Bericht von Sina W.

 

Ein Sportstipendium in den USA bietet die wahrscheinlich beste Möglichkeit um Leistungssport, Studium und Auslandaufenthalt miteinander zu vereinbaren. Das Collegesport-System ermöglicht eine Kombination von Sport und Ausbildung, wie ich es in der Schweiz nie erleben konnte. Und dank dem Stipendium ist das ganze Abenteuer auch finanzierbar. Ich finde es ist eine einzigartige Möglichkeit und empfehle daher jedem wärmstens, die Chance zu nutzen.

Ich bin im August 2011 das erste mal auf mein neues Team gestossen. Es war der Start der sogenannten Preseason. Das ist ein zwei wöchiges Camp zur Saisonvorbereitung welches wir auf einem alten Unigelände verbracht haben. Meine Trainerin und eine Mitspielerin holten mich einen Tag vor dem Start der Preseason auf dem Flughafen ab und gingen mit mir einkaufen, um mich für  das College-Leben perfekt auszurüsten. Die Preseason war eine gute Gelegenheit um alle meine neuen Mitspielerinnen etwas näher kennen zu lernen. 6 Tage die Woche haben wir zusammen trainiert und gelebt. Es war eine sehr lustige, aber auch ungewohnt anstrengende Zeit. Obwohl ich schon im Juli zu Hause mit meinem Club Team die Vorbereitung auf die neue Saison mitgemacht habe, wurde ich in Amerika konditionell und mental nochmals richtig gefordert.

Unsere Saison dauerte von Anfang September bis Ende Oktober. Das ist zwar eine kurze Zeit, jedoch war es körperlich sehr anspruchsvoll. Wir hatten jede Woche drei Spiele! Meistens Montags, Mittwochs und Samstags. Nach Saisonende wurde unser tägliches Training auf dreimal wöchentlich reduziert. Somit konnten wir uns für den Rest des Semesters auf die Schule konzentrieren. Im Frühling wird auch nicht mehr so oft Trainiert wie während der Saison. 3-4 mal wöchentlich standen wir auf dem Fussballplatz. Unser Team hat insgesamt an drei Turnieren teilgenommen. Jedes der Turniere bestand aus 3 Mannschaften, wobei gegen jede Mannschaft 60 Minuten (2x30) gespielt wurde. Die Gestaltung des Frühjahres sieht aber bei jedem College anders aus.

Obwohl ich nicht nur positive Erfahrungen gemacht habe und ich anfangs auch nur für ein Jahr in Amerika bleiben wollte, habe ich mit im Frühling dazu entschieden, das Studium in Amerika fortzuführen. Ich bin als „Junior“ nach Amerika transferiert, da ich zu Hause schon ein Studium begonnen habe. Somit habe ich noch ein gutes Jahr vor mir. Collegesport in Amerika zu betreiben, ist nicht nur eine sportliche Herausforderung. Da man im Training und vor allem in der Saisonvorbereitung auch oft über seine (bisher bekannten) Grenzen hinausgehen muss, ist es auch eine mentale Herausforderung. Ich habe hier gelernt, was es wirklich heisst, die Zähne zusammen zu beissen.

Man verbessert nicht nur seine Englischkenntnisse, sondern es fördert auch die Selbständigkeit und erweitert den Horizont. Man lernt sich mit verschiedensten Kulturen auseinander zu setzen, psychische und soziale Herausforderungen wie z.B. Heimweh, Kontakte knüpfen und Durchsetzungskraft, zu meistern und man wird offener gegenüber Neuem. Dies waren für mich Gründe, nebst den sportlichen Herausforderungen, um nochmals ein Jahr in Amerika zu bleiben.

Die Zusammenarbeit mit sport-scholarships.com hat sich für mich sehr gelohnt und ich empfinde es deshalb als gut investiertes Geld. Es zahlt sich nicht nur für das Abenteuer aus, sondern auch für die persönliche Entwicklung und Lebenserfahrung. Sport-scholarships.com war immer offen für all meine Fragen und stand/steht mir auch während des Aufenthalts mit Ratschlägen bei. Als nicht-Amerikaner ist es schwer, das College System zu verstehen und deshalb rate ich, bei Unklarheiten immer nachzufragen. Bei der Uniauswahl war mir wichtig, wie sehr sich der Coach um mich bemüht hat. Ob Er/Sie mir ausreichend Informationen geben konnte und auch sonst ehrliches Interesse gezeigt hat.

Sina Windmüller, Women Soccer, New York Institute of Technology