Bericht von Samuel S.G.

Erfahrungsbericht Georgia Gwinnett College

Es ist jetzt schon fast 5 Monate her, dass ich in die USA gekommen bin und mit meinem Studium am Georgia Gwinnett College begonnen habe. Ich habe mich mittlerweile super eingelebt und viele neue Erfahrungen und Freunde gesammelt.

Anfang August bin ich in Atlanta, Georgia gelandet, wo mich mein Assistenzcoach Kevin May abgeholt hat. Von dort aus ging es ins 30 Minuten entfernte Lawrenceville, wo das College und der Sportkomplex zu finden ist. Als wir angekommen sind und ich aus dem Auto gestiegen bin, konnte ich mir zuerst nicht vorstellen hier Fußball zu spielen. Es war über 30 Grad heiß und sehr humid, wodurch man schon angefangen hat zu schwitzen wenn man kurze Zeit draußen stand.

Später habe ich dann mein Team und den kompletten Trainerstab kennengelernt. Alle waren sehr freundlich und hilfsbereit, falls man irgendwelche Probleme oder Fragen hatte. Mein Mitspieler kommen aus

vielen verschiedenen Ländern (Schweden, Honduras, Guatemala, England, Holland etc.), aber alle verstehen sich gut miteinander und ich wurde sofort super aufgenommen.

Am nächste Tag ging auch schon die Saison Vorbereitung los. Die ersten 2 Wochen haben wir 2 mal am Tag trainiert, einmal um 6 Uhr morgens und später um 4 nachmittags. Die Einheiten waren an sich schon sehr intensiv, aber das Klima hat es noch deutlich verstärkt. Das Fußballerische Niveau war auch deutlich besser als ich es erwartet habe. Diese Zeit hat uns als Team näher zusammen gebracht. letztendlich war ich dennoch froh als diese Wochen vorüber waren und wir nur noch einmal täglich trainiert haben.

Nach diesen 2 Wochen hat auch schon die Uni begonnen. Georgia Gwinnett College hat über 11,000 Studenten, was mich anfangs etwas nervös gemacht hat. Ich war mir nicht sicher, ob ich wirklich zurecht finden würde bzw. ob ich dem Unterricht folgen könnte. Aber das war alles kein Problem. Es befinden sich zwar viel Menschen auf dem Campus, aber der Unterricht findet in kleinen Räumen mit maximal 25 Studenten statt. Zudem sind die Professoren sehr hilfsbereit falls man Fragen hat oder etwas nicht versteht.

Unsere Saison hat einige Wochen später angefangen und wir sind sofort auf einen Roadtrip nach Tennessee gefahren. Wir hatten 2 Spiele an 2 Tagen, was zugegeben sehr anstrengend war, aber auch viel Spaß gemacht hat (vor allem weil wir beide Spiele gewonnen haben). Das Niveau der gegnerischen Teams kann hier sehr variieren. Einige Teams sind auf Landesliga Niveau, wobei andere eher in der Kreisliga spielen würden.

Unsere regular season war recht erfolgreich und für mich persönlich lief es nach anfänglichen Eingewöhnungsschwierigkeiten immer besser. Ich stand in jedem Spiel in der Startformation. Mitte November ging es dann zum Conference Turnier in Iowa, was wir auch gewonnen haben und somit in den Playoffs standen. Leider haben wir das Spiel darauf verloren, wodurch wir nicht zu den nationals in Florida fahren konnten, wo die 16. besten Teams aus dem Land aufeinandertreffen. Damit war unsere Saison dann leider auch beendet.

Lawrenceville ist mit ca. 30,000 Einwohnern eine Kleinstadt, in der man nicht all zu viel unternehmen kann. Allerdings ist Atlanta nur ca. 30 min entfernt, weshalb wir unsere Freizeit öfters dort verbringen. Da unsere Saison nun vorbei ist werden wir uns wohl noch öfter in Atlanta aufhalten und ich werde versuchen mir einige NBA und NFL spiele anzugucken.

Alles in allem bin ich mit meinem ersten halben Jahr in der USA völlig zufrieden und bin froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe.