Bericht von Rafael B.

Hi Philipp,
Mir gehts super, ich geb euch natürlich gerne Feedback, ich geh einfach mal auf die punkte ein.
Campus/Einrichtungen: Der Campus ist sehr sehr schön, es ist sehr klein gehalten, zu fuß ist alles innerhalb von 10 minuten erreichbar. Die Schlafräume sind nichts besonderes, aber vollkommen in Ordnung. Die Tennis facilities sind in top zustand, 6 Tennisplätze, dazu gute Bedingungen für Kondi und Fitness. Einzigstes Manko ist das Essen, aber ich denke dass liegt eher an den usa im allgemeinen.
Mannschaftskameraden/Trainer/Qualität: Perfekt. Wir sind ein junges Team mit 4 freshmans in den top 6, Ich spiele meistens an 2-3 und habe sehr gute Trainingspartner. Verglichen mit den letzten Jahren haben wir ein unglaublich starkes Team. von der Spielstärke passe ich perfekt in die Mannschaft rein, das Training ist im Vergleich zu Deutschland sehr viel mehr auf Doppel fixiert, was ungewohnt aber nicht schlecht ist. Allgemein liegt der Focus einfach woanders, wodurch ich meinem Spiel neue Elemente hinzufügen kann. Mit meinen Mannschaftskameraden verstehe ich mich super, Teamgeist ist top. Mit Coach Hynes komme ich auch sehr gut klar, besonders gefällt mir dass er richtig motiviert ist und mit dem Team virel erreichen will. Dazu gibt es noch einen jüngeren Assistant Coach.
Leistungsniveau: Ich könnte mir vom Leistungsniveau her kein besseres Team vorstellen. Ich gehöre zu den top 3, von denen jeder jeden schlagen kann. Insgesamt sind wir 10 Leute, von denen alle richtig ordentlich tennis spielen können, ich muss mich also gegen jeden richtig anstrengen um zu gewinnen. Dazu ist das Team unglaublich jung, unser ältester spieler ist ein junior, sonst nur freshmans und sophomores, wir werden quasi von woche zu woche stärker und es macht unglabulich spaß teil dieser mannschaft zu sein.
Niveau in der Konferenz: Wir spielen in der Big South Konferenz, ich glaube es sind 8 Mannschaften, von denen wir im moment 4 schlagen können, der restliche sind zumindest in diesem Jahr noch zu stark. Also vom Niveau im Vergleich zu meiner Uni sehr gut.
Uni Kurse: Man studiert halt alles kruez und quer, muss 20 generelle pflcithkurse einbringen und muss sich nach 2 jahren für ein major entscheiden. Perfekt für mich, weil ich  noch nicht genau weiß was ich möchte. Das Niveau ist allgemein um einiges niedriger als in Deutschland, alles andere außer einem A ist eigentlich in jedem fach eine enttäuschung. Trotzdem wird hier immer wieder das hohe akademische niveau angesprochen, ich denke also dass es im vergleich zu anderen unis um einiges höher ist. Sehr angenehm sind die kleinen Klassen, in jeder Klasse sind ca. 10-20 studenten. Nichtsdestotrotz nimmt die Uni sehr viel Zeit in Anspruch, der Lernaufwand ist zeitintesiv, dafür aber nicht so anspruchsvoll wie in Deutschland. Dazu bestehen die meisten tests zu mindestens 75% aus multiple choice questions. Ich habe mich super eingewöhnt und bin jetzt schon entschlossen, dass ich mein Studium hier auch abschließen werde. Die community ist sehr nett, jeder kennt jeden, ich glaube ich habe genau das gefunden, was ich gesucht habe.
Zu eurem Service: Ich bin zufrieden und außerdem davon überzeugt, dass ich es alleine nicht geschafft hätte. Ich denke das wichtigste ist einfach, dass ihr mir den Kontakt zu den Coaches ermöglicht habt. Abgesehen davon habe ich eigentlich immer eine schnelle Antwort per mail oder telefonisch bekommen, wenn ich Hilfe gebraucht habe. Außerdem war die Hilfe mit der NCAA enorm wichtig, ich habe hier schon abstruse geschichten gehört und bin wirklich froh, dass ich gecleart wurde, was eigentlich aufgrund meiner Turniere etc. fast unmöglich war.
Außerdem hat mir der Coach gesagt, dass ihm an meinem Video die Länge und die Trainingseinheiten gefallen haben.
Ein Vorschlag von mir wäre von jedem College falls möglich ein Uniprofil zu schicken, um Spielern wie mir einen besseren Eindruck vermitteln zu können. Ich bin absolut zufrieden hier, aber ich glaube, dass ich es sehr glücklich getroffen habe. Letztendlich ist bestimmt immer etwas Glück dabei.

Grüße aus Clinton,
Rafael