere, aber wenn man jemanden findet mit dem man darueber reden kann verfliegt das auch ganz schnell. Man sollte sich immer etwas suchen, worauf man sich freuen kann und was nicht zu weit in der Zukunft liegt. Ich freue mich im Moment zum Beispiel auf meine erste Karaokenacht und auf den Besuch meines Vaters und meiner Schwester. Ausserdem habe ich mit ein paar Maedels eine Reise nach San Diego gebucht ueber Thankgsgiving.

Also falls du dich fuer ein Studium in den USA interessierst, dann kannst du dich ueber so viele Eindruecke und Erfahrungen freuen. Der ganze Aufwand, den man vorher dafuer betreiben muss lohnt sich und ausserdem sind die Amerikaner echt eine lustige Spezies. Es gibt Amerikaner, die gefragt haben, ob wir einen anderen Mond sehen oder ob wir in Deutschland Englisch auch als erste Sprache haben wuerden. Man findet hier also immer etwas, worueber man lachen kann.